Projektanträge im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 1. Quartal 2011, Freigabe
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 6. April 2011
410. Projektanträge der Bildungsdirektion im Rahmen des Standardprozesses der Immobilienverordnung, 1. Quartal 2011
A. Standardprozess Nettoinvestitionen Hochbau Die Immobilienverordnung vom 24. Januar 2007 (ImV) regelt die Planung und Steuerung des Bestandes und der Nutzung der Betriebs- liegenschaften des Kantons, die Abwicklung von Nettoinvestitionen im Hochbau, die solche Liegenschaften betreffen, und die Bewirtschaftung der Liegenschaften (§ 1 ImV). Für die Abwicklung von Investitionspro- jekten im Hochbau gilt der Standardprozess, wie er in den §§ 8 ff. ImV beschrieben ist. Die vorliegenden Projektanträge halten die Ergebnisse der Projektskizzenprüfung und der Nutzwertanalyse fest. Die angewen- dete Gewichtung der Kriterien der Nutzwertanalyse wurde mit RRB Nr. 429/2009 festgelegt. Stimmt der Regierungsrat den Projektanträgen zu, werden die Pro- jekte für die nachfolgende Phase des Standardprozesses freigegeben. Über die weitere Entwicklung der Projekte wird gemäss Zuständigkeit nach dem allgemeinen Finanzhaushaltsrecht im Rahmen von Aus- gabenbewilligungen entschieden.
B. Projektanträge Gemäss § 15 ImV entscheidet der Regierungsrat über die Projekt- anträge von Projekten der Klasse 1 und 2. Damit werden diese Vor- haben für die nächste Phase des Standardprozesses (Vorstudie) frei- gegeben. In der Phase Vorstudie wird das Projekt weiterentwickelt. In einzelnen Fällen (insbesondere bei Kleinvorhaben und Ersatzinves- titionen) ist die Phase Vorstudie weder erforderlich noch zweckmässig. Dann wird das Vorhaben direkt für die Phase Projektierung freigege- ben. In dieser Phase wird das Projekt zur Baureife entwickelt. Sämtliche nachstehend aufgeführten Projektanträge haben die vorgängige Nutz- wertanalyse gemäss § 12 ImV mit einem genügend hohen Nutzwert abgeschlossen. Der Nutzwert bildet die Grundlage für die Ermittlung der Realisierungsreihenfolge. Die aufgeführten Nettoinvestitionssum- men zu den einzelnen Projekten sind als erste, der aktuellen Phase ent- sprechende, Kostenannahmen zu interpretieren.
Tabelle 1: Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV Objekt Projekt Realisierung Nettoinvestitionen Davon Nutzer Schule Hochbau Projektierung in Franken in Franken
1. Zürich Universität, Irchel, Einbau Büro 2011 150 000 15 000 Winterthurerstrasse 190, in Eingangshalle Bau Y 12, Informatikdienste Hochschulamt
2. Zürich Universität, Überdachung 2011 320 000 30 000 Mensa Künstlergasse 10, Aussenbereich Zentrale Dienste Hochschulamt
3. Zürich Universität, Sanierung Personensuch- 2011 340 000 15 000 Plattenstrasse 11, und Alarmanlage (PSA), Zentrum für Zahnmedizin Brandmeldeanlage (BMA) Hochschulamt sowie Liftanlagen
Projektanträge Investitionsvorhaben Klasse 2 gemäss § 10 Abs. 1 lit. b ImV
1. Universität Zürich, Irchel Y12, Informatikdienste, Einbau Büro in Eingangshalle Ausgangslage Die Abteilung Multimedia & E-Learning-Services (MELS) der In- formatikdienste belegt mit einem Team von 16 Mitarbeitenden insge- samt vier Büros mit einer Gesamtfläche von 100 m2. Den Mitarbeiten- den stehen durchschnittlich je 6,25 m2 für den persönlichen Arbeitsplatz zur Verfügung. Dieser Umstand ermöglicht kein produktives Arbeiten. Sämtliche Mitarbeitende haben zudem intensiven Kontakt (persönlich oder telefonisch) mit den Nutzenden, um Projekte oder betriebliche Angelegenheiten zu besprechen, was den Betrieb zusätzlich stört. Aus diesem Grund und wegen mangelnder Besprechungsmöglichkeiten werden Gespräche immer häufiger in Gängen und Eingangshallen ge- führt. Diesen Umständen kann nur mit einem Einbau eines zusätzlichen Büros in der Eingangshalle Abhilfe geschaffen werden. Projektziele / Nutzwertanalyse Mit dem Büroeinbau sollen für die Mitarbeitenden wieder zumut- bare Platzverhältnisse geschaffen werden. Eine störungsfreie Kommu- nikation mit den Nutzenden wird wieder möglich und die Mitarbeiten- den erhalten bessere Bedingungen, um ihrer Arbeit im erforderlichen Rahmen nachgehen zu können.
Der Einbau des zusätzlichen Büros geht zulasten der öffentlichen Arbeitsplätze. Diese wurden beim letztmaligen Umbau im Jahr 2004 durch die Feuerpolizei beanstandet. Mit der Änderung kann diese Situation gleichzeitig behoben werden. Tabelle 2: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011 2011
Tabelle 3: Investitionen 2010 2011 2012 2013 2014 Total Investitionskosten in Franken – 150 000 – – – 150 000 Das Projekt ist im Budget 2011 bzw. in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten in- nerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität, sichergestellt.
2. Universität Zürich, Künstlergasse 10, Zentrale Dienste, Überdachung Aussenbereich Mensa Ausgangslage Wegen der gestiegenen Studierendenzahlen und der hohen Zahl der Mittagsgäste ist die Kapazitätsgrenze der Mensa im Zentrum erreicht. Deshalb muss für die Verpflegung das Sitz- und Stehangebot deutlich erhöht werden. Erste Massnahmen wurden mit weiteren Stehtischen im Lichthof und einer dichteren Bestuhlung an den bestehenden Tischen bereits getroffen. Um die Kapazität weiter erhöhen zu können, müssen die Aussenbereiche für die Verpflegung genutzt werden können. Projektziele / Nutzwertanalyse Während der wärmeren Jahreszeiten soll das heutige Sitzangebot durch eine Pergolakonstruktion im Freien, mit Sitzplätzen unter zwei grossflächigen Sonnen- und Regensegeln sowie einer Ausgabestelle mit erweitertem Angebot, ergänzt werden. Mit den geplanten Massnahmen wird die Kapazität von 304 auf 416 Aussensitzplätze erhöht. Durch ge- deckte Sitzgelegenheiten und einen Verkaufsstand im Aussenbereich kann in den milderen Jahreszeiten dem dichten Gedränge in der Mensa und den damit verbundenen Wartezeiten entgegengewirkt werden. Tabelle 4: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011 2011
Tabelle 5: Investitionen 2010 2011 2012 2013 2014 Total Investitionskosten in Franken – 320 000 – – – 320 000 Das Projekt ist im Budget 2011 bzw. in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finan- zierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität, sichergestellt.
3. Universität Zürich, Plattenstrasse 11, Zentrum für Zahnmedizin, Sanierung Personensuch- und Alarmanlage (PSA), Brandmeldeanlage (BMA) sowie Liftanlagen Ausgangslage Der Hochhaustrakt des Zentrums für Zahnmedizin ZZM ist seit längerer Zeit sanierungsbedürftig. Das Gebäude wird durch die Uni- versität intensiv genutzt. Bis zur geplanten Gesamtsanierung oder bis zu einem Abbruch ist die Sicherheit des Betriebs vollumfänglich zu gewährleisten. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, sind an den technischen Anlagen dringend notwendige Investitionen zu tätigen. Diese betreffen die Personensuch- und Alarmanlage, die Brandmelde- anlage und die Liftanlage. Es handelt sich vorwiegend um sicherheits- relevante Installationen oder um Anlagen, ohne die der Betrieb unmög- lich würde oder stark eingeschränkt wäre. Behördliche Auflagen und gesetzliche Bestimmungen zwingen ebenfalls zu vorgezogenen Sanie- rungsmassnahmen. Projektziele / Nutzwertanalyse Weil das Funknetz für Personensuch- und Alarmfunktionen veraltet ist – es gibt keine Ersatzteile und keinen technischen Support mehr –, hat die Universität begonnen, auf ein Global System for Mobile Com- munications (GSM)-Netz umzustellen. Im ZZM ist als einzigem Ge- bäude der Universität die Umstellung bisher noch nicht erfolgt. Die Abschaltung der alten Personensuch- und Alarmanlage erfordert zwin- gend den Einbau eines GSM-Netzes im Gebäude. Einige Anlageteile der Brandmeldeanlage stammen noch aus den 70er-Jahren und erfüllen die Betriebssicherheit nicht mehr. Die veralte- ten Melder sind so rasch wie möglich durch neue Brandmelder zu erset- zen, um die Sicherheit wieder herzustellen. An den Liftanlagen müssen notwendige Sanierungsarbeiten an den Winden, den Rollen und den Seilen vorgenommen werden, um den Be- trieb weiterhin gewährleisten zu können.
Tabelle 6: Termine Phase Vorstudie Projektierung Realisierung Jahre – 2011 2011
Tabelle 7: Investitionen 2010 2011 2012 2013 2014 Total Investitionskosten in Franken – 340 000 – – – 340 000 Das Projekt ist im Budget 2011 bzw. in der Realisierungsreihenfolge für den KEF 2011–2014 (RRB Nr. 1101/2010) nicht enthalten. Die Finanzierung wird durch die Verschiebung von anderen Projekten innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 7401, Universität, sichergestellt.
Auf Antrag der Bildungsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Folgende Projektanträge werden genehmigt und für die Phase Projektierung freigegeben:
1. Einbau Büro in Eingangshalle, Informatikdienste, Irchel Y12, Uni- versität Zürich;
2. Überdachung Aussenbereich Mensa, Zentrale Dienste, Künstler- gasse 10, Universität Zürich;
3. Sanierung Personensuch- und Alarmanlage (PSA), Brandmeldean- lage (BMA) sowie Liftanlagen, Zentrum für Zahnmedizin, Platten- strasse 11, Universität Zürich. II. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi