Schmid Samuel · Bundesrat · 2001-06-19
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2001-06-19
Wortprotokoll
Herr Yves Guisan fragt an, ob auf die Sanierung des Schiessplatzes Vugelles-La Mothe für Panzer oder sogar auf den ganzen Schiessplatz verzichtet werden könnte, und will zudem wissen, ob generell Kooperationsverträge mit unseren Nachbarländern abgeschlossen werden können und so auf veraltete Schiessplätze verzichtet werden kann.
Dazu zwei Bemerkungen:
1. Das militärische Plangenehmigungsverfahren für die Sanierung des Schiessplatzes ist noch nicht definitiv abgeschlossen. Der Schiessplatz Vugelles-La Mothe wird auch in der "Armee XXI" benötigt, vor allem von dem auf dem Waffenplatz Chamblon stationierten Lehrverband Infanterie der Westschweiz. Über die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf das Sanierungsvorhaben werden die betroffenen Gemeinden am 28. Juni 2001 - also in wenigen Tagen - vom Chef Heer informiert.
Im Zusammenhang mit einem Schreiben von Herrn Banga wird die Sicherheitspolitische Kommission über diese Ergebnisse und über das weitere Vorgehen ebenfalls ausführlich informiert werden.
2. Die Möglichkeit zur Ausbildung der "Armee XXI" im Ausland wird ebenfalls geprüft, aber es wäre falsch, davon auszugehen, dass man generell jetzt Schiessplätze ins Ausland verlagern könnte. Das wurde nie so gefordert und war auch nie Gegenstand der Abstimmung.
Die Grundausbildungsdienste sowie das Gros der Fortbildungsdienste werden mit Sicherheit weiterhin in der Schweiz erfolgen, weshalb die Armee auch zukünftig auf Schiessplätze in der Schweiz angewiesen sein wird.