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Decisione

RRB Nr. 758/2025

Immobilienamt, Stellenplan

9 luglio 2025Tedesco4 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 9. Juli 2025

758. Immobilienamt, Stellenplan

Erwägungen

Ausgangslage Im Immobilienamt (IMA) ist das Ressort Property Management (PRM) zuständig für die Vermietung, Verpachtung oder Abgabe in Ge- brauchsleihe von Liegenschaften des Kantons an Dritte sowie auch für deren Bewirtschaftung. Das PRM bewirtschaftet mit einem Personal- bestand von 13,2 Stellen ein Mietzinsvolumen von rund 50 Mio. Franken (Stand Kalenderjahr 2025, verglichen mit 37 Mio. Franken vor fünf Jah- ren). Die derzeitgen Mietzinseinnahmen sind bereits soweit möglich für die Finanzierung von saldoneutralen Stellen ausgeschöpft, weshalb Stellen beantragt werden müssen. Geschäftstätigkeit des PRM Das Geschäft des PRM ist geprägt von kurzfristigem Tagesgeschäft. Anfallende Aufgaben sind zumeist den mietrechtlichen Pflichten des Kantons gemäss Obligationenrecht geschuldet und dulden deshalb kei- nen Aufschub. Die Anzahl der durch das PRM vorgenommenen Ver- mietungen (einschliesslich Pacht und Gebrauchsleihe) unterliegt starken Schwankungen und bewegt sich in Spitzen bei rund 800 Mieterwechseln pro Jahr. Die Gesamtzahl der bewirtschafteten Objekte belief sich 2024 auf 6922. Neben der starken Zunahme von Mieterwechseln ist in den letzten Jahren auch ein wesentlicher Anstieg von Rechtsfällen, Miet- zinsschatzungen und weiteren Zusatzaufgaben wie beispielsweise Aus- künfte, feststellbar. Ebenso binden Vermietungen bzw. Verpachtungen spezieller Objekte (z. B. im Bereich Landwirtschaft, unattraktive Lagen/ abgelegene Orte in Berggebieten) generell überdurchschnittlich viele personelle Mittel (z. B. durch intensive Koordination interner Stellen, Betreuung der verschiedenen Interessensgruppen sowie erhöhte Reise- zeiten und lange Mietersuchen). Auslaufendes externes Mandat In Rheinau und in Höri besitzt der Kanton ein sehr umfangreiches Liegenschaftenportfolio. Neben den für kantonale Aufgaben unmittel- bar benötigten Objekten wird eine Vielzahl dieser Immobilien extern vermietet. Ein externes Bewirtschaftungsmandat für diese Liegenschaf- ten läuft Ende 2026 aus. Um Synergien zu nutzen sowie eine einheitliche

Bewirtschaftung und die Datenhoheit zu sichern, sollen die Liegen- schaften wieder durch das PRM bewirtschaftet werden. Damit werden Kosten eingespart. Die Vorbereitungs- und Erfassungsaufgaben für die Liegenschaften in Höri und Rheinau benötigen einen Vorlauf, weshalb die Stellen im laufenden Jahr besetzt werden müssen. In den letzten Jahren wurden verschiedene weitere Liegenschaften mit teils umfangreichen Fremdvermietungen vom PRM übernommen. Dazu zählen auch Zwischennutzungen mit überdurchschnittlich hohem Bewirtschaftungsaufwand wie das CU-Areal in Uetikon. Ebenfalls res- sourcenintensiv sind Erstvermietungen wie die Zollstrasse, das Kaser- nenareal sowie Spezialmandate mit Koordinations- und Abklärungs- bedarf wie beispielsweise Parkhäuser. Auch im Agroscope-Areal in Wädenswil fallen aufgrund der Vereinbarungen mit dem Bund bereits verschiedene Aufgaben für das PRM an, obwohl die Bewirtschaftung vertraglich erst ab 2028/2029 vollumfänglich vom Kanton übernommen wird. Hohen Aufwand mit steigender Tendenz verursachen auch die zunehmenden Instandsetzungen. Solche sind aufgrund jahrzehntelan- gen Instandsetzungsrückstands in den teils sehr veralteten Bestands- bauten unaufschiebbar.

Entlastungsmassnahmen Um der steigenden Belastung beziehungsweise einer Überbelastung des Personals entgegenzuwirken, wurden vor einigen Jahren Dienstleis- tungen für selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalten aufgegeben und Dienstleistungen für Objekte in der Zuständigkeit des IMA extern vergeben: So wurden beispielsweise Mandate für die Sozialversiche- rungsanstalt und die Gebäudeversicherung Kanton Zürich gekündigt. Gleichzeitig wurden mittels Ausschreibungen externe Dienstleistende mit der Ausführung von Dienstleistungen beauftragt. Ferner wurden Prozessoptimierungen vorgenommen und das PRM setzt wo möglich ressourcendämpfende Digitalisierungsmassnahmen um. Solche, in Kom- bination mit mobilem Arbeiten, führten dazu, dass verschiedene Mehr- aufwendungen ressourcentechnisch aufgefangen werden konnten.

Personalbedarf Für die im laufenden Jahr anstehenden und absehbaren Aufgaben für externe Vermietungen, Verpachtungen und Gebrauchsleihen von Liegenschaften des Kantons sind dringend zusätzliche personelle Mittel notwendig. Zu den zusätzlichen Aufgaben zählen die vorgenannten Be- wirtschaftungen und Fremdvermietungen. Die Rücknahme des externen

Mandates für Rheinau und Höri erfordert bereits für die Datenerfas- sung und Aktenübernahme vor dem eigentlichen Mandatsbeginn ent- sprechende personelle Mittel. Stellen Richtposition Klasse VVO 2,0 Verwaltungsassistent/in 16 1,0 Verwaltungsassistent/in 13 Es handelt sich um Stellenaufstockungen. Die erforderlichen finanziellen Mittel für die Stellenplanerhöhung betragen jährlich Fr. 357 500 und sind innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 8700, Immobilienamt, zu kompensieren. Das PRM erzielt jährlich umfangreiche Mietzinserträge für die Staats- kasse. Auch nach der Stellenaufstockung liegt das PRM betreffend Mit- tel weiterhin innerhalb des Branchenbenchmarks, obwohl Sonderver- mögen wie Schlösser, landwirtschaftliche Pachtobjekte, Alpweiden und Waldparzellen in abgelegenen Gebieten zu betreuen sind.

Dispositiv

Auf Antrag der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Der Stellenplan des Immobilienamtes wird mit Wirkung ab 1. Ja- nuar 2026 wie folgt ergänzt: Stellen Richtposition Klasse VVO 1,5 Verwaltungsassistent/in 16

II. Der Stellenplan des Immobilienamtes wird mit Wirkung ab 1. Ja- nuar 2027 wie folgt ergänzt: Stellen Richtposition Klasse VVO 0,5 Verwaltungsassistent/in 16 1,0 Verwaltungsassistent/in 13

III. Mitteilung an die Finanzdirektion und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli