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Beerli Christine · Ständerat · 2001-06-06

Beerli Christine · Ständerat · Bern · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2001-06-06

Wortprotokoll

Ich werde mich nach diesem langen Morgen kurz halten.

Ich bin grundsätzlich mit der Antwort des Bundesrates einverstanden. Ich bin jemand, der eher von der technischen Seite her kommt, auch von den Fachhochschulen her. Ich bin auch jemand, der von der Zukunftsträchtigkeit und der Wichtigkeit der Naturwissenschaften überzeugt ist, und deshalb ist es relativ unverdächtig, wenn ich in diesem Rahmen eine Interpellation zum Mittelfluss bei den Geistes- und Sozialwissenschaften eingereicht habe.

Ich bin überzeugt, dass es in einer Zeit, da wir im Bereich der Naturwissenschaften unser Wissen ständig vertiefen und erweitern, wichtig ist, dass wir ebenfalls anderweitig tätig sind und die Forschung im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit grosser Ernsthaftigkeit betreiben. Es ist dies die ewige Spannung zwischen dem Verfügungswissen und dem Orientierungswissen.

Wir sind im Bereich des Verfügungswissens sehr weit fortgeschritten. Wir haben aber manchmal das Gefühl, im Orientierungswissen etwas zurückgeblieben zu sein, sodass wir nicht mehr ganz genau wissen, ob all das, was wir im Bereich des Verfügungswissens können, auch tun dürfen. Deshalb braucht es auch Forschung im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften.

Ich bin sehr froh darüber, dass der Bundesrat dies auch so sieht. Ich bin sehr froh darüber, dass gerade im Bereich der Nationalen Forschungsschwerpunkte eine Evaluation stattfindet, dass man die Probleme aufnimmt, die sich beim letzten Schwerpunktprogramm bei der Zuteilung der Mittel ergeben haben. Ich bin zudem froh darüber, dass gerade diese ganze Diskussion die Geistes- und Sozialwissenschaften geweckt hat. Ich habe mit Interesse das kleine Büchlein "L'avenir des sciences sociales en Suisse" gelesen, das in der Folge eines Kongresses erarbeitet worden ist.

Ich glaube, dass das Problembewusstsein vorhanden ist und man jetzt gemeinsam - Bundesrat, Kantone, aber auch Geistes- und Sozialwissenschaften selber - in die Zukunft gehen kann und dass sich da etwas Positives anbahnt.

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