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Eichenberger-Walther Corina · Nationalrat · 2011-12-05

Eichenberger-Walther Corina · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion · 2011-12-05

Wortprotokoll

Im Namen der Minderheit beantrage ich Ihnen, diese Motion abzulehnen. Die Minderheit ist der Überzeugung, dass es nicht notwendig ist, die Stelle eines Truppenombudsmanns zu schaffen. Die Mittel eines Ombudsmanns zur Konfliktlösung sind beschränkt, und es müsste eine neue Struktur für die Organisation etabliert werden. Der Ombudsmann wäre eine Art Mediator zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Ob damit Probleme in einer streng hierarchischen Struktur gelöst werden können, bezweifelt die Minderheit. [PAGE 1897]

Bagatellfälle, die im Dienstbetrieb zu lösen sind, würden dann zu einem Ombudsmann gelangen. Es wäre aber falsch, wenn der Ombudsmann einfach Anlaufstelle für Unangenehmes im Dienstbetrieb würde. Die Minderheit ist überzeugt, dass die auftretenden Konflikte und Probleme besser direkt zwischen den Betroffenen gelöst werden, und zwar so unbürokratisch wie möglich. Allenfalls sind sie auf dem Dienstweg zu lösen, im Gespräch mit dem Vorgesetzten. Das funktioniert heute, und zwar nicht schlecht. Zudem bestehen mehrere Möglichkeiten zur Lösung von zwischenmenschlichen oder organisatorischen Problemen im Dienstbetrieb und auch solcher persönlicher Natur. Dafür stehen die Armeeseelsorger und der Psychologisch-Pädagogische Dienst zur Verfügung. Mit den bestehenden Anlaufstellen gibt es für die Armeeangehörigen genügend Möglichkeiten, die auch Vertraulichkeit und Anonymität gewährleisten.

Lehnen Sie deshalb mit der Minderheit diese Motion ab.

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