Keller Robert · Nationalrat · 2001-10-01
Keller Robert · Nationalrat · Zürich · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2001-10-01
Wortprotokoll
Ich habe den Auftrag, Ihnen den Antrag der SVP-Fraktion zu erläutern.
Es handelt sich bei den Neubauten in Lausanne um ein Projekt von strategischer Bedeutung. Wir freuen uns besonders darüber, dass in der Romandie investiert wird.
Von den 1,7 Milliarden Franken, die dem ETH-Bereich im Jahre 2001 zur Verfügung stehen, sind für Bauten 293 Millionen Franken vorgesehen. In Zukunft wird es weniger sein.
Die beiden Hauptbrocken:
1. Die Teilsanierung des Maschinenlaboratoriums 2 an der ETH Zürich Zentrum: Sie ist nötig. Alle, die dieses Gebäude kennen, wissen, dass die Tragkonstruktion, die Fassade, die Infrastruktur usw. nicht mehr genügen.
2. Die Neubauten für Informations- und Kommunikationssysteme in Lausanne in der Höhe von 80 Millionen Franken: Wir haben uns orientiert. Auf diesem Gebiet spielt die ETH Lausanne national und international eine grosse Rolle; sie arbeitet mit hoher Professionalität. Die Projekte für die beiden Gebäude wurden Ihnen von Kollege Estermann erläutert. Wir bitten Sie, dem Kredit von 180 Millionen Franken zu entsprechen.
Ich möchte trotzdem noch eine Bemerkung zur Sitzung der Kommission für öffentliche Bauten (KöB) vom 16. August 2001 machen: Wir sind ein bisschen aufsässig. Die Unterlagen des Bundesrates und des ETH-Rates werden immer besser. Wir müssen uns jedoch fragen, ob es richtig ist, an einer Sitzung der KöB von einem halben Tag über Kredite von 180 Millionen Franken zu entscheiden. Sollten wir - fast alle Baufachleute in dieser Kommission - unser Wissen nicht schon in der Anfangsphase, also bei der Projektierung einbringen?
Wir haben uns auch über das Paul-Scherrer-Institut orientieren lassen, insbesondere über die Synchrotronlichtquelle Schweiz, die weltweit einmalig ist. Die internationale Benützerschaft beträgt 50 bis 80 Prozent, es gibt wissenschaftsgetriebene Forschung, Berufslabor, Energieforschung, Strahlenforschung. Das ist in der Schweiz einmalig. Wir haben beim ETH-Rat auch Kennzahlen - Kennzahlen zum Vergleichen, denn es ist komplex - für Neubauten, Büros, Auditorien, Lehrbetriebe, Labors usw. in verschiedenen Städten und Hochschulen verlangt. Auch der Vergabemodus wurde diskutiert: Generalunternehmen, Totalunternehmen, Architekten. Auch die Sicherheit spielt in Zukunft eine grosse Rolle.
Sie können versichert sein, dass wir der Sache auf den Grund gehen. Wir glauben, auf dem richtigen Weg zu sein, und bitten Sie, dem Antrag der Kommission zuzustimmen.