RRB Nr. 689/2013
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2013, 3. Serie
12 giugno 2013Tedesco29 min
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Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2013, 3. Serie
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 12. Juni 2013
689. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2013, 3. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Franken bewilli- gen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulas- ten dieses Gesamtbetrages sind im laufenden Jahr Beiträge von insgesamt Fr. 5 895 400 bewilligt worden. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Re- gierungsrat zulasten der Quote 2013 somit insgesamt noch Fr. 3 905 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 3. Serie 2013 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Publikationen «100 Jahre Schweizer Grafik» und «100 Jahre Schweizer Design» Bereiche Bildung, Kultur Gesuchstellende Museum für Gestaltung Zürich: Das Museum Organisation ist Teil der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Projektrahmen Als wichtigstes Haus für angewandte Kunst in der Schweiz führt das Museum vier internatio- nal bedeutende Sammlungen: Plakat, Grafik, Design und Kunstgewerbe. Zweck der Mu- seumsarbeit ist das Sammeln, Erhalten, Doku- mentieren, Erforschen und Ausstellen wesent- licher Kulturgüter aus diesen Bereichen. Noch dieses Jahr bezieht das Museum ein neues Sammlungszentrum im Toni-Areal in Zürich- West und möchte aus diesem Anlass seinen einmaligen Sammlungsbestand einer breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich machen. Projektinhalt Diese Präsentation erfolgt einerseits über die Datenbank des Museums (für Recherchen und Einzelobjektabfragen) und anderseits in ge- druckter Form durch zwei bebilderte Publika-
tionen zur Geschichte des Schweizer Designs und der Schweizer Grafik. Beide Publikatio- nen erscheinen im Verlag Lars Müller in Zü- rich. Sie umfassen jeweils rund 400 Seiten mit 500 Abbildungen. Die Auflage beträgt je 3500 Exemplare. Der Verkaufspreis für beide Bände beträgt voraussichtlich Fr. 70. Kosten Fr. 837 000 Gewünschter Betrag Fr. 290 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Museums (Personalkos- ten) beträgt Fr. 425 000. Vom Freundeskreis des Museums werden Fr. 20 000 erwartet, von der Stadt Zürich Fr. 25 000. Der Verkaufserlös ist mit Fr. 42 000 veranschlagt. Die Restkosten müs- sen über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Publikationen sind systematisch aufgebaut und richten sich gleichermassen an Fachleute, Studierende und an ein breites Publikum. Der nachgesuchte Betrag ist sehr hoch. Vom Museum kann er- wartet werden, dass es sich um einen höheren Beitrag von Dritten bemüht. Aus diesem Grund erfolgt eine Kürzung am nachgesuchten Be- trag auf Fr. 250 000. Bewilligter Betrag Fr. 250 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton je fünf Belegexem- plare der Publikationen zugestellt werden.
2. Anbauten Theater Ticino Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Wädenswiler Kulturstätten: Die Stif- Organisation tung betreibt seit 27 Jahren das Theater Ticino. Sie ist Eigentümerin der Liegenschaft See- strasse 57 in Wädenswil, der Spielstätte des Theaters. Projektrahmen Das Theater ist ein fester und wichtiger Be- standteil des kulturellen Angebotes im Kanton. Als Gastspielstätte bietet es in verschiedenen Sparten (Sprechtheater, Konzerte, Kabarett, Lesungen und Kindertheater) rund 130 Ver- anstaltungen pro Jahr, bei denen viele national
und international renommierte Künstlerinnen und Künstler auftreten. Das Theater ist in der Region breit abgestützt und erhält einen jähr- lichen Staatsbeitrag, der seit 2009 Fr. 30 000 be- trägt. Während vieler Jahre lagerte das Theater einen Teil seiner Requisiten und weiteres Bühnenmaterial in älteren Nachbargebäuden. Das Nachbarareal wird neu überbaut, dadurch entfallen die Lagermöglichkeiten. Um weiter- hin einen gut funktionierenden Theaterbetrieb zu gewährleisten, ist das Theater auf Neben- räume in unmittelbarer Nähe seines Spielortes angewiesen. Projektinhalt Deshalb sollen nun am Theatergebäude auf zwei Seiten je ein Anbau zur Lagerung von Requi- siten und technischem Material erstellt wer- den. Die dadurch entstehenden Flachdach-/ Terrassenbereiche ergänzen die vorhandenen knappen Pausenzonen und bilden eine gute Aussenergänzung. Das Bauvorhaben ist im Einvernehmen mit der Kantonalen Denkmal- pflege ausgearbeitet worden. Kosten Fr. 490 000 Gewünschter Betrag Fr. 300 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Wädenswil leistet voraussichtlich einen Beitrag von Fr. 150 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist für einen gut funktionie- renden Theaterbetrieb zweckmässig und unter den gegebenen Umständen notwendig. Die Kosten werden als angemessen beurteilt. Bewilligter Betrag Fr. 300 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Bauarbeiten erfolgen in engem Ein- vernehmen mit der Kantonalen Denkmal- pflege. – Die Stadt Wädenswil leistet den in Aussicht gestellten Beitrag. Wird dieser Betrag ge- kürzt, erfolgt am Kantonsbeitrag auch eine entsprechende Kürzung.
3. Jubiläumsbeitrag Ankauf Kunstwerke Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Nordamerika Native Museum (NONAM), Zü- Organisation rich: Das Museum zeigt Kunst und Kultur der nordamerikanischen Urbevölkerung. Projektrahmen Das NONAM ist ein bedeutendes Museum der Stadt Zürich. Es wird von der Stadt mit jährlich rund 1,7 Mio. Franken unterstützt. Vor allem bei Kindern ist es sehr beliebt. 2011 konnte es rund 14 700 Eintritte verzeichnen, unter anderem wurde es von 114 Schulklassen aus der Stadt Zürich und 84 aus dem Kanton besucht. Zur Feier seines 50-jährigen Bestehens plant das NONAM die Durchführung einer Sonderausstellung, die es dank eines Sonder- beitrages der Stadt Zürich verwirklichen will. Zudem sind der Ankauf von zeitgenössischer indianischer Kunst und die Herstellung von Filmporträts der Kunstschaffenden vorgesehen. Projektinhalt Mit dem Ankauf moderner indianischer Kunst möchte das NONAM eine Sammlungslücke schliessen und den Besuchenden ein umfas- senderes und realistisches Bild des Lebens im heutigen indigenen Nordamerika bieten. Kosten Fr. 385 000 Gewünschter Betrag Fr. 320 000 Übrige Finanzierung Die Stadt Zürich leistet einen Beitrag von Fr. 65 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Bei der Bemessung des Lotterie- fondsbeitrages ist zu beachten, dass der Kan- ton den Betrieb des NONAM nicht unter- stützt, wohingegen die Stadt Zürich eine jähr- liche Subvention und im Jubiläumsjahr einen zusätzlichen Sonderbeitrag leistet. Unter Be- rücksichtigung der Ausdehnung der Mu- seumstätigkeit und der Bedeutung, die dem Museum über die Stadt hinaus zukommt, ist ein Beitrag von Fr. 280 000 angemessen. Bewilligter Betrag Fr. 280 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Lotteriefonds eine Liste der erworbenen Kunstwerke zugestellt wird.
4. Konservierungsvorhaben Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Oskar Reinhart, Winterthur: Die Stif- Organisation tung ist Eigentümerin der Gemäldesammlung von Oskar Reinhart, die Werke des späten
18. bis frühen 20. Jahrhunderts aus Deutsch- land, Österreich und der Schweiz umfasst. Sie betreibt das Museum Oskar Reinhart am Stadt- garten, das 1951 eröffnet wurde. Projektrahmen Die Stadt Winterthur unterstützt das Museum mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von Fr 1 100 000. Die grafische Sammlung des Mu- seums umfasst rund 7000 Exemplare und wurde – im Gegensatz zu den Gemälden, die konservatorisch einwandfrei betreut wurden – seit Jahrzehnten vernachlässigt. So sind rund 98% des Grafikbestandes in holz- und damit säurehaltigen Passepartouts montiert. Zudem weisen etliche grafische Blätter wegen der un- sachgemässen Lagerung und Manipulation me- chanische und chemische Schäden auf. 3% des Sammlungsbestandes sind schwer beschädigt. Eine Konservierung ist dringend notwendig. Projektinhalt Im Sommer 2012 wurde – um Eckwerte für die Sanierung des gesamten Bestandes zu erhal- ten – aufgrund des Schadensbildes eine Aus- wahl unterschiedlich erhaltener Druckgrafiken konservatorisch behandelt. Die konservatori- sche Behandlung des gesamten Sammlungsbe- standes wird voraussichtlich 14 bis 15 Monate dauern, die Restauration der schwer beschä- digten Blätter zwischen zehn und zwölf Mona- ten. Vorgesehen ist der Einsatz von zwei aus- gewiesenen Papierrestauratoren. Kosten Fr. 697 399 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Stiftung beträgt Fr. 62 999. Die Stadt Winterthur leistet Fr. 12 000, von Drit- ten werden Fr. 122 400 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Museum bildet einen der künstlerischen Glanzpunkte im Kanton. Die
vorgesehenen Massnahmen helfen einerseits, die wertvolle grafische Sammlung auch für spä- tere Generationen zu sichern. Anderseits wird ein Teil der renovierten Blätter der Öffentlich- keit im Rahmen von Ausstellungen präsen- tiert. Bewilligter Betrag Fr. 500 000
5. Ausstellungsvorhaben «earth reloaded» Bereich(e) Ökologie, Bildung Gesuchstellende Stiftung myclimate: Die Stiftung finanziert und Organisation fördert Klimaschutzvorhaben und -massnah- men in der Schweiz und im Ausland. Projektrahmen Die Stiftung möchte die Thematik Ressourcen- knappheit, Klimawandel und nachhaltigeres Wirtschaften unter Jugendlichen thematisieren und sie dazu anregen, sich bei ihrer Berufs- wahl in nachhaltigen Berufsbereichen zu enga- gieren. Projektinhalt Myclimate versucht, dieses Ziel mit einer Wan- derausstellung zu erreichen, die von Jugendli- chen gestaltet wird: Gymnasiastinnen und Gym- nasiasten interviewen und portraitieren Gleich- altrige, die durch ihre Berufslehre direkt im Arbeitsleben stehen und miterleben, wie sich ihr Betrieb durch Energieeffizienz und erneuerbare Energien profiliert und welcher Beitrag dabei von den Lehrlingen selbst stammt. Die Portraits werden aufbereitet und in der Wanderausstellung gezeigt. Begleitend zur Ausstellung bietet Myclimate Workshops. Myclimate unterstützt zudem den Aufbau von Arbeitsgruppen an Sekundarschulen und Gym- nasien, die sich regelmässig mit der Thematik befassen. Zudem soll jedes zweite Jahr ein nationaler «earth reloaded-Gipfel» stattfinden, an dem sich Jugendliche und Berufsleute (aus Wirtschaft und Forschung) zum Thema Clean- tech austauschen. Kosten Fr. 236 000 Gewünschter Betrag Fr. 90 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung von Myclimate beträgt Fr. 15 000. Von den Kantonen AG und BS und vom Bundesamt für Umwelt wird je ein Bei- trag von Fr. 30 000 gewünscht, von der Wirtschaft insgesamt ein Beitrag von Fr. 41 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es kann dazu dienen, Jugendli- che für die Umweltthematik zu sensibilisieren. Die vom Kanton gewünschte Beitragsleistung ist jedoch im Vergleich zu den anderen erwar- teten Kantonsbeiträgen unverhältnismässig hoch. Deshalb ist eine Kürzung um Fr. 30 000 angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 60 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Das Vorhaben ist zu überarbeiten und die Sekundarstufe ist stärker zu berücksichtigen, – anstelle von Lehrpersonen sind auch KMU und die Wirtschaft in das Projekt einzubin- den. Der bewilligte Betrag wird erst ausbezahlt, wenn – eine Anpassung des Feinkonzepts, wie es die Bildungsdirektion wünscht, erfolgt ist und – die Gesamtfinanzierung gesichert ist.
6. Jubiläumsvorhaben «Colors fährt ein und färbt ab» Bereich Bildung Gesuchstellende Verein Pro Colors: Der Verein besteht seit 2008 Organisation und bezweckt, die Kreativität von Jugendlichen anzuregen. Projektrahmen Pro Colors bietet Jugendlichen unter dem Motto «musig statt gwalt» die Möglichkeit, ge- meinsam mit bekannten Künstlerinnen und Künstlern aus der Schweizer Hip-Hop und Reggae-Szene Themen wie Gewalt, Umgang mit Minderheiten oder Geschlechterbeziehun- gen aufzugreifen und ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Ausgehend von den bisherigen Er- fahrungen hat Pro Colors zum fünfjährigen Bestehen das Vorhaben «Colors fährt ein und färbt ab» entwickelt.
Projektinhalt Das Projekt sieht vor, dass Pro Colors an zehn unterschiedlichen Orten im Kanton auf dem Schulareal oder im Schulhaus eine Veranstal- tung für mehrere Klassen durchführt. Breakdan- cer und Musiker berichten den Schülerinnen und Schülern über positive Werte, Respekt, kreatives Schaffen und kulturelle Vielfalt und präsentieren Einlagen. Ebenfalls präsentieren einige Schülerinnen und Schüler ihr vorberei- tetes Programm. Das als Pilot konzipierte Vor- haben richtet sich an Schülerinnen und Schü- ler der Mittel- und Oberstufe. Insgesamt sollen rund 1500 Jugendliche erreicht werden. Die Kosten für die zehn Veranstaltungen betragen Fr. 60 000. Hinzu kommen Anschaffungen (IT- Geräte) im Umfang von Fr. 12 0000. Kosten Fr. 72 000 Gewünschter Betrag Fr. 27 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung von Pro Colors beträgt Fr. 19 000. Von den Gemeinden werden Fr. 19 000 erwartet. Der Restbetrag muss über Dritte ge- deckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist zielgruppengerecht und praxisbezogen. Bewilligter Betrag Fr. 27 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die jeweilige Gemeinde hat die jeweilige Veranstaltung mit mindestens Fr. 1900 zu unterstützen. – Im Rechenschaftsbericht und bei der Aus- wertung des Vorhabens zuhanden des Lot- teriefonds ist darzulegen, wie eine allfällige Weiterführung des Vorhabens finanziert wer- den kann.
7. Jubiläumsvorhaben HORA-Theater Bereiche Soziales, Kultur Gesuchstellende Das Theater HORA ist Teil der Stiftung Züri- Organisation werk. Es unterstützt und fördert die künstleri- sche und kreative Entwicklung von Menschen
mit geistiger Behinderung, erarbeitet eigene Inszenierungen und führt im Zweijahres- rhythmus das Festival OKKUPATION durch. Projektrahmen Mit RRB-Nr. 32/2007 erhielt das Theater HORA einen Beitrag von Fr. 50 000 für die erste Austragung des Festivals OKKUPATION. Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützte OKKUPATION 2009 und 2011 je mit einem Beitrag von Fr. 25 000. 2012 erhielt eine Produktion des Theaters einen Beitrag von Fr. 20 000. Die Sicherheitsdirektion hat mit der Stiftung Züriwerk eine Leistungs- vereinbarung abgeschlossen, mit der ein Be- triebsbeitrag pro Kalendertag und Person für die Bereitstellung und den Betrieb von ge- schützten Arbeitsplätzen geregelt wird (inner- halb des HORA-Theaters bestehen zehn ge- schützte Arbeitsplätze zu höchstens 50%). Projektinhalt Zur Feier seines 20-jährigen Bestehens hat das Theater HORA 2013 das 4. Festival OKKU- PATION vom 22. Mai bis 1. Juni 2013 durchge- führt. Am Festival beteiligen sich behinderte und nicht behinderte Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt. Das Festival richtete sich an behinderte und nicht behin- derte Zuschauerinnen und Zuschauer. Im Rahmen des Festivals zeigte das HORA-Thea- ter die Eigenproduktion «Der Profi». Das Budget dieser Jubiläumsproduktion weist Kosten von Fr. 307 110 aus, die eigentlichen Festivalkosten betragen Fr. 497 000. Aus Anlass des Jubiläums soll ein Buch über das Theater erscheinen, dessen Kosten mit Fr. 87 250 ver- anschlagt sind. Kosten für alle drei Teilvorhaben Fr. 891 360 Gewünschter Betrag Fr. 250 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 145 610. Von der Stadt Zürich werden Fr. 100 000 erwartet. Der gesamte Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Theater HORA leistet mit seinen Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur
Integration von Menschen mit geistiger Be- hinderung. Die Jubiläumsprojekte sind aus sozialer, soziokultureller und gesellschafts- politischer Sicht zu begrüssen. Da die Kosten der Jubiläumsproduktion eher hoch budgetiert waren und ein Einsparungspotenzial vorhan- den war, kann der nachgesuchte Beitrag um Fr. 20 000 verringert werden. Der Jubiläumsbeitrag zugunsten des HORA- Theaters schränkt die Möglichkeit der Stiftung Züriwerk, beim Lotteriefonds allenfalls um In- vestitionsbeiträge für andere Bereiche zu er- suchen, nicht ein (allerdings darf das entspre- chende Vorhaben keinen kulturellen oder soziokulturellen Bezug aufweisen). Bewilligter Betrag Fr. 230 000 Auflagen Die Bewilligung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Jubiläumsbeitrag aus dem Lotteriefonds stellt kein Präjudiz für eine künftige Unter- stützung des HORA-Theaters durch die Fachstelle Kultur dar. – Mit seinem Beitrag unterstützt der Lotterie- fonds die 4. Durchführung des Festivals OKKUPATION. Eine erneute Beitragsleis- tung für die 5. Durchführung des Festivals kann nicht erwartet werden. – Für die Festlegung des jährlichen Betriebs- beitrages können der Stiftung Züriwerk keine Jubiläumskosten angerechnet werden. In der Betriebsabrechnung gegenüber dem Kanto- nalen Sozialamt müssen alle Jubiläumskos- ten ausgeschieden werden.
8. Pilotprojekt «Allee zwischen Wetzikon und Seegräben» Bereich Landschaftsschutz Gesuchstellende Gemeinden Seegräben und Wetzikon Organisation Projektrahmen Alleen waren im Kanton einst weit verbreitet. In den vergangenen 50 Jahren fielen sie zu einem grossen Teil Strassenverbreiterungen zum Opfer. Mit einem Allee-Pilotvorhaben
wollen die beiden Gemeinden in Zusammen- arbeit mit der Baudirektion an der Überland- strasse Seegräben–Wetzikon im Schutzgebiet Pfäffikersee Erfahrungen für zukünftige Allee- Vorhaben sammeln. Projektinhalt Entlang der Überlandstrasse soll mit rund 1,3 km Länge eine der längsten Baumalleen im Kanton geschaffen werden. Die Allee wird im Grünstreifen zwischen der Strasse und dem Radweg angelegt. Das Vorhaben umfasst ver- schiedene Baumarten, unterschiedliche Ab- stände und ökologische Begleitmassnahmen (Magerwiesen als Begleitflora). Die gewonne- nen Informationen werden der Baudirektion bzw. den kantonalen Fachstellen zur Verfü- gung gestellt. Das vorliegende Konzept trägt auch den Sicherheitsbedürfnissen Rechnung. Kosten Fr. 165 000 Gewünschter Betrag Fr. 80 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Gemeinden Seegräben und Wetzikon beträgt Fr. 85 000. Der Rest ist durch Dritte zu finanzieren. Es ist davon aus- zugehen, dass keine privaten Beiträge akqui- riert werden können. Würdigung Das Pilotvorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit dem Projekt wird ein Beitrag an die Wiederbelebung des kulturhis- torisch und ökologisch wertvollen Landschafts- elementes «Allee» geleistet. Zusätzlich bedeut- sam wird das Vorhaben, weil das betroffene Gebiet Teil des BLN-Objektes Pfäffikersee und Teil der nationalen Moorlandschaft glei- chen Namens ist. Bewilligter Betrag Fr. 80 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages erfolgt unter der Auflage, dass 2018 der Baudirektion ein Zwi- schen- und 2023 ein Schlussbericht mit den Er- kenntnissen des Pilotprojektes für den Natur- und den Landschaftsschutz vorgelegt wird.
9. Jubiläum Dampfschiff «Stadt Rapperswil» Bereich Industriekultur Gesuchstellende Aktion pro Raddampfer (ApR): Der Verein Organisation ApR besteht seit 1970 und setzt sich für den dauerhaften Erhalt der beiden Raddampfer auf dem Zürichsee ein. Die ApR erhielt letzt- mals mit RRB Nr. 1752/2008 einen Beitrag von Fr. 86 900 zugunsten der Jubiläumsaktivi- täten «100 Jahre Raddampfer Stadt Zürich». Projektrahmen 2014 wird das Schwesterschiff der «Stadt Zü- rich», der ZSG-Raddampfer «Stadt Rappers- wil», 100-jährig. Das Schiff trägt zwar den Namen der St. Galler Stadt Rapperswil, ist aber ein zürcherisches Industriedenkmal. Es wurde bei Escher Wyss & Co in Zürich gebaut, sein Heimathafen befand sich stets in Zürich. Dieses besondere Jubiläum soll während der Schifffahrtssaison 2014 mit mehreren Anlässen gefeiert werden. Projektinhalt Während des Rapperswiler Hafenfestes (Ende Mai 2014) finden auf dem Schiff Tage der offe- nen Tür statt. Für diesen Anlass wird eine Aus- stellung zur Geschichte der «Stadt Rapperswil» erarbeitet. Unabhängig davon sind mehrere Druckerzeugnisse geplant, darunter ein Buch «Schifffahrt auf dem Zürichsee», in dem die öffentliche Schifffahrt auf dem See dargestellt werden soll, sowie die Broschüre «100 Jahre Raddampfer Stadt Rapperswil, 1914–2014». Hinzu kommt ein Leporello, in dem alle Jubi- läumsaktivitäten (Jubiläumsfahrten/-anlässe) aufgelistet sind. Kosten Fr. 570 054 Gewünschter Betrag Fr. 78 280 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen der ApR und der ZSG be- tragen Fr. 328 410. Aus den Einnahmen (Buch- verkauf) werden Fr. 57 000 erwartet. Die Kan- tone SG und SZ wurden um insgesamt Fr. 18 000 ersucht. Von Dritten werden Fr. 88 364 erwartet. Die offenen Restkosten müssen über Dritte gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit den geplanten Aktionen wird verdeutlicht, dass die «Stadt Rapperswil» ein bedeutender Zeuge der Kultur- und Technik- geschichte des Kantons ist. Allerdings werden keine Kosten übernommen, die direkt aus der Durchführung des Hafenfestes Rapperswil ent- stehen. Somit wird der nachgesuchte Beitrag um rund Fr. 3000 (Entschädigung für Führun- gen während der Tage der offenen Tür) gekürzt. Bewilligter Betrag Fr. 75 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Beitrag des Lotteriefonds kommt aus- schliesslich den folgenden Teilvorhaben zu- gute: Ausstellung Geschichte der «Stadt Rap- perswil», Buch «Schifffahrt auf dem Zürich- see», Broschüre «100 Jahre Raddampfer Stadt Rapperswil, 1914–2014» und Leporello Jubi- läumsaktivitäten. – Der fahrplanmässige Schiffsbetrieb auf dem Zürichsee darf durch die Jubiläumsaktionen nicht beeinträchtigt werden. – In den geplanten Publikationen sind die Be- strebungen der kantonalen Denkmalpflege und der denkmalpflegerischen Absichten abzubilden. Die Denkmalpflege soll dafür von Beginn weg Einsitz in die Konzept- und Redaktionskommissionen für die Buch- und die Broschürenpublikation erhalten.
10. Pilotprogramm zur gemeindeorientierten Prävention von Gewalt und anderem Problemverhalten bei jungen Männern im Kanton Zürich Bereich Soziales Gesuchstellende Okaj Zürich und Stiftung Radix Ostschweiz: Organisation Okaj Zürich ist der kantonale Dachverband der Kinder- und Jugendarbeit. Er bezweckt die Förderung der offenen, verbandlichen und kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit im Kan- ton. Die Stiftung Radix ist im Bereich Präven- tion und Gesundheitsförderung tätig.
Projektrahmen Die Trägerschaft des Vorhabens besteht aus dem Gemeindepräsidentenverband (GPV), Okaj Zürich und Radix Ostschweiz. Für die vergangenen 20 Jahre ist im öffentlichen Raum eine Zunahme der Gewalt feststellbar. Der Kanton hat mit der von der Koordinations- gruppe Jugendgewalt in Auftrag gegebenen Studie «Bedarfsabklärung zur Prävention von Gewalt und Problemverhalten bei jungen Men- schen in Zürcher Gemeinden» aufgezeigt, dass besonders bei suburbanen und periurbanen Gemeinden ein Bedarf nach bewährten Mo- dellen der Gewaltprävention sowie nach Un- terstützung bei der Vernetzung und dem fach- lichen Austausch besteht. Ausgehend von den Ergebnissen der erwähnten Studie, entwickelte der GPV in Zusammenarbeit mit Okaj Zürich und Radix Ostschweiz das Pilotprogramm zu gemeindeorientierter Prävention. Projektinhalt Das Pilotvorhaben zielt darauf ab, den Zür- cher Gemeinden praxisgerechte Instrumente zugänglich zu machen und sie darin zu unter- stützen, das Ausmass an Gewaltvorfällen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren negative Auswirkungen zu verringern. Die Dauer des Vorhabens ist auf drei Jahre an- gelegt und wird in drei Pilotgemeinden durch- geführt. Das Programm findet auf zwei Ebe- nen statt, die eng miteinander verknüpft sind: – Auf der Ebene «Wissensmanagement» er- halten Fach- und Schlüsselpersonen aus Ge- meinden Informationen über erfolgreiche Ansätze der gemeindeorientierten Präven- tion. Dabei stehen sowohl konkrete Umset- zungsmassnahmen als auch Modelle für das Vorgehen in Gemeinden im Zentrum. – Auf der Ebene «Gemeindeprozesse» wer- den bedürfnisorientierte Massnahmen kon- kret für die jeweilige Gemeinde umgesetzt. Dieses modellhafte Vorgehen soll Erkennt- nisse für eine wirksame gemeindeorientierte Prävention liefern. Kosten Fr. 993 384 Gewünschter Betrag Fr. 491 443
Übrige Finanzierung Die drei Pilotgemeinden erbringen Eigenleis- tungen von Fr. 379 728. Vom Bund wird eine Beteiligung von Fr. 60 000 erwartet, von Stiftun- gen ein Beitrag von Fr. 62 213. Die offenen Rest- kosten müssen über Dritte finanziert werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist notwendig, die Gemein- den in ihrer Arbeit mit Jugendlichen und jun- gen Erwachsenen zu unterstützen und die Ge- waltprävention zu stärken. Somit dient das vorliegende Programm auch dazu, Sicherheit im öffentlichen Raum zu fördern. Das Vorha- ben wird als zielgruppengerecht und praxis- bezogen beurteilt. Aufgrund des modellhaften Charakters besitzt das Vorhaben sogar eine nationale Bedeutung. Bewilligter Betrag Fr. 491 400
11. Pilotvorhaben Medien für acht Millionen kulturell vielfältige Menschen Bereich Soziales Gesuchstellende Kantonale Arbeitsgemeinschaft für Ausländer- Organisation fragen KAAZ: Der Verein KAAZ wurde 1980 gegründet. Er wird von 43 Kollektiv- und 17 Einzelmitgliedern getragen. Seit Bestehen der Fachstelle für Integrationsfragen nimmt er die Funktion als Austauschgremium/Forum wahr und versteht sich als Bindeglied zwi- schen Fachstelle und Organisationen und Per- sonen, welche die ausländische Bevölkerung im Kanton vertreten. Projektrahmen Die KAAZ will in den Jahren 2013 und 2014 drei Tagungen in transkultureller Medien- kompetenz für Medienschaffende, Kommuni- kationsfachleute der öffentlichen Verwaltung, Medienkonsumentinnen und -konsumenten durchführen. Der transkulturelle Ansatz geht von der Erkenntnis aus, dass alle in der Schweiz wohnhaften Personen via Medien der Gesamtheit der national und international be- stehenden kulturellen, religiösen und gesell- schaftlichen Unterschiede ausgesetzt sind,
diese direkt oder indirekt rezipieren, sie an den eigenen Vorstellungen messen und in die eigene Wahrnehmung der Umwelt einbauen. Projektinhalt Das geplante Medienprojekt wendet sich in drei Schritten an drei Zielgruppen: – Die Zürcher Medienhäuser: Sie sollen für die transkulturelle Ausrichtung ihrer Medien- produkte sensibilisiert werden und den Rah- men für eigene Massnahmen und Vorhaben entwickeln. – Wichtige öffentliche Institutionen und Ver- waltungen: Sie sollen für einen transkultu- rellen Umgang mit ihrer Öffentlichkeitsar- beit gewonnen werden. – Schlüsselpersonen aus zürcherischen Aus- ländergemeinschaften: Sie sollen zu einem transkulturellen Zugang zu Medien befä- higt werden. Kosten Fr. 129 000 Gewünschter Betrag Fr. 109 000 Übrige Finanzierung Von den Teilnehmerinnen und Teilnehmer wird ein Beitrag von Fr. 20 000 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Je kompetenter und ausgewo- gener über Integrationsthemen diskutiert und kommuniziert wird, umso mehr tragen ent- sprechende Medienberichte zu gegenseitigem Verständnis und Akzeptanz sowie zu einem friedlichen Zusammenleben aller Bevölke- rungsgruppen bei. Mit dem Pilotvorhaben über- nimmt der Kanton Zürich im Bereich eines nicht diskriminierenden Umgangs mit der me- dialen Kommunikation über und für Minder- heiten eine Pionierrolle. Er verbessert damit den Zugang der wichtigsten Schweizer Me- dien zum Zielpublikum der Zuwanderinnen und Zuwanderer. Bewilligter Betrag Fr. 109 000
12. Investitionen nach Umzug Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Fachstelle für Schuldenfragen: Der Organisation Verein unterstützt öffentliche und private Stel- len bei der Bearbeitung von Schuldenproble- men. Er betreibt eine Fachstelle. Sein Tätig- keitsgebiet ist der Kanton Zürich. Er erhält kantonale Subventionen für den Betrieb sei- ner Fachstelle. Projektrahmen Aufgrund der knappen Platzverhältnisse am alten Standort musste die Fachstelle umziehen. Am neuen Standort müssen ausserordentliche Anfangsinvestitionen getätigt werden. Projektinhalt Diese Investitionen betreffen Telefonie, Infor- matik, Mobiliar und eine Schliessanlage. Die Anschaffungen können nicht über die laufen- de Rechnung finanziert werden. Kosten Fr. 118 342 Gewünschter Betrag Fr. 42 000 Übrige Finanzierung Die Fachstelle übernimmt die Personalkosten im Umfang von Fr. 26 342. Von einer Stiftung sind Fr. 50 000 zugesichert. Der Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Fachstelle leistet einen wich- tigen Beitrag zur Erfüllung des Sozialhilfege- setzes, indem sie öffentliche und private soziale Stellen bei der Bearbeitung von Schuldenprob- lemen unterstützt und überschuldete Personen berät. Durch die Erweiterung ihrer Räumlich- keiten kann sie angemessen auf die steigende Nachfrage reagieren. Aufgrund der kantona- len Bedeutung der Fachstelle ist es gerechtfer- tigt, von der Auflage abzusehen, dass sich die Standortgemeinde (Stadt Zürich) an den Kos- ten beteiligen muss. Bewilligter Betrag Fr. 42 000
13. Rechtsquellen Werdenberg-Sax-Forstegg-Gams Bereich Bildung Gesuchstellende Rechtsquellenstiftung des Schweizerischen Organisation Juristenvereins. Die Stiftung wurde 1894 gegrün- det. Sie veröffentlicht die Sammlung Schwei- zerischer Rechtsquellen. Projektrahmen Die Rechtsquellenedition ist ein europaweit einzigartiges Werk der historischen Grundla- genforschung. Ihre Veröffentlichungen dienen der Erforschung der schweizerischen Rechts-, Verfassungs-, Wirtschafts-, Sozial-, Orts- und Regionalgeschichte. Zugleich sind diese Ver- öffentlichungen unentbehrlich für die Be- schäftigung mit Volkskunde, Kirchengeschich- te und für die Sprachforschung. Projektinhalt Das Projekt «Werdenberg» ist eine Fortsetzung und Ergänzung des bestehenden St. Galler- Urkundenbuches sowie der Lichtensteinischen und Bündner Urkundenbücher. Es umfasst hauptsächlich unbekannte Schriftstücke vom Hochmittelalter bis 1798, die juristisch ausge- wertet und wissenschaftlich aufbereitet werden. Die Publikation in Buchform und im Internet erlaubt es einem breiten Interessentenkreis, die historischen Kenntnisse über ihre Heimat zu vertiefen und die erschlossenen Quellen auf verschiedene Fragestellungen hin auszuwerten. Der Hauptteil der Quellen zur Freiherrschaft Sax-Forstegg befindet sich im Staatsarchiv Zü- rich, da der Stand Zürich die ehemalige Frei- herrschaft verwaltete. Kosten Fr. 540 000 Gewünschter Betrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Kantone SG und GL haben insgesamt Fr. 220 000 zugesagt. Der Kanton SZ wurde um einen Beitrag von Fr. 30 000 ersucht. Ver- schiedene Stiftungen unterstützen das Vorha- ben mit insgesamt Fr. 260 000. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der inhaltliche Bezug zum Kanton Zürich ist gegeben (der vom Kanton gewünschte Kostenanteil entspricht in etwa dem Anteil der Dokumente, die einen Zür- cher Bezug aufweisen). Hinzu kommt, dass das Projekt «Werdenberg» das erste Rechts- quellenvorhaben ist, in dessen Rahmen ande- re Kantone das vom Kanton Zürich neu ent- wickelte digitale Editionsmuster übernehmen. Bewilligter Betrag Fr. 30 000
14. Baumassnahmen Ateliers und Aussenplätze Gaswerk Schlieren Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Arge Zürcher Bildhauer AZB: Der AZB Organisation wurde 1983 gegründet. Er betreibt seit 1986 in mehreren Gebäuden auf dem Areal des Gas- werks Schlieren Ateliers und Aussenplätze. Projektrahmen Eigentümerin der Liegenschaft Gaswerk ist die Gasversorgung Zürich. Der AZB verfügt auf dem Gaswerkareal über 17 Arbeitsplätze. Zwei davon werden seit 2004 ausländischen Bildhauerinnen und Bildhauern zur Verfü- gung gestellt. Für den Betrieb dieser Gastate- liers erhält der AZB einen Beitrag der Fach- stelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern; der Beitrag beträgt seit 2010 Fr. 26 000. In den AZB-Ateliers finden regelmässig Lehr- veranstaltungen statt. Mit der Gasversorgung Zürich bzw. der Liegenschaftenverwaltung der Stadt Zürich wurden neue, langjährige Verträge ausgehandelt, wonach die Gebäude und deren Umgebung instand gehalten werden müssen. An den Gebäuden stehen mehrere Reparatu- ren an. Projektinhalt Die hauptsächlichen Investitionen betreffen Dachreparaturen und Fenstererneuerungen sowie die Einrichtung von zusätzlichen Sani- täranlagen. Hinzu kommt ein Ersatz für die veraltete Kompressoranlage. Kosten Fr. 465 000 Gewünschter Betrag Fr. 100 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der AZB beträgt rund Fr. 113 000. Die Stadt Zürich hat eine Vorfinan- zierung von Fr. 100 000 geleistet, zudem über- nimmt sie Fr. 50 000. Die Stadt Schlieren betei- ligt sich mit Fr. 30 000. Von Stiftungen und Spon- soren werden Fr. 50 000 erwartet. Die Restkos- ten müssen über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Sanierungsmass- nahmen sind notwendig, um zeitgemässe und sinnvoll beheizbare Arbeitsplätze und bessere sanitäre Verhältnisse zu gewährleisten. Die bud- getierten Kosten werden als realistisch beur- teilt. In Anbetracht der grossen Eigenleitung des AZB und der Leistungen der Stadt Zürich ist ein Beitrag des Kantons von Fr. 100 000 an- gebracht. Bewilligter Betrag Fr. 100 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Auf- lagen gebunden, dass einerseits die Städte Zürich und Schlieren sich mit Fr. 50 000 bzw. Fr. 30 000 am Vorhaben beteiligen und ander- seits sämtliche im Gesuch aufgeführten Mass- nahmen verwirklicht werden. Bei einer Kür- zung der in Aussicht gestellten Beiträge der beiden Städte wird der Beitrag des Lotterie- fonds im selben Ausmass gekürzt. Wird das ge- plante Vorhaben nur teilweise umgesetzt, er- folgt ebenfalls eine anteilsmässige Kürzung am auszuzahlenden Beitrag.
15. Bundesfeier 2013 in München Bereich Feste Gesuchstellende Staatskanzlei Organisation Projektrahmen Der Kanton Zürich wurde von der schweizeri- schen Generalkonsulin in München eingela- den, im Rahmen der Bundesfeier 2013 am Mitt- woch, 31. Juli 2013, als Gastkanton aufzutreten.
Projektinhalt Zur Feier werden rund 200 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur aus Bayern eingeladen. Am Anlass nehmen auch Mitglieder des Schweizer Vereins München sowie Schweizerinnen und Schweizer mit besonderen Beziehungen zu Deutschland teil. Der Anlass ist jedoch nicht für die Schweizer Kolonie in München gedacht. Für sie findet eine separate Veranstaltung statt. Die Bundes- feier besteht aus einem offiziellen Teil mit An- sprachen und anschliessendem Kulturpro- gramm sowie einem Abendessen. Die Staats- kanzlei ist mit der Durchführung des Anlasses beauftragt. Die Zürcher Delegation umfasst neben der Vertretung des Regierungsrates u. a. das Präsidium des Kantonsrates und den Prä- sidenten des Gemeindepräsidentenverbandes. Für das Kulturprogramm konnte der Träger des kantonalen Kulturpreises 2011, Daniel Fueter, verpflichtet werden, der mit einem Ensemble «Züri-Lieder» aufführt. Das Abend- essen (Stehempfang) wird durch die Hotel- fachschule Belvoirpark Zürich zubereitet und serviert. Kosten Fr. 126 400 Gewünschter Betrag Fr. 100 000 Übrige Finanzierung Die Staatskanzlei übernimmt Kosten von Fr. 26 400 und deckt dadurch die Reisekosten der offiziellen Delegation und die Konsuma- tionskosten für das Abendessen. Würdigung Die Kostenübernahme des Kulturprogramms (einschliesslich Konzept, Umsetzung, Modera- tion) und des Engagements der Belvoirpark- Studierenden entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Anlass bietet eine gute Ge- legenheit, das Image des Kantons in der baye- rischen Landeshauptstadt zu pflegen. Bewilligter Betrag Fr. 100 000
16. Starthilfe Visualisierung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts Bereiche Verwaltung/Recht Gesuchstellende Verein Zentrum für visuelles Recht: Der Ver- Organisation ein wurde am 1. Oktober 2012 gegründet. Er bezweckt unter anderem, die visuelle Darstel- lung von Recht bzw. Rechtsnormen zu fördern. Projektrahmen Die im neuen, am 1. Januar 2013 in Kraft ge- tretenen Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESR) geregelten Sachverhalte sind kom- plex. Über eine visuelle Darstellung soll die Möglichkeit geschaffen werden, den betroffe- nen Ämtern und Personen den Anwendungs- bereich der wichtigsten Teile des Gesetzes näherzubringen. Der Verein plant, sechs Bro- schüren zu den wichtigsten Themen des KESR herauszugeben. Die Broschüren sollen dann unter anderem an Behörden (Kindes- und Er- wachsenenschutzbehörden), Ämter (Sozial-, Jugendämter) und Institutionen (Altersheime, Spitäler usw.) abgegeben werden. Besonders die Klientinnen und Klienten dieser Stellen sollen durch die verständliche Darstellung Vertrauen in die sie betreffenden Massnah- men aufbauen können. Projektinhalt Jede der sechs geplanten Broschüren besteht für sich, die Hefte können aber zu einem Ge- samtwerk zusammengestellt werden. Anhand einer Basisgeschichte aus dem Rechtsalltag wird die Thematik mit comicartigen Illustrationen beispielhaft dargestellt. Zudem zeigt ein Kas- ten stichwortartig die wichtigsten Punkte auf. Es ist vorgesehen, von jeder Broschüre in einer ersten Auflage je 100 Exemplare zu dru- cken. Der Umfang der Broschüre beträgt rund zwölf Seiten. Kosten Fr. 85 000 Gewünschter Betrag Fr. 30 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins besteht in nicht budgetierter Gratisarbeit. Von den Kantonen AG, BE, BS und SG werden insgesamt Fr. 55 000 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Wenn sich auch nicht alle der vorgeschlagenen Themen gleich gut für eine Visualisierung eignen, sind die illustrierten Bro- schüren in adressatengerechter Sprache ein gutes Mittel, um Gesetzesnormen und deren Bedeutung für den konkreten Einzelfall dar- zustellen. In der Regel verlangt der Lotterie- fonds einen mehrjährigen Leistungsausweis der gesuchstellenden Organisation, damit eine Bei- tragsleistung möglich wird. Im vorliegenden Fall ist im Sinne einer Ausnahme eine Starthilfe gerechtfertigt, da es darum geht, die neuen Instrumente und Massnahmen des KESR rasch einem breiten Kreis von Betroffenen verständ- lich zu machen. Bewilligter Betrag Fr. 30 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der Betrag wird ausbezahlt, sobald Zusiche- rungen von anderen Kantonen in der Höhe von Fr. 30 000 vorliegen. – Der Verein wird eingeladen, in erster Linie Veröffentlichungen zu Themen aus dem re- vidierten Erwachsenenschutzrecht vorzuneh- men. – Der Verein hat im Rahmen der ersten Ver- öffentlichungen zu prüfen, welchen Erfolg die vereinfachte Darstellung komplexer Sachverhalte gemeinsam für Fachpersonen und für Laien zeigt oder ob allenfalls eine separate Darstellung für die beiden Grup- pen angestrebt werden müsste. – Der Inhalt der Veröffentlichungen ist mit der Vereinigung der KESB-Präsidien Kanton Zürich (KPV, Ruedi Winet, KESB Pfäffikon) abzusprechen.
17. Neuer Vereinsbus Bereiche Sicherheit, Verwaltung Gesuchstellende Verkehrskadetten-Abteilung Albis (VKA Organisation Albis): Der Verein VKA Albis wurde 1970 ge- gründet. Er bezweckt in erster Linie die Un- terstützung der Polizeiorgane und der Behör- den und dient im Sinne der Verkehrssicherheit einer breiten Öffentlichkeit. Projektrahmen Die VKA Albis besitzt insgesamt vier Fahr- zeuge, mit welchen die Kadettinnen und Kadet- ten an die jeweiligen Einsatzorte und wieder zurück gefahren werden. Zwei dieser Fahrzeu- ge, zwei Kleinbusse, sind mittlerweile reparatur- anfällig geworden und müssen ersetzt werden. Projektinhalt Vorgesehen ist die Anschaffung von zwei Opel Vivaro Kombi für jeweils Fr. 37 342.80. Kosten Fr. 74 685.60 Gewünschter Betrag Fr. 37 342.80 Übrige Finanzierung Eines der Fahrzeuge wird vollumfänglich durch die VKA Albis finanziert. Der Verein hat da- rauf verzichtet, die Gemeinden um Beitrags- leistungen zu ersuchen, da diese zugunsten des Vereins Betriebsbeiträge leisten. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die VKA Albis leistet wertvolle Unterstützung bei verschiedenen Grossanläs- sen, die z. T. nicht mehr ohne dieses Engage- ment durchgeführt werden könnten. Bewilligter Betrag Fr. 37 000
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken 1 Museum für Gestaltung Zürich 250 000 Druckkostenbeitrag
2. Stiftung Wädenswiler Kulturstätten 300 000 Investitionsbeitrag
3. Nordamerika Native Museum Zürich 280 000 Jubiläumsbeitrag
4. Stiftung Oskar Reinhart 500 000 Investitionen
5. Myclimate 60 000 Pilotprojekt «earth reloaded»
6. Verein Pro Colors 27 000 Projektbeitrag 7. Hora 230 000 Jubiläumsbeitrag
8. Gemeinden Seegräben und Wetzikon 80 000 Beitrag an Allee-Pilotprojekt
9. Aktion pro Raddampfer 75 000 Jubiläumsbeitrag
10. Gemeindepräsidentenverband Kanton Zürich, Radix 491 400 Beitrag an Pilotprojekt
11. Integrationsfachstelle 109 000 Pilotprojekt
12. Fachstelle für Schuldenfragen 42 000 Investitionsbeitrag
13. Rechtsquellenstiftung des schweiz. Juristenvereins 30 000 Publikationsbeitrag
14. Verein Arge Zürcher Bildhauer AZB 100 000 Investitionsbeitrag
15. Staatskanzlei 100 000 Beitrag an Bundesfeier in München
16. Verein Zentrum für visuelles Recht 30 000 Druckkostenbeitrag
17. Bus Verkehrskadetten 37 000 Investitionsbeitrag Total 2 741 400
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi