Lexipedia

Eberle Roland · Ständerat · 2012-03-13

Eberle Roland · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-03-13

Wortprotokoll

Ich bitte Sie, dem Antrag des Bundesrates zu folgen. Wo Sprachkenntnisse und Mehrsprachigkeit zwingend gefordert sind, steht es im Stellenprofil, und es besteht ein entsprechender Markt. Die Forderung nach Geld und Zeit für den Erwerb der zusätzlichen Sprachkompetenz passt nicht in das Bild eines modernen Arbeitsmarktes. Es ist innerhalb wie ausserhalb der Bundesverwaltung nicht die Regel, dass der Arbeitgeber so weit geht und die entsprechenden Qualifikationen auch noch finanziert oder mitfinanziert. In der heutigen Zeit, in der viele Stellenprofile möglich sind, dürfte es durchaus einem modernen Verständnis entsprechen, dass man von Kadern und von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Bundesverwaltung ein lebenslanges Lernen erwartet. [PAGE 210]

Ein nichtnachvollziehbares Argument ist jenes, dass bestehende Mittel ausgegeben werden müssen. Wie ich den Bund und die Bundesverwaltung bis heute erlebt habe, sind sie in dieser Hinsicht ja nicht inaktiv; es werden, wenn die Rechnung stimmt, ja 6 Millionen Franken für die entsprechende Ausbildung ausgegeben. Ich gehe davon aus, dass die Bedürfnisse nicht grösser sind; dazu wird die Frau Bundespräsidentin sicher noch Ausführungen machen.

Ich bin klar für die Forderung nach Sprachförderung, ich bin aber dagegen, dass der Bund die gesamten Aufwendungen in Form von Zeit und Geld zu übernehmen hat.