Stadler Markus · Ständerat · 2013-09-16
Stadler Markus · Ständerat · Uri · Grünliberale Fraktion · 2013-09-16
Wortprotokoll
Bei diesem Artikel geht es, wie wir gehört haben, um Integrationskriterien, um den Teilaspekt der Sprache. Mehrheit und Minderheit verwenden bezüglich der Fähigkeiten das Erfordernis "gut". Aus der Schule erinnern wir uns, dass man bei den Noten zwischen "sehr gut", "gut", "genügend" und "ungenügend" unterscheidet. Mit "genügend" erfüllt man jeweils das Kriterium für den Übergang in die nächste Stufe; es braucht dazu kein "gut".
Wenn wir die Schweizer Bevölkerung betrachten und dabei die Sonnenbrille ablegen, dann erkennen wir, dass sich nicht alle von uns gut verständlich machen können, schon gar nicht schriftlich; Frau Kollegin Diener hat darauf hingewiesen. Integrationskriterien sollten auf Integration abzielen, auf ein verständnisvolles Zusammenleben. Sie sollten aber keine Integrationshürden darstellen, die etliche Schweizerinnen und Schweizer auch nicht überspringen könnten.
Ich empfehle Ihnen daher, für die Sprachfähigkeit in Wort und Schrift das Erfordernis "genügend" zu verwenden, und bitte Sie, diesem vermittelnden und, denke ich, fairen Einzelantrag zuzustimmen.