Amstutz Adrian · Nationalrat · 2012-03-05
Amstutz Adrian · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-03-05
Wortprotokoll
Es ist erstaunlich, wie wenig Kolleginnen und Kollegen das Thema offenbar interessiert. Die Anwesenheit im Saal ist nicht gerade grossartig.
Ich habe vorab eine Bemerkung zu den Aussagen der Büromitglieder. Wenn wir eine Teuerung haben und die Löhne anpassen, machen wir dasselbe auch umgekehrt, wenn es rückwärtsgeht? Letztes Jahr hatten wir keine Teuerung, sondern im Gegenteil einen leichten Rückgang der Preise, und im laufenden Jahr wird es wahrscheinlich auch so sein. Und darum ist es in einer Zeit, in der wir hier früher oder später über neue Sparpakete werden diskutieren müssen, in einer Zeit, in der viele Menschen ihren Gürtel enger schnallen müssen, nichts als Anstand, wenn wir aus diesem Parlament heraus ein Signal senden, dass wir auf diese Teuerungszulage, auf diese Lohnerhöhung verzichten und damit auch etwas dazu beitragen, dass die Bevölkerung unsere Entschädigungen akzeptiert. Seien wir doch ehrlich: Wenn wir die Entschädigung im Quervergleich mit jenen in KMU und von Landwirten anschauen, mit jenen in der Tourismusbranche, dann sind wir sehr gut bezahlt. Sehr gut bezahlt! Ohne Risiko notabene! Wir tragen kein Risiko, irgendwie Ende Jahr mit dem eigenen Geldbeutel geradestehen zu müssen; das tragen wir nicht, was wir auch immer tun. Es ist eben tatsächlich so, dass wir bewusst ein Milizparlament bleiben sollten, damit die Erfahrungen, die wir aus dem realen Berufsleben mitnehmen können, auch in diesem Parlament Widerhall finden können. Ich glaube, das ist nötiger denn je.
Ich bitte Sie deshalb, der Minderheit zu folgen und Nichteintreten zu beschliessen. Wir verdienen genug!