Lexipedia

Decisione

RRB Nr. 635/2010

Anfrage Ruedi Menzi, Rüti, betreffend Webmaschinen-Museum Neuthal, Beantwortung

28 aprile 2010Tedesco3 min

Source zh.ch

Anfrage Ruedi Menzi, Rüti, betreffend Webmaschinen-Museum Neuthal, Beantwortung

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich KR-Nr. 39/2010

Sitzung vom 28. April 2010

635. Anfrage (Webmaschinen-Museum Neuthal) Kantonsrat Ruedi Menzi, Rüti, hat am 8. Februar 2010 folgende Anfrage eingereicht: Das Webmaschinen-Museum Neuthal wird zurzeit von freiwilligen Helfern aufgebaut und eingerichtet. Leider bestehen am Gebäude diverse Mängel wie beispielsweise schlechte Fenster, die zur Folge haben, dass in den Räumen eine hohe Luftfeuchtigkeit resultiert. Aber auch die Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege funktioniert nicht optimal, weil diese praktisch nie erreichbar ist. Die freiwilligen Helfer sind frustriert und verunsichert. In diesem Zusammenhang bitte ich den Regierungsrat um Beant- wortung der folgenden Fragen:

Erwägungen

1. Ist der Kanton gewillt, das Gebäude so instandzustellen, dass die Ma- schinen keinen Schaden nehmen (Rostbildung)?

2. Ist der Kanton bereit, die Infrastruktur für die freiwilligen Helfer be- reitzustellen, wie beheizte Garderobe, etc.?

3. Hält der Regierungsrat am geplanten Eröffnungstermin fest?

4. Was unternimmt der Regierungsrat, um die Zusammenarbeit zwi- schen der Denkmalpflege und den freiwilligen Helfern zu verbes- sern?

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Anfrage Ruedi Menzi, Rüti, wird wie folgt beantwortet: Zu Frage 1: Die Fachstellen des Kantons, die sich mit dem Sanierungsprojekt be- fassen, sind bestrebt, das Gebäude gemäss dem von den Architekten in Zusammenarbeit mit dem Immobilienamt, dem Hochbauamt und dem Amt für Raumordnung und Vermessung (Denkmalpflege) ausgearbei- teten Projekt instandzustellen. Die am Projekt Beteiligten sind sich der grossen Verantwortung für den Erhalt der einzigartigen Sammlung be- wusst. Oberstes Ziel ist es, dass die Ausstellungsstücke keinen Schaden erleiden. Erst vor Kurzem wurde festgestellt, dass die Luftfeuchtigkeit in einem Sammlungsraum zu hoch ist. Das Problem der zu hohen Feuch-

tigkeit im Erdgeschoss des Anbaues wurde beim Aufstellen der Web- maschinen erkannt. Aufgrund der Abklärung der Ursache ist klar davon auszugehen, dass nicht die Fenster, sondern die durch das Sandstein- mauerwerk des nicht unterkellerten Gebäudes aufsteigende Feuchtig- keit das zu feuchte Raumklima bewirkt. Nach der Klärung der Ursache wurden im besagten Erdgeschossraum Ende 2009 Entfeuchtungsgeräte aufgestellt, um das Klima zu stabilisieren. Zu Frage 2: Das Sanierungsprojekt wurde im engen Einvernehmen mit allen Beteiligten und unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden kantonalen Finanzmittel ausgearbeitet. Ziel der Sanierung war die an- gemessene Instandstellung der benötigten Räume, um Betrieb und Unterhalt der Sammlung sicherzustellen. Zu keiner Zeit wurde dabei auf schwerwiegende Mängel der Infrastruktur wie beispielsweise der Garderoben für Helfer hingewiesen. Dass in der kalten Winterzeit, wenn das Industrieensemble Neuthal für das Publikum geschlossen ist, die Heizleistung nicht der Behaglichkeit eines Wohnraumes entspricht, ist unbestritten. Dies ist bereits seit der Einrichtung des Spinnereimu- seums vor rund 20 Jahren so der Fall. Zu Frage 3: Es gab keinen Grund, den Eröffnungstermin des Webmaschinen-Mu- seums Neuthal oder die Eröffnungsfeier für die Öffentlichkeit zu ver- schieben. Zu Frage 4: Die für die Ausführung und Projektsteuerung eingesetzte Arbeits- gruppe Webmaschinensammlung Neuthal setzt sich neben den Archi- tekten aus Vertretern der Gemeinden Rüti, Bäretswil und Bauma, der Gebr. Sulzer AG, dem Präsidenten des Vereins zur Erhaltung histo- rischer Industrieanlagen (Dachorganisation aller im Neuthal aktiven Betreibergruppen), dem Leiter der Webmaschinengruppe, dem Präsi- denten des Dampfbahnvereins Zürcher Oberland (DVZO) sowie Ver- tretern der kantonalen Verwaltung zusammen. Die Arbeitsgruppe hat ihre Entscheide an regelmässig stattfindenden Sitzungen in guter und konstruktiver Atmosphäre nahezu ausnahmslos einstimmig getroffen.

II. Mitteilung an die Mitglieder des Kantonsrates und des Regierungs- rates sowie an die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber: Husi