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Fehr Jacqueline · Nationalrat · 2011-12-13

Fehr Jacqueline · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2011-12-13

Wortprotokoll

Ich beantrage Ihnen, der parlamentarischen Initiative Rossini Folge zu geben. Die Diskussionen in der Kommission, aber auch die Medienberichterstattung im Winter - egal ob es der kommende sein wird oder der vergangene gewesen ist - zeigen, dass das Problem real ist und dass die bestehenden Instrumente ungenügend sind. Damit ist Handlungsbedarf gegeben, und Handlungsbedarf ist das, was wir in der ersten Phase der Beratung einer parlamentarischen Initiative überprüfen müssen.

Da das Bewusstsein für Gefahren tendenziell eher abnimmt, wird das in der Initiative beschriebene Problem tendenziell grösser werden. Man traut sich immer mehr zu, die technischen Voraussetzungen sind immer besser, um immer mehr Risiken einzugehen. Immer mehr Leute, die die Verhältnisse in den Bergen nicht sehr gut kennen, sind dort aktiv; sie sind auch dort aktiv, wo die Gefahren sehr gross sind. Damit werden aber auch jene Menschen gefährdet, die auf den Pisten fahren, die in den geschützten Zonen fahren und sich dort in Sicherheit wähnen. Das gibt einen Konflikt, dem viele Betriebe, viele Angestellte dieser Transportunternehmen hilflos gegenüberstehen. Sie wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Sie wissen nicht, wie sie die Leute auf den Pisten vor jenen schützen sollen, die sich zu viel zutrauen und zu hohe Risiken eingehen.

Hier können, sollen die Instrumente ergänzt werden. Es wird vorgeschlagen, dass ein ähnliches Regime wie im Strassenverkehr eingeführt werden soll, dass also für Fehlverhalten, das andere gefährdet, das Unschuldige gefährdet, Bussen ausgesprochen werden können. Damit wird nicht eine Pistenpolizei gefordert, wie das andere bereits gemacht haben. Es werden auch nicht andere drakonische Massnahmen gefordert, sondern ein Instrument, das wir wie gesagt aus dem Strassenverkehr sehr gut kennen, ein Instrument, das jene schützen soll, die sich korrekt verhalten, und das gegenüber jenen ein klares Zeichen setzen soll, die andere in Gefahr bringen.

Auch wenn noch viele Fragen offen sind, denke ich, dass diese Initiative ein wichtiges Problem aufwirft, das wir ab nächstem Wochenende sicher wieder intensiv über die Medien zur Kenntnis nehmen müssen. Ich denke deshalb, dass es angezeigt ist, dieser Initiative Folge zu geben, damit diese Frage detaillierter geprüft werden kann.