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Jenny This · Ständerat · 2001-03-08

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2001-03-08

Wortprotokoll

Ich möchte Sie ebenfalls bitten, die Motion zu überweisen. Im Gegensatz zum Bundesrat bin ich nicht der Meinung, dass die Motion bereits erfüllt sei. Wenn der Bundesrat heute davon ausgeht, dass im alpenquerenden Verkehr so oder so die leistungsstarken Vehikel eingesetzt würden, irrt er und setzt auf das Prinzip Hoffnung.

Flankierende Massnahmen mit Vorschriften bezüglich Mindestgeschwindigkeiten werden in der Praxis leider untauglich sein. Bei Nichteinhalten der Mindestgeschwindigkeiten [PAGE 58] können wohl Bussen ausgesprochen oder Fehlbare angewiesen werden umzukehren. Bis aber diese Sanktionen angeordnet sind, werden Staus und Chaos bereits Tatsache sein. Die Folgen dieser Untermotorisierung werden sich vor allem im Hinblick auf die Zulassung der "40-Tönner" katastrophal auswirken. Die untermotorisierten Lastwagen werden am San Bernardino und am Gotthard - es wurde bereits gesagt - hinaufkriechen müssen, ob wir das wollen oder nicht. Die Folgen sind: gewagte und langwierige Überholmanöver, Staus und eine Häufung von Verkehrsunfällen, von der Zunahme der Schadstoffe durch überhöhte Tourenzahlen ganz zu schweigen.

Die vorgeschlagene Lösung des Bundesrates kann diesem anerkannten Problem mit Mindestgeschwindigkeiten wenig entgegensetzen. Deshalb ist die maximale PS-Zahl der einzig gangbare Weg. Für die meisten Camionneure der Schweiz ist das auch kein Problem. Sie sind bereits mit 400 bis 500 PS ausgerüstet. Ihre Lastwagen sind nach den neuesten Vorschriften sauber, umweltgerecht und mit der notwendigen PS-Leistung ausgerüstet. Sie haben in den letzten Jahren massiv in neuere Fahrzeuge investiert. Es ist also nur recht und billig, wenn auch die alpenquerenden "Transpörtler" aus dem Ausland mit der gleichen Elle gemessen werden.

Sofern Sie wirklich an einem flüssigen, die Umwelt wenig belastenden Verkehr interessiert sind, sollten Sie diese Motion überweisen.