Schenk Simon · Nationalrat · 2011-09-28
Schenk Simon · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2011-09-28
Wortprotokoll
Ich möchte gleich zu Beginn meine Interessen offenlegen: Ich bin im Gegensatz zu Ihnen allen, die da sportliche Politiker sind, ein politisierender ehemaliger Sportler. Ich bin ehemaliges Mitglied von Swiss Olympic und sitze auch im Komitee der Initiative, die etwas ganz Gutes ist. Ich stehe heute aber voll und ganz hinter dem Gegenvorschlag, und ich bitte Sie, diesen gutzuheissen und sämtliche Minderheitsanträge abzulehnen.
In unserer Fraktion waren einzelne Anträge umstritten, weil sie vor allem auch von Mitgliedern aus unserer Fraktion stammten; aber im Interesse des Sportes hat sich eigentlich die Mehrheit durchgesetzt, sodass wir die Anträge ablehnen möchten. Das Geld, das aus diesen Lotterien in den Schweizer Sport fliesst, ist nun einmal sehr, sehr wichtig. 30 Millionen Franken für den Schweizer Sport sind kein Pappenstiel. Wenn wir das nicht hätten, wären wir auf andere Geldquellen angewiesen, und das wäre weiss Gott nicht einfach. Natürlich ist der Sport nicht der einzige Bereich, der von diesen Lotteriegeldern profitiert; die Kultur und der soziale Bereich sind ebenso daran beteiligt. Wenn schon Organisationen wie der Exekutivrat von Swiss Olympic, Sport-Toto, Swisslos, Loterie romande usw. dahinterstehen, kann das nicht so schlecht sein.
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass der Gegenvorschlag, wenn er hier durchgeht, zur Folge haben wird, dass die Initiative zurückgezogen werden kann. Dann haben wir eine gute, griffige Lösung, von der der Sport, der soziale Bereich und auch die Kultur profitieren können.
Im Namen einer Mehrheit der SVP-Fraktion bitte ich Sie, den Gegenvorschlag gutzuheissen und sämtliche Minderheitsanträge abzulehnen.