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Leuthard Doris · Bundesrat · 2012-06-05

Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2012-06-05

Wortprotokoll

Ja, Herr Nationalrat Leuenberger hat schon Recht: Ich werde die Motion weiterhin zur Ablehnung empfehlen. Selbstverständlich ist es wünschenswert - und das haben die SBB auch anerkannt -, dass man möglichst alle Fahrzeuge umrüstet und mit Informatikmitteln und Steckdosen ausrüstet, damit sowohl der Handy-Empfang als auch der Internetzugang gewährleistet sind. Das ist ein operatives und nicht ein strategisches Ziel, und deshalb ist Ihr Anliegen erst einmal ein Gouvernanzproblem. Wir legen wirklich Wert darauf, dass sich der Bundesrat und auch die Politik darauf beschränken, den Unternehmen strategische Ziele zu geben und sich nicht ins operative Geschäft einzumischen.

Die SBB selber sind sich ja der Kundenbedürfnisse bewusst. Es ist eine Frage, wie viel Geld man in welcher Zeit für das Umrüsten dieser Wagen investiert. Es hat bereits begonnen, dass die SBB sowohl in der ersten wie auch in der zweiten Klasse eine breitere Aufrüstung mit WLAN-Anschlüssen in Prüfung haben. Es wird jetzt auch jedes Jahr die neuen Doppelstockzüge geben, die unabhängig von der Klasse, in der Sie fahren, bereits mit den neuen Technologien ausgerüstet sind. Es ist schlussendlich eine Frage der Investitionsmittel für die neuen bzw. umzurüstenden Züge.

Ich bin überzeugt: Dieser Standard wird in ein paar Jahren die Regel sein. Aber wir haben schon noch sehr viel altes Rollmaterial, und hier geht es natürlich auch um die Frage, ob man dieses auslaufen lässt, ersetzt oder umrüstet. Aber inhaltlich sehe ich bei den SBB keine Widerstände gegen Ihr Anliegen.