RRB Nr. 249/2011
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2011, 1. Serie
2 marzo 2011Tedesco56 min
Source zh.ch
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 2. März 2011
249. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2011, 1. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungs- legung (CRG) kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten dieses Gesamtbetrages sind bis anhin noch keine Beiträge bewilligt worden. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Regierungsrat zu- lasten der Quote 2010 insgesamt noch Fr. 9 800 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 1. Serie 2011 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Jubiläum Theater Kanton Zürich Bereich Kultur Gesuchstellende Genossenschaft Theater für den Kanton Zürich: Organisation Sie betreibt ein mobiles Berufstheater, das hauptsächlich in den Gemeinden des Kantons auftritt. Die Genossenschaft feiert 2011 ihr 40-jähriges Bestehen. Projektrahmen Seit 1971 erhält die Genossenschaft Staats- beiträge. Derzeit beläuft sich dieser Betriebs- beitrag auf rund 1,7 Mio. Franken pro Jahr. Aus Anlass des Jubiläums möchte die Genos- senschaft einen Teil der Theaterinfrastruktur erneuern und drei Jubiläumsproduktionen verwirklichen. Projektinhalt Der nun 20-jährige Lastwagen des Theaters ist pannenanfällig, was einen reibungslosen Tourneebetrieb verunmöglicht. Das Fahrzeug muss ersetzt werden. Notwendig ist auch der Kauf einer zweiten Beleuchtungsanlage. Sie erlaubt es dem Theater, gleichzeitig im Stamm- haus in Winterthur und auswärts zu spielen. Mit einer zweiten Anlage verringern sich der
Aufwand für den ständigen Auf- und Abbau (und der damit verbundene Verschleiss) der Anlage sowie die Belastung des technischen Personals. Angebracht ist zudem eine Erneue- rung der EDV- und Telefonanlage. Die Kosten für die Infrastrukturanschaffungen betragen insgesamt Fr. 328 872. Im Jubiläumsjahr will die Gesuchstellerin neben den üblichen vier Jahresproduktionen ein Stück für Kinder und zwei Werke von Schweizer Autoren («Festland» von Markus Werner, «Don Juan oder die Liebe zur Geometrie» von Max Frisch) inszenieren. Die Kosten für diese zu- sätzlichen Produktionen betragen Fr. 200 000. Gesamtkosten Fr. 578 872 Gewünschter Betrag Fr. 460 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Theaters beträgt Fr. 68 872. Fr. 40 000 werden von einer Stiftung übernommen und rund Fr. 10 000 von den Freunden Theater Kanton Zürich. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Theater Kanton Zürich ist ein fester und wichtiger Bestandteil des Kul- turangebotes im Kanton. Weil es sich beim Theater Kanton Zürich um eine kantonsweit aktive Institution handelt, ist kein Beitrag der Standortgemeinde Winterthur notwendig. bewilligter Betrag Fr. 460 000
2. Buchstart Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Bibliomedia Schweiz: Die Stiftung Organisation besteht seit 1920. Sie fördert das allgemeine öffentliche Bibliothekswesen und unterstützt Massnahmen zur Leseförderung. Projektrahmen Die ersten Lebensjahre sind für die (sprachli- che) Entwicklung eines Kindes von entschei- dender Bedeutung. Die Aktion Buchstart hat das Ziel, alle in der Schweiz geborenen Kinder vom ersten Lebensjahr an im Rahmen ihrer Sprachentwicklung so zu unterstützen, dass sie später den Zugang zur Welt der Bücher (und somit auch des Wissens) finden. Alle Eltern
von Neugeborenen erhalten ein eigens zusam- mengestelltes Buchpaket, das ihnen Anregun- gen geben soll, mit Bildern, Fingerspielen, Ver- sen, Liedern und Geschichten den Spracher- werb ihres Kindes zu fördern. Buchstart ist ein nationales Projekt, das sich an erfolgreichen Vorbildern aus anderen Ländern orientiert. Projektinhalt 2008 und 2009 wurden die Projekt- und Vor- bereitungsarbeiten geleistet, sodass Buchstart 2010 bis 2012 flächendeckend in der gesamten Schweiz umgesetzt wird. Kinderärztinnen und -ärzte, Hebammen, und Mütter-/Väterbera- tungsstellen gewährleisten, dass auch bil- dungsfernere Schichten mit dem Projekt in Berührung kommen. Für Familien mit Migra- tionshintergrund stehen Informationsmateria- lien in 15 Sprachen bereit. In der Deutsch- schweiz erfolgt die Abgabe des Paketes vor allem durch Kinderärztinnen und -ärzte (im Rahmen einer Routinekontrolle oder eines Impftermins während des ersten Lebensjahres des Kindes). Pro Jahr sind eine Abgabe von 60 000 Buchstartpaketen und eine Medien- kampagne vorgesehen. Die Weiterführung von Buchstart über 2012 hinaus hängt vom Erfolg des Projektes ab. Gesamtkosten 2010–2012 Fr. 2 250 000 Gewünschter Betrag Fr. 80 000 Übrige Finanzierung Der Bund unterstützt das Vorhaben mit Fr. 600 000. Aus der Privatwirtschaft sind Fr. 450 000 zugesichert. Von den Kantonen wird insgesamt ein Beitrag von Fr. 475 000 ge- wünscht. 16 Kantone haben den von ihnen erwarteten Beitrag bereits gesprochen (insge- samt Fr. 154 550). Der Zürcher Anteil beträgt Fr. 80 000. Ein offener Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Bildungsdirektion befürwor- tet eine Beitragsleistung von Fr. 80 000. Dem Vorhaben kommt grosse Bedeutung zu. bewilligter Betrag Fr. 80 000
Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit den Auflagen verbunden, dass – die Durchführung des Vorhabens im Kan- ton mit dem Amt für Jugend und Berufs- beratung der Bildungsdirektion abgespro- chen wird und – dem Kanton ein Musterkoffer abgegeben wird.
3. Naturzentrum Paradiso, Flaach Bereich Ökologie, Bildung Gesuchstellende Gemeinde Flaach Organisation Projektrahmen Das kantonale Projekt «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» ist das grösste Auenrevitalisierungsvorhaben des Schweizer Mittellandes. In unmittelbarer Nähe des Auen- gebietes entsteht ein Naturinformationszent- rum, das der Information der Bevölkerung, vor allem von Familien, Schulklassen und Jugend- gruppen, dient. Das Bauland gehört der Ge- meinde, sie ist auch Bauherrin. Der Kanton wird das Gebäude mieten und es der Stiftung PanEco unentgeltlich zur Verfügung stellen. Die Stiftung wird das Zentrum betreiben, der Kanton hat mit ihr eine entsprechende Leis- tungsvereinbarung abgeschlossen. Es ist vor- gesehen, attraktive Programme für Schul- klassen (zunächst für die Primarstufe, ab 2013 auch für die Oberstufe) anzubieten. Projektinhalt Das zweigeschossige Holzgebäude weist eine Nutzfläche von 400 m2 auf. Es bildet zusam- men mit dem nahe gelegenen Restaurant eine architektonische Einheit. Im Erdgeschoss be- finden sich die Verwaltung und eine interaktive Dauerausstellung, in der sich die Besucherin- nen und Besucher über die Auenlandschaft (Revitalisierung, Hochwasserschutz usw.) in- formieren können. Das Obergeschoss steht weitgehend für Schulungszwecke zur Ver- fügung. Die Aussenanlage wird mit einem Erlebnis-/Naturpfad bestückt. Gesamtkosten Gebäude Fr. 1 127 500 Gewünschter Betrag Fr. 500 000
Übrige Finanzierung Die Gemeinde Flaach nutzt die Mietabgeltung des Kantons zur Deckung der Baukosten. Nach der Gewährung des Lotteriefondsbeitrages verbleiben der Gemeinde noch Kosten von Fr. 455 500. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Bau des Naturzentrums ist eine Investition mit grosser Breitenwirkung: Das Zentrum soll zum örtlichen und organisa- torischen Ausgangspunkt für Umweltbildungs- aktivitäten in der Region werden. Das Betriebs- konzept ist schulfreundlich und unterstützt die Volksschule beim Erreichen der Bildungsziele im Bereich Natur. bewilligter Betrag Fr. 500 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass auch die Baudirektion (AWEL) nach Abschluss der Arbeiten einen kompletten Abschlussbericht mit Bauabrech- nung zugestellt erhält.
4. Sanierung Tanzschwingboden Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Tanz in Winterthur: Der Verein besteht Organisation seit 1988. Er bezweckt, in Winterthur den Bühnentanz durch Veranstaltungen und das Bereitstellen von Probe- und Trainingsmöglich- keiten zu fördern. Projektrahmen 2001 konnte sich der Verein im TanzOrtam- Gleis (Räumlichkeiten der Stadt Winterthur) einmieten und einen eigenen Probe- und Trainingsraum einrichten. Er ist mit einem Parkettboden mit Tanzteppich ausgelegt. Wegen der starken Beanspruchung hat sich der Boden an einzelnen Stellen gesenkt, sodass unebene Stellen und Kanten entstanden sind. Projektinhalt Der Boden muss saniert werden. Nur so kann der Proberaum den Tanzschaffenden weiter- hin gefahrlos zur Verfügung gestellt werden. Gesamtkosten Fr. 15 557 Gewünschter Betrag Fr. 10 000
Übrige Finanzierung Die Stadt Winterthur beteiligt sich nicht an diesem Sanierungsvorhaben (sie unterstützt aber den Betrieb des Tanzhauses jährlich mit Fr. 65 000). Der Verein übernimmt Fr. 5000. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Verein leistet einen wichti- gen Beitrag an das Tanzschaffen und trägt damit zur kulturellen Vielfalt in Winterthur und Umgebung bei. bewilligter Betrag Fr. 10 000
5. Geschichte der Evangelischen Gesellschaft Bereiche Kultur/Bildung Gesuchstellende Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Organisation Kantons Zürich: Die Stiftung führt in Anleh- nung an die Evangelisch-reformierte Landes- kirche des Kantons missionarische und diako- nische Aufgaben durch. Projektrahmen Die Stiftung will ihre Geschichte, die offiziell 1837 beginnt, wissenschaftlich aufarbeiten und dann publizieren. Vor allem im 19. Jahrhun- dert spielte die Gesellschaft als Initiantin und Begründerin verschiedener Werke, die Zürich mitpräg(t)en, eine wichtige Rolle (Diakonie- werk Neumünster, Evangelisches Lehrersemi- nar Unterstrass, Freies Gymnasium, Stadt- mission, Theologischer Verlag, Dargebotene Hand). Projektinhalt Die Chronik wird von zwei Fachleuten (His- toriker und Radiojournalist) verfasst und er- scheint in Kommission im Chronos-Verlag. Vorgesehen ist eine illustrierte Publikation im Umfang von rund 200 Seiten, die Auflage be- trägt 2000 Exemplare. Die Publikation wird als Neujahrsblatt der Antiquarischen Gesell- schaft Zürich im Januar 2011 erscheinen. Der Verkaufspreis beträgt voraussichtlich Fr. 30 bis Fr. 40. Gesamtkosten Fr. 80 000 Gewünschter Betrag Fr. 15 000
Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden rund Fr. 2000 er- wartet. Von kirchlicher Seite sind Fr. 20 000 zugesprochen, von privater Seite bestehen Zu- sicherungen von insgesamt Fr. 27 000. Der of- fene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben ist solide geplant und wird Einblicke in ein Teilgebiet der jünge- ren Sozialgeschichte ermöglichen. bewilligter Betrag Fr. 15 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis fünf Belegexemplare abgegeben werden.
6. Festival Blickfelder, neue Ausrichtung Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Bildungsdirektion, Volksschulamt: Im Volks- Organisation schulamt ist die Fachstelle schule & kultur ein- gegliedert, die den Schulen kulturelle Vor- haben anbietet. Projektrahmen Seit Jahren plant und organisiert das Volks- schulamt in Zusammenarbeit mit mehreren Zürcher Kulturinstitutionen das Festival Blick- felder. Es umfasste bis anhin vor allem Thea- terangebote. Letztmals fanden die «Blickfelder» 2008 statt. Projektinhalt Bei der nächsten Durchführung (2011) soll das Festival inhaltlich und organisatorisch neu ausgerichtet werden. Es wird neben theater- auch film-, literatur- und kunstpädagogische Vorhaben umfassen und eine aktivere Beteili- gung der Schülerinnen und Schüler anstreben. Für die Durchführungen 2011 und 2013, wäh- rend denen das neue Konzept ausgetestet wird, wünscht das Volksschulamt einen Start- hilfebeitrag von je Fr. 200 000. Gesamtkosten 2011 und 2013 Fr. 2 167 000 Gewünschter Betrag Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Aus dem Kartenverkauf werden (gesamthaft für 2011 und 2013) rund Fr. 340 000 erwartet. Die Bildungsdirektion übernimmt Fr. 800 000 durch Eigenleistung (Personalkosten). Von Dritten werden Fr. 627 000 erwartet.
Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Verwirklichung der «Blick- felder» ist für den Kanton von herausragender Bedeutung, weshalb sich die Ausrichtung eines Beitrages rechtfertigt. bewilligter Betrag Fr. 400 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Auszahlung erfolgt tranchenweise. – Für 2011 kann der Teilbetrag von Fr. 200 000 sofort ausbezahlt werden. – Die Bildungsdirektion beantragt der Finanz- direktion die Auszahlung der Tranche 2013 und legt der Finanzdirektion die geprüfte Rechnung 2011 und das genehmigte Budget 2013 vor. – Der Lotteriefonds kann keine wiederkeh- renden Betriebsbeiträge leisten. Deshalb beschränkt er sich bei seinen Leistungen auf Starthilfen. Da mit 2013 die Startphase der neuen «Blickfelder» beendet ist, muss die Bildungsdirektion bis Ende 2013 ein Kon- zept zur Finanzierung des Festivals nach 2013 erarbeiten.
7. Engagiert Freiwillig – Europäisches Freiwilligenjahr Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Europäisches Freiwilligenjahr 2011 im Organisation Kanton Zürich: Der Verein wurde eigens für die Durchführung des Themenjahres im Kan- ton Zürich gegründet. Er ist Dachorganisation der Institutionen, die das Freiwilligenjahr im Kanton durchführen (Schweizerisches Rotes Kreuz Zürich, Okaj Zürich, Pro Senectute Zü- rich, Reformierte Landeskirche, Organisation Koordination Freiwilligenarbeit, WWF Zürich, Zürcher Kantonalverband für Sport). Projektrahmen Die Bereitschaft, sich für ein Ehrenamt zur Verfügung zu stellen, nimmt ab. Mit dem Europäischen Freiwilligenjahr sollen der ge- sellschaftliche Nutzen der Freiwilligenarbeit sichtbar, das Engagement für ein Ehrenamt gefördert und ein positives Bild der Freiwilli- genarbeit vermittelt werden.
Projektinhalt Mit Veranstaltungen und besonderen Aktio- nen soll das Thema Freiwilligenarbeit den Zielgruppen (Öffentlichkeit, Gemeinden, Wirt- schaft) nähergebracht werden. So werden die Gemeinden angeregt, Freiwilligenarbeit aktiv zu fördern. Zudem erhalten sie Unterstützung darin, auf lokaler Ebene mit Workshops und Informationsmaterialien die Vielfalt und Be- deutung von freiwilligem Engagement sicht- bar zu machen. Die zahlreichen lokalen Anläs- se werden begleitet durch Weiterbildungsver- anstaltungen auf Stufe Kanton und eine breite Medienkampagne. Gesamtkosten Fr. 2 000 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Von den beteiligten Organisationen, den Ge- meinden und der Wirtschaft werden 1,4 Mio. Franken erwartet, hinzu kommen Gratisleis- tungen von Fr. 100 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Freiwilliges Engagement ist unentbehrlicher Bestandteil des Zusammen- lebens. Es ist zu wünschen, dass das Themen- jahr dem abnehmenden Engagement im Be- reich Freiwilligkeit entgegenwirkt. bewilligter Betrag Fr. 500 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass der Verein sämtliche Be- reiche der Freiwilligkeit gleichwertig behan- delt (auch Bereiche wie Behördentätigkeit in Gemeinden, Kirchen, Schulen und Feuerwehr, Jugendarbeit, Samariterdienste usw.). Der Bei- trag wird ausbezahlt, sobald der Finanzdirek- tion ein entsprechendes Konzept vorliegt.
8. Erneuerungsprojekt «Kyburg 2014» Bereiche Kultur, Denkmalpflege Gesuchstellende Verein Museum Schloss Kyburg VMSK: Der Organisation Verein betreibt im Auftrag des Kantons das Museum auf der Kyburg. Projektrahmen Der VMSK konnte mit einem Beitrag des Kantons (Vorlage 3442, KRB vom 17. Juni 1996, Beitrag von Fr. 5 250 000) das neue Mu- seum auf der Kyburg planen und einrichten.
Seit 1999 ist es in Betrieb. Besucherinnen und Besucher erhalten dort die Geschichte der Zürcher Landschaft der vergangenen 800 Jahre vermittelt. Dank des Museums ist die Kyburg zu einem belebten Denkmal von überregio- naler Bedeutung geworden. Der Verein möchte die Dauerausstellung erneuern. Seit der Eröffnung des Museums haben sich die Anforderungen an ein Mu- seum, die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher und das Freizeitverhalten der Bevölkerung gewandelt. Zudem liegen neuere wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die in die Ausstellung einfliessen müssen. Deshalb ent- schied der VMSK-Vorstand, eine Arbeits- gruppe mit einer Analyse der Bedürfnisse und – unter Beizug von Externen – mit der Aus- arbeitung von Szenarien für eine neue Gestal- tung der Ausstellung zu beauftragen. Von drei Vorschlägen wurde das Szenario «Kyburg als Zürcher Burg und Museologie-Kompetenz- zentrum» als Grundlage für die weitere Detail- planung ausgewählt. 2014 ist für die Kyburg ein doppeltes Erinne- rungsjahr: Zum einen jährt sich zum 750. Mal der Todestag von Hartmann IV., dem letzten Kyburger Grafen. Zum andern liess der Stand Zürich 1814 das Schloss Kyburg nach der Helvetischen Revolution als neues Oberamts- gebäude auffrischen. Die Erneuerung der Aus- stellung soll mit Blick auf diesen Doppelanlass hin erfolgen. Projektinhalt Das favorisierte Konzept sieht neben einer überarbeiteten Dauerausstellung eine flexi- ble(re) Nutzung der übrigen Räume vor. Der VSKM wünscht vom Kanton einen Projektie- rungskredit, der dazu dient, in enger Zusam- menarbeit mit der Kantonalen Denkmal- pflege ein genaues Detailkonzept ausarbeiten zu lassen. Es wird die Grundlage bilden für ein Gesuch um einen grossen Investitionsbeitrag aus dem Lotteriefonds. Mit dem Konzept soll
zudem geklärt werden, wo zusätzlich Raum geschaffen werden kann für eine Verbesse- rung der Infrastruktur für Besucherinnen und Besucher und allenfalls für ein Burg-Kompe- tenzzentrum (innerhalb oder ausserhalb der Burg). Gesamtkosten Fr. 450 000 Gewünschter Betrag Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Fr. 50 000 stellt der Verein mit eigenen Mitteln sicher. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Kanton hat grosses Inte- resse an einem attraktiven und vielbesuchten Museum auf der Kyburg. Deshalb ist es not- wendig, die Ausstellung zu erneuern und auf die aktuellen Besucherinnen- und Besucher- bedürfnisse auszurichten. bewilligter Betrag Fr. 400 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflagen gebunden, dass – eine Vertretung der Archäologie und Denk- malpflege Einsitz in der Planungskommis- sion des VMSK erhält und – der Beitrag in zwei Tranchen ausbezahlt wird. Dabei wird die Kantonale Denkmal- pflege beide Auszahlungsbegehren prüfen und die jeweilige Auszahlung freigeben.
9. Publikation über historische Putztechniken Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Verein Hipude: Der Verein besteht seit 2009. Organisation Er bezweckt die Erforschung und Dokumen- tation historischer Putztechniken an Baudenk- mälern. Projektrahmen Der Verein plant, ein Grundlagenwerk zum Thema «Historische Putztechniken – von der Architekturgestaltung zur Oberflächengestal- tung» herauszugeben. Das Rohmanuskript liegt vor. Projektinhalt Verfasser ist der emeritierte Professor und Restaurator Oskar Emmenegger. In seiner Publikation stellt er – über einen Zeitraum von 2000 Jahren, erstmals zusammengefasst
und systematisch aufgebaut – die historischen Putztechniken dar. Die Publikation dient einem breiteren Publikum (Handwerker, Lehrende, Studierende). Das Werk enthält 120 konkrete Beispiele, darunter ist auch der Kanton mit zehn gut bebilderten Beispielen vertreten. Die Publikation erscheint in 2000 Exemplaren im Verlag Wolfau, Weinfelden, und umfasst rund 450 Seiten. Gesamtkosten Fr. 320 000 Gewünschter Betrag Fr. 90 000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf der Publikation werden Fr. 60 000 erwartet. Die Kantone (einschliess- lich Zürich, sämtliche Kantone wurden ange- schrieben) sollen sich mit insgesamt Fr. 150 000 beteiligen. Zudem wurde eine grosse Zahl von Stiftungen, Verbänden und Wirtschaftsunter- nehmen zur Mitfinanzierung eingeladen. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Publikation wird ein Grund- lagenwerk hoher Qualität. Eine Übernahme von 60% des von den Kantonen insgesamt er- warteten Beitrages erscheint als zu hoch. Der Verein ist noch zu jung, um den vom Lotteriefonds geforderten fünfjährigen Leis- tungsnachweis erbringen zu können. Weil aber eine fehlende Leistung des Kantons bei zahl- reichen anderen Kantonen zu einer Ableh- nung des Beitragsgesuches führen würde, ist es im vorliegenden Fall im Sinne eine Ausnahme angebracht, auf den Nachweis zu verzichten. bewilligter Betrag Fr. 40 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis 50 Exemplare der Publikation abgegeben werden.
10. Aufarbeitung und Inventarisierung Emil Schulthess Archiv Bereich Kultur Gesuchstellende Fotostiftung Schweiz: Die Stiftung bezweckt Organisation den Erhalt, das Aufarbeiten und die Vermitt- lung des schweizerischen Fotoschaffens. Sie gilt als «nationales Fotoarchiv».
Projektrahmen Emil Schulthess (*1913 in Zürich, †1996) ist einer der bedeutendsten Schweizer Foto- grafen des 20. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2010 haben seine Erben den Nachlass, der rund 80 000 Negative und Dias sowie zahlreiche Vergrösserungen und schriftliche Dokumente umfasst, der Fotostiftung übergeben. Projektinhalt Die Fotostiftung will das Werk von Schulthess sichten, inventarisieren und mit konservatori- schen Massnahmen schützen. In einem zwei- ten Schritt soll dann zum 100. Geburtstag von Schulthess (2013) mit einer Ausstellung in Winterthur und einer Publikation sein Beitrag zur schweizerischen und internationalen Foto- grafie gewürdigt werden. Gesamtkosten Fr. 370 000 Gewünschter Betrag Fr. 200 000 Übrige Finanzierung Der Bund leistet einen Beitrag von Fr. 100 000. Fr. 70 000 werden von Stiftungen erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt weist grosse kultu- relle Bedeutung auf. Es dient der notwendigen Sicherung und dem Bekanntmachen des Wer- kes dieses herausragenden Fotografen. Da die Stadt Winterthur ab 2010 die Fotostiftung mit jährlich Fr. 90 000 subventioniert, kann auf eine Projektbeteiligung der Stadt verzichtet werden. bewilligter Betrag Fr. 200 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis fünf Ausstellungskataloge zugestellt werden.
11. Neuer Kräutergarten Ritterhaus Bubikon Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Ritterhausgesellschaft Bubikon: Die Gesell- Organisation schaft bezweckt, das Ritterhaus zu erhalten und in seinen Räumen ein Museum zu betrei- ben. 2011 feiert sie ihr 75-jähriges Bestehen. Projektrahmen Der mittelalterliche Gebäudekomplex gilt als besterhaltene Komturei des Johanniterordens in Europa. Hinter dem Gesindehaus liegt ein Garten, der seit 2007 nicht mehr bewirtschaf-
tet wird. Das Jubiläum soll zum Anlass genom- men werden, dort auf einer Fläche von 400 m2 einen Kräutergarten anzulegen und so das Ritterhaus um eine Attraktion zu ergänzen. Projektinhalt Der Garten wird gegliedert in einen Eingangs- bereich und vier «Epochenzonen» (Antike, Mittelalter, frühe Neuzeit, Gegenwart). Im Zentrum des Gartens steht ein Brunnen. Sämtliche Wege sind rollstuhlgängig. Für die Besucherinnen und Besucher wird eine Begleit- broschüre verfasst, sodass der Garten nicht mit zu vielen oder zu grossen Schrifttafeln be- stückt werden muss. Gesamtkosten Fr. 210 000 Gewünschter Betrag Fr. 80 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 60 000 (hinzu kommen noch rund 450 Stunden an ehrenamt- licher Arbeit). Da die Sponsorenbeiträge mit Fr. 115 000 viel höher ausgefallen sind als bud- getiert, verbleibt noch ein offener Restbetrag von Fr. 35 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben ist mit der Kan- tonalen Denkmalpflege abgesprochen. bewilligter Betrag Fr. 35 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die Planungs- und Bau- arbeiten weiterhin in direktem Kontakt mit der Kantonalen Denkmalpflege erfolgen.
12. «100 × ZüriNatur» Bereich Naturschutz Gesuchstellende Verein Zürcher Vogelschutz (ZVS) / Bird Life Organisation Zürich: Der ZVS / BirdLife Zürich setzt sich seit Jahrzehnten mit seinen mehr als 100 lo- kalen Sektionen ein für den Erhalt und die Förderung der biologischen Vielfalt. Dabei unterstützt er den Schutz und die Pflege der natürlichen Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen und im Besonderen der Vogelwelt.
Projektrahmen Von 2006 bis 2008 führte der ZVS / BirdLife Zürich im Kanton eine Brutvogelkartierung durch. Die Ergebnisse zeigten, dass die Zahl der Brutvögel über die letzten 20 Jahre um 10% abgenommen hat und viele Arten heute stark gefährdet sind. 2007 startete ZVS/Bird- Life Zürich eine Informationskampagne, mit der die Ergebnisse der Brutvogelkartierung der Öffentlichkeit vermittelt wurden. Daran schliesst nun das Vorhaben «100 × ZüriNatur» an: Im Laufe der nächsten fünf Jahre sollen im Kanton zusammen mit den Sektionen von ZVS / BirdLife Zürich mindestens 100 lokale Projekte zur Aufwertung des Lebensraumes von Vögeln und anderen Tieren und Pflanzen durchgeführt werden. Projektinhalt Die lokalen Vorhaben bestehen im Anlegen von Baum- oder Heckenpflanzungen, im Schaffen von neuen Amphibien-Laichgewäs- sern, in der Ansaat von Blumenwiesen, der Montage von Nisthilfen für besondere Vogel- arten, in landwirtschaftlichen Massnahmen in- nerhalb von Vernetzungsvorhaben oder dem Aufwerten von Bachabschnitten. Hinzu kom- men drei kantonsweite Aktionen. Das Ziel dabei ist, durch die Beteiligung von möglichst vielen lokalen Naturschutzvereinen eine breite Wirkung zu erzielen. Gesamtkosten Fr. 2 325 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung von ZVS / BirdLife Zürich beträgt Fr. 125 000 (zudem leisten die Mitglie- der der lokalen Naturschutzvereine ehren- amtliche Arbeit für mindestens Fr. 450 000). Die Gemeinden sollen sich insgesamt mit Fr. 500 000 beteiligen. Von Stiftungen und der Wirtschaft werden Beiträge von Fr. 750 000 er- wartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch das Engagement zahlrei- cher in den Gemeinden verankerter Vereine wird über den ganzen Kanton verteilt konkre- te und praktische Naturschutzarbeit geleistet.
So sind der Einbezug und die Sensibilisierung der Bevölkerung vor Ort gewährleistet. Für den Kanton besteht dadurch die Chance, auf unbürokratische Weise fachgerechte, bevölke- rungsnahe Naturschutzaktivitäten auszulösen. bewilligter Betrag Fr. 500 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgenden Auflagen verbunden: – Das Gesamtprojekt und insbesondere auch die drei überregionalen Artenforschungs- projekte sind mit der Fachstelle Naturschutz der Baudirektion zu koordinieren. – Lokale Projekte, die überkommunale Schutz- objekte (einschliesslich Wälder und Kies- gruben) betreffen, müssen vorgängig mit der Fachstelle Naturschutz abgesprochen wer- den. Wo angebracht, sind Synergien mit lau- fenden Vernetzungsprojekten zu suchen.
13. Freilichtspektakel Bülach Bereich Freizeit/Feste Gesuchstellende OK 1200-jähriges Bestehen Stadt Bülach: Das Organisation Komitee ist verantwortlich für die Organisa- tion und Durchführung der Anlässe zum Stadtjubiläum. Projektrahmen Die Stadt Bülach feiert 2011 ihr 1200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass finden neben einem offiziellen Festakt mehrere Jubiläums- aktivitäten statt (Festschrift, Stafettenlauf, Büli-Fäscht usw.). Dazu zählt auch ein Thea- terprojekt. Die Stadt Bülach finanziert den Gesamtanlass mit Fr. 500 000. Projektinhalt Das von der Zürcher Hochschule der Künste erarbeitete Freilichtspiel, das mit Laiendar- stellerinnen und -darstellern aufgeführt wird, thematisiert die Bülacher Landsgemeinde und die Geschichte des Stadtheiligen «Laurentius». Die Aufführung beginnt und endet jeweils auf dem Lindenhof, dazwischen begeben sich die Besucherinnen und Besucher in Gruppen auf verschiedene Rundgänge durch die Altstadt. Geplant sind zehn Vorstellungen für je rund 500 Besucherinnen und Besucher.
Gesamtkosten Fr. 514 000 Gewünschter Betrag Fr. 250 000 Übrige Finanzierung Vom städtischen Gesamtbetrag ist ein Anteil von Fr. 150 000 für die Theateraufführung vorgesehen. An Billetteinnahmen werden Fr. 47 500 erwartet, von privaten Sponsoren Fr. 66 500. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Dem ausgewiesenen Jubiläum kommt kantonale Bedeutung zu. Deshalb ist es angebracht, die Theaterproduktion zu un- terstützen und damit indirekt die Preise für die Eintrittskarten zu senken. Dies soll es allen Interessierten ermöglichen, an den Auffüh- rungen teilnehmen zu können. bewilligter Betrag Fr. 250 000
14. Ausbau Schul- und Volkssternwarte Bülach Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Schul- und Volkssternwarte Bülach: Organisation Die Stiftung besteht seit 1979. Sie bezweckt den Bau und Betrieb einer öffentlichen Schul- und Volkssternwarte im Raume Bülach. Projektrahmen Die Sternwarte wurde 1983 oberhalb von Bülach-Eschenmosen erstellt. Bei besonderen Anlässen (z. B. Mond-/Sonnenfinsternis), aber auch bei zahlreichen Führungen und Kursen für Schulklassen, Vereine und Gruppen vermag das 25-jährige Gebäude den betrieblichen und räumlichen Anforderungen nicht mehr zu ge- nügen. Zudem ist es nicht behindertengerecht. Ende 2008 legte die Stiftung dem Kanton ein Projekt für Fr. 650 000 vor, das den Ausbau des Gebäudes (Fr. 550 000) und die Erwei- terung des Beobachtungsinstrumentariums (Fr. 100 000) umfasste. In der Zwischenzeit wurde das Projekt in enger Begleitung durch das Hochbauamt überarbeitet. Projektinhalt Das endgültige Projekt sieht eine Ergänzung des bisherigen Beobachtungs- und Schulungs- raumes durch einen Mehrzweckraum mit Foyer vor, was eine Erweiterung um rund 90 m2 bedeutet. Hinzu kommen ein kleines Office und ein Vorratsraum sowie Betriebsräume.
Die Behindertengängigkeit wird gewährleistet durch ebenerdige Zugänge, einen Treppenlift zum Beobachtungsraum und ein behinderten- gerechtes WC. Aufgrund des vergrösserten Gebäudes wird mit dem Kanton eine neue Nutzungsgrenze mit vergrössertem Baurechts- grundstück von rund 1930 m2 vereinbart. Wei- terhin ist beabsichtigt, den Instrumentenpark im Umfang von Fr. 100 000 zu erweitern. Gesamtkosten Fr. 930 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Stiftung beträgt Fr. 17 000. Von Gemeinden und Schulen beste- hen Zusicherungen von insgesamt Fr. 176 300, wobei die Stadt Bülach Fr. 50 000 übernimmt. Ein Gesuch um einen zusätzlichen Beitrag der Stadt wurde gestellt. Zudem bestehen von Stiftungen Zusicherungen von Fr. 236 700. Der offene Finanzierungsbedarf beträgt somit noch Fr. 500 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Schul- und Volkssternwarte kommt grosse Bedeutung zu. Aufgrund dieser Tatsache ist der gewünschte Beitrag von Fr. 450 000 gerechtfer- tigt. bewilligter Betrag Fr. 450 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass vom bewilligten Betrag Fr. 50 000 für die Erweiterung des Instrumen- tenparks verwendet werden.
15. ViaRegio Kanton Zürich Bereich Freizeit, Kultur Gesuchstellende Stiftung ViaStoria, Zentrum für Verkehrs- Organisation geschichte: Die Stiftung entstand aus der Fachorganisation «Inventar historischer Ver- kehrswege der Schweiz». Sie unterstützt die Erforschung, den Erhalt und die sachgerechte Nutzung historischer Verkehrswege. Gleich- zeitig ist sie Dachorganisation für regionale Organisationen, welche einen der zwölf natio- nalen «Kulturwege Schweiz» oder einen regio- nalen «ViaRegio-Kulturweg» betreuen. Via-
Storia unterliegt noch der fondsüblichen Drei- jahressperrfrist, da sie mit RRB Nr.1752/2008 einen Beitrag von Fr. 180 000 für den Ausbau von und für Informationsmaterial zu drei na- tionalen Routen durch den Kanton erhielt. Projektrahmen Die «Kulturwege» sind eng an das Inventar historischer Verkehrswege der Schweiz ge- bunden. Jede dieser Routen weist eine grosse ökologische, kulturelle und verkehrsgeschicht- liche Bedeutung auf. Nachdem das Netz der nationalen «Kulturwege» aufgebaut ist, soll nun auf regionaler Stufe ein vergleichbares Weg- netz – die ViaRegio-Routen – eingerichtet werden: Schweizweit sollen in den nächsten fünf bis sechs Jahren 250 bis 300 Regional- routen entstehen. Ziel ist es, die traditionellen Natur- und Kulturlandschaften erhalten und durch Sensibilisierung der Öffentlichkeit und sanfte touristische Nutzung nachhaltig fördern zu können. Dies wird zu erreichen versucht durch eine Vernetzung von Langsamverkehr, Tourismus, Landwirtschaft und Bildungs- aktivitäten. Ein kantonales Pilotprojekt wurde im Tessin bereits erfolgreich durchgeführt. Projektinhalt Aufgrund der Erfahrungen aus dem Kanton Tessin wird in jedem Kanton ein ViaRegio- Konzept erstellt, eine Art Richtplan mit einer Übersicht zu den im jeweiligen Kanton vor- gesehenen Routen. Das ViaRegio-Konzept des Kantons wird durch eine Arbeitsgruppe erarbeitet, deren Vorsitz das Amt für Land- schaft und Natur der Baudirektion innehat. Folgende Arbeitsschritte sind vorgesehen: – Festlegen von etwa 15 ViaRegio-Routen im Kanton (vorgeschlagen durch ViaStoria; Überprüfung und Genehmigung dieser Vor- schläge durch die Arbeitsgruppe) – endgültige Erstellung des ViaRegio- Konzeptes – Ausarbeitung eines Pilotprojektes im Tösstal – Erarbeitung der von der Arbeitsgruppe fest- gelegten ViaRegio-Routen durch regionale Trägerschaften (Zeitbedarf: fünf bis sechs Jahre)
Der Pilotweg im Tösstal – ein Brücken- und Industrieweg – folgt der Töss vom Tössstock bis zur Mündung in den Rhein. Thematisches Leitmotiv des Weges sind der direkte und indirekte Einfluss des Flusses auf das Land- schaftsbild des Talbodens, aber auch die Nut- zung des Flusses seit Beginn der Industrialisie- rung. Das Vorhaben umfasst die Festlegung der Route, das Erarbeiten eines Massnahmen- katalogs (mit Instandstellungskonzept für Ob- jekte entlang der Route), die Planung der Aus- schilderung von Themenweg und Objekten sowie das Herstellen von Informationsmitteln (Materialien/Lehrmittel zu Objekten und zur Geschichte der Kulturlandschaft). Die Kosten für das Erstellen des ViaRegio- Konzeptes betragen Fr. 78 000, die Kosten für das Pilotprojekt Tösstal Fr. 96 600. Gesamtkosten Fr. 174 600 Gewünschter Betrag Fr. 115 400 Übrige Finanzierung Der Bund wird das Vorhaben voraussichtlich mit Fr. 39 000 unterstützen, der Fonds Land- schaft Schweiz hat Fr. 20 200 in Aussicht gestellt. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die ViaStoria-Routen sind eine wertvolle Plattform, um der Bevölkerung den grossen Reichtum an historischen Kulturgü- tern und schützenswerten Gebieten zu verdeut- lichen. Aufgrund der grossen Bedeutung des Vorhabens für den Kanton und der Tatsache, dass ein Zuwarten bis zum Ablauf der noch geltenden Sperrfrist zu Verzögerungen führt, ist es im vorliegenden Fall im Sinne einer Ausnahme gerechtfertigt, die Sperrfrist auf- zuheben. bewilligter Betrag Fr. 115 400 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: ViaStoria muss – das Projekt unter Einbezug von lokalen Wissensträgern erarbeiten, – die betroffenen Gemeinden und Grund- eigentümer frühzeitig orientieren und
– das Amt für Raumentwicklung (Archäolo- gie und Denkmalpflege sowie die Fachstelle Fuss- und Wanderwege) in das Vorhaben einbinden.
16. Geschichte des Stammertals Bereiche Bildung, Geschichte Gesuchstellende Chronik-Kommission Stammertal: Die Kom- Organisation mission wurde gegründet, um die Herausgabe einer Regionalchronik organisatorisch sicher- zustellen und fachlich zu begleiten. Projektrahmen 2011 jährt sich die früheste Erwähnung des Stammertals zum 1250. Mal. Aus diesem An- lass möchten die drei politischen Gemeinden Waltalingen, Oberstammheim und Unter- stammheim die Geschichte des Stammertals seit der Gründung des modernen Kantons Zürich aufarbeiten lassen und einem breiten Kreis der Öffentlichkeit zugänglich machen. Projektinhalt Ziel des Vorhabens ist es, eine moderne Regionalgeschichte mit Vorbildcharakter zu schaffen. In der Person des Historikers Mar- kus Brühlmeier steht eine ausgewiesene Fach- kraft zur Verfügung, die mit Ortsmonografien vertraut ist. Inhaltlich gliedert sich das Buch, das in Kommission im Chronos-Verlag mit einer Auflage von 1000 Exemplaren erschei- nen soll, in vier Hauptteile: Landschaft, Ge- meinschaft, Gesellschaft und Nachbarschaft. Die 320-seitige Publikation weist rund 340 Abbildungen auf. Der Verkaufspreis wird voraussichtlich Fr. 60 betragen. Gesamtkosten Fr. 435 000 Gewünschter Betrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die drei beteiligten Gemeinden leisten je Fr. 60 000. Die bereits geleisteten Vorarbeiten der Chronik-Kommission sind mit Fr. 70 000 veranschlagt. Aus dem Verkauf der Chronik werden Fr. 15 000, von Dritten ein Betrag von Fr. 170 000 erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben ist überregional wichtig. Das Stammertal stellt geografisch eine selbstständige Region des Kantons dar. Die
Erforschung ihrer Geschichte schliesst eine Lücke in der Geschichtsschreibung des Kan- tons. bewilligter Betrag Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis fünf Belegexemplare abgegeben werden.
17. Jubiläumsaktivitäten Patientenstelle Zürich Bereiche Gesundheit, Soziales Gesuchstellende Verein Patientenstelle Zürich: Der Verein ver- Organisation tritt die Interessen von Patientinnen und Pa- tienten in der Öffentlichkeit, in der Gesund- heitspolitik und in konkreten Einzelfällen. Die Stelle feierte 2010 ihr 30-jähriges Bestehen. Projektrahmen Im Rahmen des Jubiläums will der Verein mit verschiedenen Veranstaltungen auf sein Haupt- anliegen aufmerksam machen; zu diesem Zweck führte er vier öffentliche Abendveran- staltungen durch. Zudem plant er ein Sach- buch mit praktischen Tipps und eine Erneue- rung der mittlerweile veralteten elektroni- schen Infrastruktur. Projektinhalt Die Jubiläumspublikation wird Rechte und Pflichten von Patientinnen und Patienten auf- zeigen und zahlreiche praktische Hinweise enthalten. Die Kosten für die rund 140-seitige Publikation (Auflage 1000 Exemplare) sind mit Fr. 11 360 budgetiert. Der Verkaufspreis wird voraussichtlich Fr. 24 betragen. Da der Verein auf ein funktionierendes Adress- karteiprogramm angewiesen ist, das ihm auch statistische Auswertungen erlaubt, muss er ein neues Programm anschaffen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund Fr. 10 000. Gesamtkosten Fr. 28 670 Gewünschter Betrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 3000, ebenso die Kantonalbank. Die Eigenleistung der Patientenstelle (eingeschlossen die Ein- nahmen aus dem Buchverkauf) betragen Fr. 3000. Die offenen Restkosten müssen über Dritte gedeckt werden.
Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds: Die Patientenstelle ist eine anerkannte Einrichtung im Bereich des Ge- sundheitswesens. Durch ihre Beratungen ent- lastet sie auch den Kanton. bewilligter Betrag Fr. 15 000
18. Publikation «Grosse Schweizer Kleinkunst» Bereich Kultur Gesuchstellende Verlag rüffer & rub: Der Zürcher Sachbuch- Organisation verlag veröffentlicht vor allem Publikationen aus den Sachgebieten Kunst, Musik und Zeit- fragen. Projektrahmen Die Schweizer Kleinkunst ist seit vielen Jahr- zehnten lebendig und geniesst über die Lan- desgrenze hinaus grosses Ansehen. Der Dach- verband der Kleinkunstszene, die «Vereinigung KünstlerInnen-Theater-VeranstalterInnen Schweiz», feierte 2010 sein 35-Jahr-Jubiläum. Aus diesem Grund veröffentlicht der Verlag rüffer & rub eine Geschichte der Schweizer Kleinkunst. Projektinhalt Die 344-seitige, reich illustrierte Publikation ist in sieben Kapitel gegliedert. In chronologi- scher Reihenfolge wird die Entwicklung der Schweizer Kleinkunstszene bis in die Gegen- wart dargestellt. Das Buch enthält zahlreiche Gastbeiträge von Künstlerinnen und Künst- lern aus der Szene. Das Buch erscheint mit einer Auflage von 3000 Exemplaren. Der Ladenpreis beträgt Fr. 44. Gesamtkosten Fr. 153 000 Gewünschter Betrag Fr. 5000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Fr. 44 000 erwartet. Zahlreiche Kantone und Städte haben bisher total Fr. 53 300 zugesichert (darunter die Stadt Zürich Fr. 7000). Private leisten rund Fr. 39 000. Zurzeit bestehen noch offene Kosten von Fr. 16 700, die durch Dritte zu decken sind. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Kanton ist ein wichtiger Standort von Kleinkunsteinrichtungen. Die Publikation dürfte ein breites Fach- und Lieb- haberpublikum finden.
bewilligter Betrag Fr. 5000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton gratis sechs Belegexemplare abgegeben werden.
19. Ausstellung «Die andere Seite der Welt» Bereiche Bildung, Geschichte/Soziales Gesuchstellende Verein Humen, Lausanne: Der Verein besteht Organisation seit 2006. Er will das Thema «Humanitäre Schweiz» mit einer Wanderausstellung in der Öffentlichkeit bekannter machen. Dafür suchte er erfolglos bei der Schweizerischen Kulturbeauftragtenkonferenz um eine Bei- tragsempfehlung nach. Projektrahmen Die Direktion für Entwicklung und Zusam- menarbeit des Bundes (DEZA) feiert 2011 ihr 50-jähriges Bestehen. Das Rote Kreuz (IKRK) begeht 2013 sein 150-Jahr-Jubiläum. Aus die- sem Anlass hat sich der Verein Humen, dem unter anderem Filmemacher und Historiker angehören, entschlossen, eine gesamtschwei- zerische Wanderausstellung «Die andere Seite der Welt» zu organisieren. Die Ausstellung beruht auf dem vereinseigenen Oral-History- Archiv zur Geschichte der humanitären Schweiz, das in den Jahren 2008 und 2009 auf- gebaut wurde. Ziel der Ausstellung ist es, Be- sucherinnen und Besucher zum Nachdenken über das humanitäre Engagement der Schweiz anzuregen. Projektinhalt Inhaltlich zeigt «Die andere Seite der Welt» vor allem Menschen, die sich weltweit in Orga- nisationen, in der Entwicklungszusammen- arbeit und für die Einhaltung der Menschen- rechte engagiert haben. Darunter sind auch Personen mit Wohnsitz im Kanton. Die audio- visuelle, interaktive Ausstellung wird im März 2011 gleichzeitig in Genf und Bern begonnen und geht dann durch die gesamte Schweiz auf Tournee. Vom 24. September bis zum 4. No- vember 2011 macht sie an der ETH Zürich Station. In Ergänzung dazu findet ein Rah- menprogramm statt.
Gesamtkosten Fr. 2 297 320 Gewünschter Betrag Fr. 165 000 Übrige Finanzierung Die DEZA unterstützt das Vorhaben mit Fr. 300 000. Die Ausstellungsmacher wünschen von allen Kantonen einen Beitrag, der für die Erarbeitung bzw. Vorbereitung der Ausstel- lung eingesetzt werden soll. Die Loterie Ro- mande hat Fr. 300 000 gesprochen; von den Deutschschweizer Kantonen werden insge- samt Fr. 700 000 erwartet. Auch die Ausstel- lungsstandorte werden um Beiträge ersucht. Der Restbetrag muss durch Zuwendungen der Wirtschaft und von Privaten gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Im Zentrum der Ausstellung stehen zwei nationale Institutionen. Der inhalt- liche Bezug zum Kanton ist somit nur bedingt vorhanden. Es kommt hinzu, dass die Ausstel- lung an der ETH gezeigt wird. Somit ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag gerecht- fertigt. bewilligter Betrag Fr. 100 000
20. Investitionen Salzhaus Winterthur Bereich Kultur Gesuchstellende Salzhaus GmbH Winterthur: Die nicht gewinn- Organisation orientierte Gesellschaft bezweckt die Organi- sation von kulturellen Veranstaltungen, insbe- sondere Tanzveranstaltungen und Konzerte. 2011 feiert sie ihr 15-Jahr-Jubiläum. Projektrahmen Als Musiklokal hat das Salzhaus überregionale Bedeutung, denn es bietet – neben rund 100 Tanzveranstaltungen – ein ganzjähriges, quali- tativ hochstehendes Kulturprogramm, das rund 70 Konzerte umfasst. Diese Veranstaltungen werden jährlich von rund 50 000 Personen be- sucht. Die Stadt Winterthur subventioniert den Salzhaus-Betrieb jährlich mit rund Fr. 78 000. Die Verlängerung des Mietvertrages bis 2019 hat die GmbH ermutigt, längst notwendige In- frastrukturanpassungen – vor allem im Sani- tärbereich – und eine Modernisierung der Tonanlage anzugehen.
Projektinhalt Da die Anzahl der verfügbaren Toiletten un- genügend ist, plant das Salzhaus, in einer an- grenzenden, von der Stadt Winterthur zuge- mieteten Halle, eine WC-Anlage einzubauen. Die Kosten dafür betragen rund Fr. 210 000. Ebenso soll dort für rund Fr. 90 000 ein Fumoir entstehen: Durch die neuen Vorschriften wei- chen die rauchenden Gäste auf den Vorplatz aus. Dies ist wegen des dortigen Autoverkehrs gefährlich, zudem für die Anwohnerinnen und Anwohner mit zusätzlichem Lärm verbunden. Als drittes Projekt ist ein Teilersatz der Ton- anlage vorgesehen, dafür sind Fr. 86 000 bud- getiert. Gesamtkosten Fr. 386 000 Gewünschter Betrag Fr. 220 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Salzhaus GmbH beträgt Fr. 66 000, hinzu kommt ein Rabatt der betei- ligten Firmen von insgesamt rund Fr. 50 000. Die Stadt Winterthur übernimmt Fr. 50 000. Die offenen Kosten müssen über Zuwendun- gen von Dritten gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die baulich zwingenden An- passungen könnten auch günstiger vorgenom- men werden als budgetiert. Insbesondere würde auch ein witterungsgeschützter Aussen- bereich als Fumoirersatz genügen und auf- wendige Heizungs- und Lüftungsanlagen wür- den somit entfallen. Mit dem Verzicht auf ein Fumoir reduzieren sich die Investitionskosten auf rund Fr. 296 000. Für allfällige Massnahmen (Fumoirersatz) im Aussenreich liegt keine Kostenberechnung vor. Ein Jubiläumsbeitrag von Fr. 150 000 ist gerechtfertigt. bewilligter Betrag Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass der gewährte Betrag nur für den sanitären Ausbau und die Erneuerung der Tonanlage verwendet werden darf.
21. Sonderschau «tunZürich.ch» Bereich Bildung Gesuchstellende Handelskammer des Kantons Zürich: Zweck Organisation des Vereins ist die Förderung von branchen- übergeordneten wirtschaftspolitischen Inte- ressen. Projektrahmen In den Bereichen Technik und Naturwissen- schaft fehlt es zunehmend an Fachleuten. Des- halb ist es notwendig, Schweizer Schülerinnen und Schüler früh an diese Berufsfelder heran- zuführen und auf die Attraktivität der ent- sprechenden Berufe hinzuweisen. Projektinhalt Im Rahmen der Züspa 2011 soll mit der Sonderschau «tunZürich.ch» das Interesse an technischen und naturwissenschaftlichen Be- rufsfeldern bei Kindern und Jugendlichen, Eltern und Lehrer gefördert werden. Die Sonderschau versteht sich als Forschungslabor und Erlebniswerkstatt, die zum Mitwirken, Experimentieren, Staunen und Entdecken einlädt. Sie wird betrieben durch zahlreiche Förderinitiativen, die sich zum Ziel gesetzt haben, technische und naturwissenschaftliche Nachwuchskräfte zu fördern. Ein vergleich- bares Vorhaben wurde im Februar 2010 in Basel als Pilotversuch erfolgreich durchgeführt. Gesamtkosten Fr. 380 000 Gewünschter Betrag Fr. 40 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Handelskammer beträgt Fr. 40 000. Von der Stadt Zürich wird ein Bei- trag von Fr. 40 000, von Geldgebern aus der Wirtschaft werden Fr. 260 000 erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Bemühungen, das Interesse von Kindern und Jugendlichen für Technik und Naturwissenschaft zu fördern, sind unter- stützenswert. bewilligter Betrag Fr. 40 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass sich die Stadt Zürich mit einem gleich hohen Beitrag an die Kosten der Sonderschau beteiligt. Sollte die Stadt ihren Beitrag kürzen, würde der Beitrag des Kan- tons demjenigen der Stadt angepasst.
22. Holocaust-Gedenktag, Starthilfe Bereich Bildung Gesuchstellende Volksschulamt der Bildungsdirektion: Im Volksschulamt ist die Fachstelle schule&kul- tur eingegliedert, die den Schulen kulturelle und besondere pädagogische Vorhaben anbie- tet. Projektrahmen Gestützt auf eine Resolution der europäischen Bildungsministerinnen und -minister, empfahl die Schweizerische Erziehungsdirektorenkon- ferenz (EDK) 2004, an den Schulen einen «Tag des Gedenkens an den Holocaust und der Verhütung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit» durchzuführen. Die Kantone BE, BS, GE und LU sind dieser Empfehlung bereits nachgekommen. Die Bildungsdirektion hat beschlossen, die Empfehlung der EDK aufzugreifen und den Schulen im Sinne eines Thementages alle drei Jahre entsprechende Veranstaltungen anzu- bieten. Die Bildungsdirektion ersucht um einen Starthilfebeitrag für die Durchführungen 2011, 2014 und 2017. Projektinhalt Ziel ist es, an den Holocaust, weitere Genozide und die Ideologien zu erinnern, die zu derarti- gen Verbrechen führen können. Das Angebot für 2011 umfasst drei Möglichkeiten: ein Forumtheater zum Thema «Was bedeutet uns der Holocaust heute?» (ab dem 14. Alters- jahr), Begegnungen mit Holocaust-Über- lebenden und ein Theater für die Primarstufe (ab dem 10. Altersjahr). Klassen, die sich für eines der Angebote interessieren, können sich direkt bei den Institutionen anmelden, welche die einzelnen Veranstaltungen anbieten. Das Interesse ist sehr gross und liegt weit über den Erwartungen. Die Durchführung 2011 wird in- tern begleitet und nachbearbeitet. Es ist vor- gesehen, bei positiver Beurteilung, 2014 ein Filmprojekt und wiederum ein Forumtheater anzubieten. Für 2017 sollen dann gänzlich neue Angebote ins Programm aufgenommen wer- den.
Gesamtkosten für Durchführungen 2011, 2014 und 2017 Fr. 345 000 Gewünschter Betrag Fr. 345 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Zürich stellt dem Forumtheater gra- tis einen Proberaum zur Verfügung. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Für die Herausbildung eines historischen Bewusstseins ist es wertvoll, wenn sich Heranwachsende mit dem Thema Völker- mord auseinandersetzen können. Weil das Vorhaben so bedeutend ist und weil möglichst vielen Klassen die Möglichkeit geboten wer- den soll, am Holocaust-Tag teilzunehmen, ist es nicht gerechtfertigt, von den Gemeinden oder Schulgemeinden eine Kostenbeteiligung zu verlangen. Dies könnte in einzelnen Fällen dazu führen, dass eine Klasse auf eine Teilnah- me verzichten müsste. Vielmehr ist es ange- bracht, dass die Kosten für die Startphase voll- umfänglich durch den Lotteriefonds über- nommen werden. bewilligter Betrag Fr. 345 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgenden Auflagen verbunden: – Nach 2017 sind keine Beitragsleistungen des Lotteriefonds mehr möglich, da der Fonds – mit Ausnahme von Startphasen/ Anschubfinanzierungen – keine wiederkeh- renden Veranstaltungen unterstützen darf. Bis 2017 hat das Volksschulamt abzuklären, wie die Holocaust-Tage nach 2017 zu finanzieren sind. – Die Auszahlung des Betrages erfolgt in Tranchen. Die Auszahlung der Tranche 2011 (Fr. 115 000) kann sofort erfolgen. Die wei- teren Tranchen werden ausbezahlt, wenn die Bildungsdirektion die Rechnung der vergangenen Durchführung und das Budget der anstehenden Durchführung geprüft und bewilligt hat.
23. Kampagne Internationales Jahr des Waldes 2011 Bereiche Ökologie, Bildung Gesuchstellende Amt für Landschaft und Natur (ALN) der Organisation Baudirektion: Die Abteilung Wald ist Be- standteil des ALN. Die Aufgabe der Abteilung besteht unter anderem darin, die Öffentlich- keit über die Bedeutung des Waldes zu orien- tieren. Projektrahmen Die UNO hat 2011 zum Internationalen Jahr des Waldes erklärt. Rund ein Drittel der Kan- tonsfläche ist bewaldet, somit prägt der Wald auch das Zürcher Landschaftsbild entschei- dend mit. Die Abteilung Wald möchte das UNO-Jahr zum Anlass nehmen, um der breiten Bevölkerung sowie den wirtschaftlichen und politischen Entscheidungsträgern im Kanton unter dem Merksatz «Dä Züriwald bringts für alli!» die ökologische, erholungsmässige und wirtschaftliche Bedeutung des Waldes aufzu- zeigen. Gleichzeitig soll die Bevölkerung moti- viert werden, den Wald vor Ort kennenzu- lernen und zu erleben. Projektinhalt Geplant sind neben einer Medienkampagne einerseits Publikationen (unter anderem ein Waldexkursionsführer, der sowohl auf Papier als auch elektronisch verfügbar sein wird); anderseits zahlreiche lokale Aktivitäten (Waldführungen für Schulen beziehungsweise für die interessierte Bevölkerung). Nebst den Medien und Tourismusorganisationen sind vor allem die Schulen ein wichtiger Partner. Für sie wird besonderes didaktisches Material bereitgestellt. Einzelne Aktivitäten aus dem Jubiläumsjahr werden bis 2013 weitergeführt, da 2012 der Schweizer Forstverein seine Jahresversammlung in Zürich abhält und 2013 der Verband Zürcher Forstpersonal sein 100- jähriges Bestehen feiern kann. Beide Anlässe eignen sich, um nochmals auf die Bedeutung des Waldes hinweisen zu können. Gesamtkosten 2011–2013 Fr. 686 000 Gewünschter Betrag Fr. 450 000
Übrige Finanzierung Die Baudirektion erbringt vorgegebene (wie- derkehrende) Pflichtaufgaben (Drucksachen, Website) für Fr. 105 300. Von der Wirtschaft werden rund Fr. 130 000 erwartet. Der Rest muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Themenjahr bietet die gute Möglichkeit, Interesse und Verständnis für die Bedeutung, die Pflege und die Nutzung des Zürcher Waldes zu wecken. bewilligter Betrag Fr. 450 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die Abteilung Wald für die Arbeiten auf Stufe Volksschule ein Kon- zept über die inhaltlichen und pädagogischen bzw. didaktischen Ziele und Massnahmen des Aktionsjahres erstellt. Ein Beitragsanteil von Fr. 225 000 wird erst ausbezahlt, wenn die Bil- dungsdirektion das Konzept genehmigt hat.
24. Jubiläumspublikation «100 Jahre Zürcher Kantonal-Schwinger- verband» Bereich Freizeit Gesuchstellende Zürcher Kantonal-Schwingerverband: Er be- Organisation zweckt die Förderung und Pflege des Schwin- gens. Der Verband verfügt im Kanton über acht Schwingklubs mit insgesamt rund 5300 Mit- gliedern. Projektrahmen Der Verband feiert 2011 sein 100-Jahr-Jubi- läum. Aus diesem Anlass findet im Oktober 2011 eine Feier statt, zudem möchte der Ver- band eine Jubiläumsbroschüre herausgeben. Projektinhalt Die Broschüre zeigt auf 208 Seiten (rund 180 Abbildungen) die Geschichte des Schwing- sportes im Kanton auf. Die Publikation soll gratis an Mitglieder und Teilnehmer der Jubi- läumsfeier abgegeben werden. Der voraus- sichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 30. Vorge- sehen ist eine Auflage von 1000 bis 1500 Ex- emplaren. Gesamtkosten Fr. 66 940 Gewünschter Betrag Fr. 15 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Verbandes beträgt Fr. 22 000. Aus dem Verkauf der Jubiläums- publikation werden Fr. 8100, von der Stand- ortgemeinde der Jubiläumsfeier (Dürnten) ein indirekter Beitrag von Fr. 6000 erwartet. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der Publikation liegt eine Geschichte dieses volkstümlichen Sports im Kanton vor. bewilligter Betrag Fr. 15 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton drei Gratis- exemplare der Publikation abgegeben wer- den.
25. Publikation Schloss Wart Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Kulturkommission Gemeinde Neftenbach Organisation Projektrahmen Das Schloss Neftenbach ist ein bedeutender neugotischer Bau der Gründerzeit mit einer reichen historisierenden Ausstattung. Der Bau wurde 1889–1891 vom bekannten Winterthu- rer Architekten Ernst Jung (1841–1912) errich- tet. Seit 1979 ist das Schloss Schutzobjekt von kantonaler Bedeutung. Der Neftenbacher Lokalhistoriker Eugen Ott gelangte vor rund 20 Jahren in den Besitz von umfangreichem Material zum Schloss und verfasste, auch ge- stützt auf Recherchen im Ausland, eine Mono- grafie. Projektinhalt Die Publikation führt in vier Kapiteln durch die Geschichte des Schlosses (Schlossherr, Stammschloss, Das Schloss in der Belle Epoque, Das Schloss im 20. Jahrhundert). Das Buch wird 2011 im Chronos-Verlag (in einer Auflage von 500 Exemplaren) erscheinen und rund 130 Seiten mit etwa 80 Illustrationen um- fassen. Der Verkaufspreis beträgt voraussicht- lich Fr. 48. Gesamtkosten Fr. 34 100 Gewünschter Betrag Fr. 10 000
Übrige Finanzierung Die Gemeinde Neftenbach leistet einen Beitrag von Fr. 10 000, die Stadt Winterthur Fr. 2000. Die Einnahmen aus dem Verkauf sind mit Fr. 4800 budgetiert. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit dem Buch werden der inte- ressierten Öffentlichkeit zahlreiche neue Quel- len zu diesem besonderen Bauwerk eröffnet. bewilligter Betrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton gratis 23 Beleg- exemplare abgegeben werden.
26. Erneuerung der Ausstellung «Horgener Kultur» Bereich Archäologie Gesuchstellende Stiftung für das Ortsmuseum und die Chronik der Ge- Organisation meinde Horgen: Das Ziel der Stiftung ist es, ein Ortsmuseum zu betreiben. Die Standortge- meinde unterstützt das Museum mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von Fr. 10 000 und indirekten Leistungen von rund Fr. 90 000. Projektrahmen Als «Horgener Kultur» wird eine archäologi- sche Fundmaterialgruppe bezeichnet, die für jungsteinzeitliche Fundstellen in der Nordost- schweiz aus der Zeit zwischen 3300 und 2900 v. Chr. typisch ist. Vor rund zehn Jahren konn- te im Ortsmuseum Horgen eine kleine Dauer- ausstellung zur «Horgener Kultur» eingerich- tet werden. Rettungsgrabungen der letzten 20 Jahre haben wichtige neue Erkenntnisse zum damaligen Alltag geliefert. Da der Kanton über kein eigenes historisches Museum ver- fügt, können diese neuen Erkenntnisse dem Pu- blikum nur bedingt zugänglich gemacht wer- den. Eine neue Ausstellung im Ortsmuseum Horgen bietet die Möglichkeit, den heutigen Wissensstand gut verständlich darzustellen. Die Eröffnung der Ausstellung ist für Anfang 2012 geplant. Projektinhalt Im Erdgeschoss des Ortsmuseums können neu 70 m2 für die Ausstellung zum Thema ge- nutzt werden. Sie umfasst neben zahlreichen Exponaten zwei wandfüllende Bilder, welche
die Landschaft und die Siedlungsform um 3000 v. Chr. zeigen. Hinzu kommt eine For- schungsstation mit Touchscreen, die anhand der Horgener Fundstellen Auskunft gibt über archäologische Themen wie Ausgrabungen, Konservieren, Funderhaltung, Altersbestim- mung usw. Die neue Ausstellung richtet sich besonders an Familien, Jugendliche und Schü- lerinnen und Schüler. Gesamtkosten Fr. 123 000 Gewünschter Betrag Fr. 40 000 Übrige Finanzierung Die Gemeinde unterstützt das Ausstellungs- projekt mit Fr. 20 000. Von zwei Stiftungen be- stehen Zusagen über Fr. 45 000. Der offene Restbetrag von Fr. 43 000 muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die neue Dauerausstellung in Horgen ermöglicht es, bedeutungsvolle Zeug- nisse der jungsteinzeitlichen Besiedelung der Ufer des Zürichsees und neue damit zusam- menhängende Erkenntnisse der interessierten Bevölkerung zugänglich zu machen. bewilligter Betrag Fr. 40 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Stiftung hat eine ausgewiesene Fach- person zu beauftragen, die Inhalte der Ausstellung festzulegen. – Insbesondere wegen des Bildmaterials und der Ausleihe von Fundmaterial hat die Stif- tung frühzeitig mit der Kantonsarchäologie Kontakt aufzunehmen. – Die restauratorischen Vorgaben der Kan- tonsarchäologie müssen befolgt werden.
27. Pilotvorhaben WIKIP – Winterthurer Präventions- und Versorgungskonzept für «Kinder psychisch kranker Eltern» Bereiche Soziales, Gesundheit, Bildung Gesuchstellende Integrierte Psychiatrie Winterthur-Zürcher Organisationen Unterland / Kantonsspital Winterthur: Beide Institutionen beschäftigen sich seit 2002 mit dem Thema «Kinder psychisch kranker Eltern».
Projektrahmen 2003 wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenpsychia- trie, der Jugend-, Familien- und Sozialhilfe, von Schulen und Spitex-Organisationen sowie der Ärzteschaft, die das Thema der besseren Betreuung von Angehörigen und engen Be- zugspersonen psychisch Kranker anging. Sie stellte fest, dass bei Kindern und Jugendlichen in entsprechenden Familien grosse Versor- gungsdefizite bestehen. In Zusammenarbeit mit dem Departement Soziale Arbeit der Zür- cher Hochschule für angewandte Wissenschaf- ten führte die Arbeitsgruppe von 2005 bis 2008 in der Region Winterthur eine Studie zum Thema durch. Die Studie zeigte (bei einer zunehmenden Tendenz psychischer Erkran- kungen), dass Kinder psychisch kranker Eltern vielfältigen Belastungen und Überforderungen ausgesetzt sind, vernachlässigt und häufiger krank werden. Allein in der Region Winter- thur sind 700 Kinder von diesem Problem betroffen. Festgestellt wurde auch, dass in zu vielen psychiatrischen Einrichtungen und so- zialen und schulischen Institutionen Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen vergessen gehen, unter anderem weil meist keine offi- zielle Zusammenarbeitsübereinkünfte zwi- schen den unterschiedlichen Versorgungs- systemen bestehen. Ziel von WIKIP ist es, im Rahmen einer Pilot- phase das frühzeitige Erkennen und Behan- deln entsprechender Familien beziehungs- weise ein Frühwarnsystem auszutesten, um da- durch die psychiatrische und soziale Versor- gung von Familien mit psychisch kranken und suchtkranken Eltern und die Situation der Kinder zu verbessern. Das Konzept wurde in enger Zusammenarbeit auch mit den kantona- len Jugendhilfestellen der Bildungsdirektion entwickelt. Projektinhalt Im Rahmen einer dreijährigen Pilotphase (bis September 2013) sollen entsprechende Mass- nahmen erarbeitet und umgesetzt werden.
Diese beruhen auf einem 4-Säulen-Modell: Auf- klärung, Vorsorge und Früherkennung (Säule 1), soziale Unterstützung und Beratung für betroffene Familien sowie Erziehungsberatung (Säule 2), Therapie und Behandlung von Kindern, die bereits selbst Symptome zeigen (Säule 3), und Kinderschutz (Säule 4). Im Rah- men des Vorhabens sollen Versorgungsleis- tungen entwickelt, geplant und koordiniert, Schulungsunterlagen erstellt sowie Sensibili- sierungs- und Weiterbildungsprogramme für Betroffene, Angehörige und Fachleute erar- beitet werden. Die Pilotphase wird von einer unabhängigen Stelle evaluiert. Es ist davon auszugehen, dass das neue Versorgungsvor- haben für andere Regionen im Kanton sowie für andere Kantone modellhaft wird. Die Bildungsdirektion hat Einsitz in die Projekt- Steuergruppe. Gesamtkosten Fr. 1 135 200 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Winterthur und Institutionen aus dem Raum Winterthur steuern Beiträge bzw. Eigenmittel von insgesamt Fr. 608 200 bei. Fr. 27 000 werden durch Pro Mente Sana bzw. das Bundesamt für Gesundheitswesen gedeckt. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben nimmt sich eines wichtigen Problemfeldes an: Psychische Er- krankungen haben in der Regel starke Aus- wirkungen auf die Familie der Erkrankten. Kinder sind dieser Situation wegen der Ab- hängigkeiten und der oft beschränkten Kom- pensations- und Ausweichmöglichkeiten in besonderem Masse ausgesetzt. Aufgrund ge- häufter Fälle ist es dringend, verbesserte Ab- klärungen in der Familie und im Umfeld psy- chisch kranker Personen durchzuführen, um damit insbesondere auch dem Kindeswohl um- fassend Rechnung zu tragen. Gezielte Unter- stützungsmassnahmen versprechen nicht nur ei- nen grossen Nutzen für die direkt Betroffenen, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes. bewilligter Betrag Fr. 500 000
28. Heft «liebesexundsoweiter3 Bereiche Gesundheit, Bildung Gesuchstellende Verein Aids-Infostelle Winterthur: Der Verein Organisation ist Träger der gleichnamigen anerkannten Fachstelle im Bereich der HIV-Prävention und der Sexualpädagogik. Sie leistet zahlreiche Ein- sätze in Volks-, Mittel- und Berufsfachschulen. Projektrahmen Das Heft «liebesexundsoweiter» ist eine Publikation von Jugendlichen für Jugendliche zu Fragen rund um den Bereich von Liebe, Be- ziehung, Sexualität und sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Heft wird alle vier Jahre durch Schülerinnen und Schüler verfasst und von der Infostelle neu herausgegeben. Es orientiert sich somit direkt an den Informa- tionsbedürfnissen der Jugendlichen und wird in den Klassen der Oberstufe als Arbeitsmittel sehr geschätzt. Projektinhalt Das aktuelle Heft wurde im Sommer 2010 mit einer Gymnasialklasse in Winterthur erarbei- tet. Es erscheint als 48-seitige Publikation in einer Auflage von 20 000 Exemplaren. Gesamtkosten Fr. 61 280 Gewünschter Betrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins Aids-Infostelle beträgt Fr. 9280. Die Stadt Winterthur beteiligt sich (neben einem Betriebsbeitrag an die Info- stelle) mit Fr. 2000. Von Stiftungen und der Aids-Hilfe Schweiz werden Fr. 20 000 erwartet. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Heft ist geeignet für den Schulunterricht. Allerdings hat der Lotterie- fonds bereits die Auflage 2006 des Heftes unterstützt (Fr. 20 000, RRB Nr. 1077/2006). Grundsätzlich unterstützt der Lotteriefonds keine wiederkehrenden Vorhaben. Da dem Heft eine hohe Qualität zukommt und in den Schulen ein grosser Bedarf danach besteht, ist im Sinne einer Ausnahme ein nochmaliger Beitrag gerechtfertigt. bewilligter Betrag Fr. 30 000
Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Zahlen und (epidemologischen) Anga- ben müssen neuer werden. Eine Modifika- tion der ursprünglichen Texte der Jugend- lichen muss zugunsten neuester Angaben in Kauf genommen werden. – Die Verteilung des Heftes ist mit dem Volksschulamt abzusprechen. – Da der Lotteriefonds eine nächste Ausgabe nicht mehr unterstützen wird, muss die Aids-Infostelle zukünftige Finanzierungs- möglichkeiten abklären.
29. «Inselfestival Rheinau» Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Pro Weinland: Der Verein setzt sich ein Organisation für eine attraktive und lebenswerte Region. Projektrahmen Unter dem Namen «Inselfestival Rheinau» soll im Zweijahresrhythmus ein von der Region mitgetragenes dreitägiges Musikfestival statt- finden. Es ist vorgesehen, dabei einerseits Werke auf künstlerisch hohem Niveau, ander- seits aber auch das breite Musikschaffen der Region vorzustellen. Das Festival bezweckt die (musikalische) Belebung der Klosterinsel. Mittelfristig soll es durch private Donatoren, Sponsoring und Billetteinnahmen selbsttra- gend werden. Für die ersten drei Aufführun- gen (2011, 2013 und 2015) wünscht Pro Wein- land eine Anschubfinanzierung. Projektinhalt Die erstmalige Durchführung ist auf das Wo- chenende vom 3. bis 5. Juni 2011 festgelegt. Das Programm vom Freitag (3. Juni 2011) be- ginnt mit einem geselligen Teil (Gaukler, Ge- schichtenerzähler), gefolgt von musikalischen Darbietungen auf Booten und auf den Plätzen der Klosteranlage. Der Samstag ist geprägt durch einen Sternmarsch, ein grosses Inselfest und die konzertante Aufführung der «Zauber- flöte». Der Sonntag gehört einer Vielzahl von Chören, Musikschulen, Vereinen und Gruppen aus der Region, angereichert durch Auftritte
von Gauklern und eines Strassentheaters. Ein Konzert einer Klezmergruppe bildet den Ab- schluss. Gesamtkosten für 2011 Fr. 382 000 Bemerkung Für die Festivals 2013 und 2015 liegen noch keine Budgets vor. Gewünschter Betrag für 2011, 2013 und 2015 Fr. 350 000 Hinweis Der Beitrag von Fr. 350 000 wird wie folgt ver- wendet: Fr. 200 000 für die erstmalige Durch- führung 2011, Fr. 100 000 für die zweite und Fr. 50 000 für eine dritte Durchführung. Übrige Finanzierung Für das Inselfestival 2011 wird mit Einnahmen von Fr. 55 000 aus dem Billettverkauf und Fr. 2000 aus dem Gastronomiebereich gerech- net. Die Gemeinde Rheinau leistet einen Bei- trag von Fr. 30 000. Von Institutionen aus der Region wird zudem ein Beitrag von Fr. 35 000 erwartet. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Zwar ist das Beitragsverhältnis zwischen Kanton und Standortgemeinde nicht ausgewogen, aber das Festival bietet eine gute Werbeplattform für die Neunutzung der Klos- terinsel. Das Vorhaben ist ehrgeizig. Da die Festivalor- ganisatoren nach Gewährung eines Beitrages der Dreijahressperrfrist unterliegen, ist es sinn- voll, im Hinblick auf eine wohl länger notwen- dige Anschubfinanzierung auch einen Beitrag für die allfällige Durchführung des Inselfesti- vals 2013 und 2015 zu bewilligen. bewilligter Betrag Fr. 350 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgenden Auflagen verbunden: – Vertretungen der Stiftung Schweizer Musik- insel Rheinau und der Baudirektion sind in das Organisationskomitee des Inselfestivals aufzunehmen. – Die Auszahlung des bewilligten Betrages erfolgt in drei Tranchen: Für 2011 kann ein Höchstbetrag von Fr. 200 000 sofort ausbe- zahlt werden. Die Auszahlung der Beiträge für die Folgeveranstaltungen erfolgt erst,
wenn die Baudirektion die Rechnung des vergangenen und das Budget des kommen- den Festivals genehmigt hat. – Da der Lotteriefonds mit Ausnahme der Startphase keine wiederkehrenden Veran- staltungen unterstützen darf, sind nach der dritten Durchführung keine Lotteriebeiträ- ge mehr für eine allfällige Fortführung des Festivals möglich.
30. Ausstellung/Publikation «Erster Weltkrieg» Bereich Bildung Gesuchstellende Arbeitsgruppe «Historisches Projekt zum Ers- Organisation ten Weltkrieg». Sie besteht aus freiberuflichen und in Institutionen (Universitäten, Museen, Archiven) beschäftigten Historikerinnen und Historikern, die sich im Hinblick auf den Jah- restag des Ausbruchs des Ersten Weltkrieges zusammengeschlossen haben. Projektrahmen Dem Ersten Weltkrieg bzw. seinen Folgen kommt epochale Bedeutung zu. 2014 jährt sich zum hundertsten Mal dessen Beginn. Dieser Krieg hat die Entwicklung der Schweiz im
20. Jahrhundert massgeblich geprägt und im politischen, sozialen und wirtschaftlichen Be- reich grosse Veränderungen ausgelöst. Trotz- dem finden sich im kollektiven Gedächtnis der Schweiz heute nur noch verhältnismässig wenig Spuren davon. Die Arbeitsgruppe will die schweizerische Geschichte des Ersten Weltkrieges aufarbeiten und mit einer zentra- len Ausstellung, mit einer Wanderausstellung und einer Publikation (sowie allenfalls einem Lehrmittel) die Bevölkerung einladen, sich vor allem mit den Folgen des Weltkrieges aus- einanderzusetzen. Vorgesehen ist, dass ein noch zu gründender Verein Projektträger wird. Projektinhalt Die zentrale Ausstellung soll im Schweizeri- schen Landesmuseum Zürich gezeigt werden. Sie ist unterteilt in drei grosse Bereiche: die sozialen Milieus (Arbeiter, Bürgertum, Bauern) und die Folgen des Krieges, die da- malige Stimmung in den verschiedenen Landes- teilen (mit einer multimedialen Präsentation)
und kommentierte Artefakte und Fotos. Die geplante Wanderausstellung bietet eine Er- gänzung, indem sie stärker regionale Aspekte miteinbezieht. Zielpublikum beider Ausstel- lungen ist die interessierte breite Öffentlich- keit, insbesondere aber sind es Schulen. Als Begleitpublikation ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung in gut verständlicher Sprache vorgesehen. Das inhaltliche Schwergewicht aller Vorhaben wird auf die Politik-, Alltags-, Sozial-, Gender- und Wirtschaftsgeschichte gelegt. Dabei interessieren insbesondere die Anpassungsleistungen und Verhaltensände- rungen der verschiedenen Schichten im Laufe des Krieges, die Wahrnehmung des Kriegsge- schehens sowie deren Auswirkungen auf die Bevölkerung. Die Recherchen und Teilarbei- ten für Ausstellungen und Publikation werden zu einem Teil von Studierenden im Rahmen ihrer Ausbildung an Universitäten (Zürich, Basel, Lausanne, Genf, Freiburg i. Br. und Innsbruck) geleistet. Gesamtkosten ohne Wanderausstellung Fr. 900 000 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Der Finanzierungsplan weist eine Eigenleistung der Arbeitsgruppe von Fr. 100 000 und Beiträge anderer Kantone von Fr. 100 000 aus. Erwartet werden Zuwendungen von der Stadt Zürich (Fr. 20 000) und von Stiftungen (Fr. 180 000). Der Finanzierungsplan muss vollständig über- arbeitet werden (vgl. Auflagen). Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Gesuchsteller sind aner- kannte und sehr gut vernetzte Fachleute. An- gesichts der grossen Bedeutung des Vor- habens und des grossen Bedarfs nach qualifi- zierten schweizerischen Untersuchungen zur Zeit des Ersten Weltkrieges und nach einer modernen, publikumsnahen Vermittlung ist eine grosszügige Unterstützung gerechtfertigt. Allerdings enthält das vorliegende Konzept noch keine Details, sodass ein Beitrag nur im
Sinne eines Kostendaches gewährt werden kann und an mehrere Auflagen gebunden werden muss. bewilligter Betrag Fr. 500 000 Auflagen Die Gewährung des Vorhabens ist an folgende Auflagen gebunden: – Der gewährte Beitrag stellt ein Kostendach dar. – Die erste Tranche von Fr. 100 000 kann im Sinne eines Projektierungskredites bzw. einer Anschubfinanzierung sofort ausbe- zahlt werden und muss vor allem zur Erar- beitung eines Ausstellungskonzeptes ein- gesetzt werden. – Die zweite Tranche (höchstens Fr. 200 000) wird ausbezahlt, wenn ein umfassendes De- tailkonzept vorliegt. Dieses Konzept muss unter anderem folgende Informationen umfassen: – Inhaltliche Bezeichnung der einzelnen Teil- projekte (einschliesslich Ausstellungskon- zept); – detaillierte Aufstellung der Gesamtkosten; – Kostenaufstellung für die Teilprojekte; – nachvollziehbarer Finanzierungsplan für den Kanton (enthaltend Beitragsleistungen des Bundes und anderer Kantone); – konkrete Darlegung des Einbezugs aus- serkantonaler Universitäten und anderer Forschungsinstitutionen (mit Hinweisen auf ausländische Grossprojekte für 2014). Das Staatsarchiv wird das Detailprojekt prüfen und dem Lotteriefonds mitteilen, welcher Teilbetrag konkret ausbezahlt werden kann. – Die dritte Tranche (höchstens Fr. 200 000) wird ausbezahlt, wenn feststeht, dass der Bund, andere Kantone und die Stadt Zürich sich im vorgesehenen Umfang an der Mitfi- nanzierung beteiligen. Wird die vorgesehe- ne Mitfinanzierung nicht erreicht, wird die dritte Tranche entsprechend gekürzt.
31. Jubiläum Marionettentheater Winterthur Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Winterthurer Marionetten (VWM): Organisation Der Verein fördert das Figurentheater, ins- besondere das Marionetten Theater im Waag- haus. Es feiert in der Spielzeit 2010/11 sein 50-Jahr-Jubiläum. Das Theater wird von der Stadt Winterthur mit jährlich Fr. 74 000 sub- ventioniert, zudem stellt die Stadt dem Thea- ter die Räumlichkeiten im Waaghaus ohne Kostenbelastung zur Verfügung. Projektrahmen Der VWM organisiert jährlich rund 80 Vor- stellungen im Bereich des Figurentheaters sowie Konzerte und weitere Veranstaltungen. Die Jubiläumsspielzeit soll um Sonderveran- staltungen und besondere Vorhaben berei- chert werden. Projektinhalt Die Jubiläumsaktivitäten betreffen drei Berei- che: Einerseits finden während der Saison 2010/11 besondere Veranstaltungen und Ak- tionen (auch Medienaktionen) statt. Deshalb möchte der Verein den Personalbestand der Theaterleitung für die Dauer eines Jahres um 40% aufstocken. Die Kosten für diesen Teilbe- reich betragen Fr. 118 000. Sodann findet vom
25. bis 28. Februar 2011 ein grosses Jubiläums- wochenende statt. Dafür wird mit Kosten von Fr. 4000 gerechnet. Zudem sollen mehrere In- vestitionen für insgesamt Fr. 101 000 getätigt werden (neue Bestuhlung im Theaterraum, Kauf von Tischen und eines Tanzteppichs, Er- neuerung der Licht- und Tonanlage sowie des Bühnenbodens usw.). Gesamtkosten Fr. 282 000 Gewünschter Betrag Fr. 125 000 Übrige Finanzierung Die ehrenamtliche Eigenleistung des Vereins (nicht im Budget enthalten) beträgt rund Fr. 64 000. Die Stadt Winterthur unterstützt die Jubiläumsaktivitäten mit zusätzlichen Fr. 30 000. Von Stiftungen und Gönnern beste- hen Zusagen von Fr. 100 000. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Marionettentheater leistet einen bedeutsamen Beitrag an die kulturelle
Vielfalt der Stadt Winterthur. Aus Anlass des Jubiläums ist es gerechtfertigt, dem Theater eine befristete Aufstockung der Theaterleitung zu ermöglichen, damit die angestrebte Quali- tät der Jubiläumsveranstaltungen gesichert werden kann. bewilligter Betrag Fr. 125 000
32. Schul-Set und Besuch der Frauen-Eishockey-WM für Schülerinnen und Schüler Bereiche Freizeit/Sport Gesuchstellende Organisationskomitee Fraueneishockey-WM: Organisation Es organisiert im Auftrag des Schweizerischen bzw. des Internationalen Eishockey-Verbandes die WM 2011. Projektrahmen Vom 16. bis 25. April 2011 findet in Zürich und Winterthur die Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Am Turnier nehmen Kanada, die USA, Schweden, Finnland, Russland, die Slowakei, Kasachstan und die Schweiz teil. Für den Gesamtanlass sind Kosten von rund 1,6 Mio. Franken budgetiert. Projektinhalt Das Organisationskomitee hat in Zusammen- arbeit mit der Fachstelle für Gleichstellung des Kantons und mit den Schul- und Sportäm- tern der Städte Zürich und Winterthur ein Set für den Schulunterricht erarbeitet. Im Set wer- den unter anderem folgende Themenbereiche behandelt: Eishockey als Sport (Bedeutung des Sports in der Gesellschaft), die Frau im Sport (gibt es Gleichstellung im Sport?), Geschlechterrollen in der Gesellschaft, Länder- kunde (Kulturen, Sprachen usw. der teilneh- menden Länder). Das Set wird in drei Aus- gaben für jeweils unterschiedliche Alterskate- gorien elektronisch abrufbar sein, aber auch in Form einer DVD abgegeben. Parallel dazu plant das Organisationskomitee, rund 2000 Schülerinnen und Schülern im Klassenver- band einen Gratiseintritt für einen Spiel- besuch zu ermöglichen. Die entsprechenden Eintrittskarten werden dem Kanton für einen Pauschalpreis von Fr. 16 000 abgegeben.
Gesamtkosten für Set und WM-Besuch von Klassen Fr. 46 000 Gewünschter Betrag Fr. 46 000 Übrige Finanzierung Die Städte Zürich und Winterthur ermögli- chen den Spielorganisatoren die kostenlose Nutzung der jeweiligen Kunsteisbahn (je Fr. 150 000), das Elektrizitätswerk Zürich und der Internationale Eishockey-Verband spon- sern das Vorhaben. Der Kanton leistet über den Sportfonds und die Standortförderung insgesamt Fr. 35 000. Noch nicht gedeckt sind unter anderem Kosten für Aktionen zugunsten der Schulen, eine geplante Ausstellung mit dem Sportmuseum Basel und Aktionen für die Nachwuchsförderung. Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit dem Set können konkrete Anregungen für die Beschäftigung mit der Eishockey-WM ausgelöst werden. Der Besuch eines Spiels bietet Einblick in eine Sportart, die noch immer das Image eines Männerspor- tes aufweist. bewilligter Betrag Fr. 46 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgenden Auflagen verbunden: – Die Anregungen der Fachstelle für Gleich- stellung sind für den Unterricht zu übernehmen. – Wenn organisatorisch möglich, ist die Abga- be der Eintrittskarten mit einem Nachweis zu verbinden, dass in der Schule vorgängig eine Auseinandersetzung und Vorbereitung mit den zur Verfügung gestellten Materialien stattfindet. – Die Möglichkeit, ein WM-Spiel zu besu- chen, muss grundsätzlich auch Klassen aus Privatschulen offenstehen.
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000 000): in Franken
1. Theater für den Kanton Zürich Jubiläumsbeitrag 460 000
2. Bibliomedia Schweiz Projektbeitrag 80 000
3. Gemeinde Flaach Investitionsbeitrag 500 000
4. Verein Tanz in Winterthur Investitionsbeitrag 10 000
5. Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich Druckkostenbeitrag 15 000
6. Festival Blickfelder Starthilfebeitrag 2011 und 2013 400 000
7. Verein Europäisches Freiwilligenjahr 2011 im Kanton Zürich Beitrag für Aktionsjahr 500 000
8. Verein Museum Schloss Kyburg Projektierungskredit 400 000
9. Verein Hipude Druckkostenbeitrag 40 000
10. Fotostiftung Schweiz Beitrag für Aufarbeitung und Inventarisierung 200 000
11. Ritterhausgesellschaft Bubikon Investitionsbeitrag 35 000
12. ZVS / Bird Life Projektbeitrag 500 000
13. OK 1200 Jahre Stadt Bülach Jubiläumsbeitrag 250 000
14. Stiftung Schul- und Volkssternwarte Bülach Investitionsbeitrag 450 000
15. Via Storia Starthilfebeitrag 115 400
16. Chronik-Kommission Stammertal Publikationsbeitrag 150 000
17. Verein Patientenstelle Zürich Jubiläumsbeitrag 15 000
18. Verlag rüffer & rub Publikationsbeitrag 5 000
19. Verein Humen Ausstellungsbeitrag 100 000
20. Salzhaus GmbH Winterthur Investitionsbeitrag 150 000
in Franken
21. Zürcher Handelskammer Beitrag an Sonderschau 40 000
22. Bildungsdirektion Volksschulamt Starthilfebeitrag Holocaust-Gedenktag 345 000
23. Baudirektion, Amt für Landschaft und Natur Beitrag an Kampagne 450 000
24. Zürcher Kantonal-Schwingerverband Jubiläums-Druckkostenbeitrag 15 000
25. Gemeinde Neftenbach Druckkostenbeitrag 10 000
26. Stiftung für das Ortsmuseum Horgen Ausstellungsbeitrag 40 000
27. Arbeitsgruppe Kinder psychisch kranker Eltern Beitrag an Pilotprojekt 500 000
28. Aids-Infostelle Winterthur Publikationsbeitrag 30 000
29. Pro Weinland Starthilfe Inselfestival Rheinau 350 000
30. Arbeitsgruppe Erster Weltkrieg Projektbeitrag 500 000
31. Marionettentheater Winterthur Jubiläumsbeitrag 125 000
32. Organisationskomitee Eishockey-Weltmeisterschaft der Frauen Beitrag für Lernset und Gratisbesuch von Schulklassen 46 000 Total 6 826 400
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi