Lexipedia

19.3277 · Motion · 2019-03-21

Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation

Erledigt

Wortlaut

Der Bundesrat wird beauftragt, das Holzenergiepotenzial und damit die Energieressource Holz auszuschöpfen. Insbesondere dürfen Auflagen und Bedingungen die Weiterentwicklung nicht behindern. Das Potenzial der Holzwärmeverbünde und der Holzstromproduktion ist voranzutreiben.

Begründung

Holzenergie ist heute nach der Wasserkraft die zweitwichtigste einheimische Energieressource. Indem das Holzenergiepotenzial besser ausgeschöpft wird, könnte die Holzenergie einen erhöhten Beitrag nicht nur zur Unabhängigkeit der Schweiz vom ausländischen Strommarkt leisten, sondern auch zur Senkung der CO2-Emissionen. Ein weiterer Vorteil ist die Erzeugung von Bandenergie, was im Rahmen der geplanten AKW-Stilllegung wichtig ist.

Der Energieholzverbrauch der Schweiz könnte problemlos verdoppelt werden, ohne die Wälder zu übernutzen. Das Waldgesetz sorgt für eine nachhaltige, naturnahe Bewirtschaftung. Die benötigten Energieholzsortimente fallen bei der Waldbewirtschaftung sowieso an. Anstelle das CO2 in die Atmosphäre freizusetzen, kann das Holz genutzt werden. Dazu kommt, dass der Schweizer Wald heute massiv unternutzt ist. Der nachwachsende Rohstoff Holz sollte deshalb in der Energiestrategie stärker einbezogen werden. Regionale Holzenergiegewinnung generiert Arbeitsplätze und ist CO2-neutral. Der Bund wird deshalb beauftragt, die Holzenergie in diesem Sinn weiterzuentwickeln.

Antrag des Bundesrates

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.

Stellungnahme des Bundesrates

Aus der nachhaltigen Waldholznutzung sowie den restlichen Energieholzsortimenten ausserhalb des Waldes können rund 2 Millionen Kubikmeter oder 5,4 Terawattstunden Primärenergie potenziell zur Verfügung gestellt werden. Die vermehrte nachhaltige Nutzung von Energieholz ist erwünscht.

Der Bundesrat beantragt die Annahme der Motion.