Schmid Samuel · Bundesrat · 2004-03-08
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2004-03-08
Wortprotokoll
Am liebsten würde ich nur mit einem Wort antworten: Ja. Aber ich kann es immerhin noch etwas deutlicher machen: Die Institution Jugend+Sport unterstützt die Aktivitäten der Sportverbände subsidiär; d. h., Träger der Sportarten sind die Verbände, sie tragen die Verantwortung, auch diejenige für die Entwicklung der einzelnen Sportarten.
Das Angebot von Jugend+Sport umfasst heute 71 Sportarten. Einzelne davon werden eher von Knaben oder jungen Männern ausgeübt, andere eher von Mädchen oder jungen Frauen. Bei Jugend+Sport gibt es keine sportart- oder geschlechtsspezifische Förderung. Jugend+Sport unterstützt alle Sportarten nach den gleichen Kriterien. Die ausbezahlten Entschädigungen schliesslich sind von der Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer abhängig. Gegenwärtig beteiligen sich im Gesamtsystem von Jugend+Sport rund 60 Prozent Knaben und 40 Prozent Mädchen oder junge Frauen. Traditionell von Männern ausgeübte Sportarten werden in letzter Zeit vermehrt auch von Frauen ausgeübt. Dies ist beim Fussball ausgeprägt festzustellen. Jugend+Sport hat einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.
Aus diesen Gründen sieht der Bundesrat nicht vor, das mit den Anpassungen des Projektes "Jugend+Sport 2000" aktualisierte und optimal funktionierende Konzept zu ändern.