Bischofberger Ivo · Ständerat · 2011-03-14
Bischofberger Ivo · Ständerat · Appenzell I.-Rh. · Christlichdemokratische Fraktion · 2011-03-14
Wortprotokoll
Ich bitte Sie, auf die Vorlage einzutreten und bei Artikel 24 Buchstabe fbis den Antrag der Minderheit zu unterstützen.
Es liegt mir fern, dieses Geschäft zu einem Politikum Stadt-Land hochzustilisieren. Dennoch scheint es mir äusserst wichtig, dass wir neben all den benannten Aspekten - Milizfeuerwehrdienst, Dienstbereitschaft, Tätigkeit zugunsten der Öffentlichkeit und anderes mehr - einem weiteren Aspekt Beachtung schenken, nämlich der Situation, wie sie sich in einem kleinen Landkanton konkret zeigt. Mit dem revidierten Feuerschutzgesetz gemäss Konzeption "Feuerwehr 2000plus" entwickelten sich seit 1995 eigentlich zwei unterschiedliche Systeme: einerseits das städtische oder zentralistische und andererseits das ländliche oder dezentrale System. Im Hinblick auf dieses zweite System ist diese Vorlage für den ländlichen Raum, für einen ländlichen Kanton wie Appenzell Innerrhoden mit seiner extremen Streubesiedlung von enormer Bedeutung. Im Ernstfall haben unsere Milizfeuerwehrleute inklusive Kader in den einzelnen Gemeinden und Bezirken rund um die Uhr die gleiche grosse Verantwortung wie zentralistisch agierende Feuerwehrkorps. Die zum Teil extremen Zufahrtswege zu den weitab gelegenen Einzelhöfen erfordern im Vergleich zu städtischen Gegebenheiten spezielle Anschaffungen beim Maschinenpark wie auch im Korpsmaterial. Die dezentrale Streubesiedlung bringt es - in den letzten Jahren mehr denn je - mit sich, dass unsere Feuerwehrleute auch bei umweltbedingten Elementarschäden zum Einsatz kommen.
Nun die Frage: Wer leistet diesen wertvollen Dienst? Dass dieser Dienst wertvoll ist, bestätigen Ihnen all diejenigen, welche je von einem solchen Schadenereignis betroffen waren. Diesen Dienst leisten bis in hohe Chargen hinauf freiwillige junge Männer und zum Teil auch Frauen, die zum Glück heute noch grosse Verantwortung übernehmen. In den ländlichen Kantonen können wir auf diese zum Teil ideell motivierten freiwilligen Leute für diesen Einsatz zugunsten der Öffentlichkeit nicht verzichten.
Darum bitte ich Sie, gegenüber all diesen Milizfeuerwehrdienstleistenden ein Zeichen der Wertschätzung zu setzen und die Minderheit zu unterstützen.