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Fetz Anita · Ständerat · 2013-03-13

Fetz Anita · Ständerat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2013-03-13

Wortprotokoll

Der Bund unterstützt die Freibergerrasse heute schon mit 3 Millionen Franken jährlich. Er zahlt dem Zuchtverband 400 Franken pro Fohlen. Damit wird unkontrollierte Mehrproduktion gefördert, die man nicht für die Züchtung und Generhaltung, wie mein Kollege gesagt hat, braucht. Viele Fohlen können nicht als Reit- und Zuchtpferde eingesetzt werden, sondern sie landen dann, sozusagen überzählig, irgendwo in Osteuropa unter miesesten Bedingungen auf einer Schlachtbank und kehren dann schlimmstenfalls wieder zurück als Reste in einer Lasagne. Das betrifft 700 bis 1000 Fohlen pro Jahr. Wenn man jetzt noch das Importkontingent dazunimmt, dann verschärft sich das einfach.

Ich glaube nicht - das möchte ich meinen Kollegen aus dem Jura ans Herz legen, die das letzte Mal dafür gesorgt haben, dass diese Bestimmung aufgenommen wurde -, dass man das für die Züchtung oder für Sportpferde braucht. Ich kann Ihnen sagen, wenn es sich bei den Leuten herumspricht, dass man Freiberger Pferde züchtet und die Fohlen dann auf die Schlachtbank führt, dann wird das Image der Züchter der Freiberger und insbesondere auch das Image der Rasse massiv leiden, und das dürfte sich dann als veritables Problem darstellen.

Man kann das emotional finden, wie mein geschätzter Kollege gesagt hat. Aber immerhin, es sind vor allem auch die städtischen Leute, die diese Sport- und Zuchtpferde nutzen wollen. Wir finden es auch sehr gut, dass das unterstützt wird, immerhin mit 3 Millionen Franken pro Jahr. Aber es gibt keinen Grund, Fohlen auf Vorrat zu züchten, um sie nachher zu schlachten. Dagegen wehre ich mich, und deshalb bitte ich Sie, die Mehrheit zu unterstützen und die Zuchtunterstützung so, wie der Bundesrat sie heute schon macht, stehenzulassen. Das genügt nämlich weitgehend.

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