Schmid Samuel · Bundesrat · 2001-10-01
Schmid Samuel · Bundesrat · Bern · 2001-10-01
Wortprotokoll
Da habe auch ich einiges gelernt.
Das VBS ist angehalten, den gültigen Vorschriften im Beschaffungswesen nachzuleben. Das heisst, dass die Beschaffung von Gütern, welche im Einkauf einen bestimmten Schwellenwert pro Jahr übersteigen, gemäss WTO-Abkommen öffentlich auszuschreiben ist. Es stimmt, dass in den letzten Jahren Tomatenpüree in Dosen im Ausland beschafft wurde. Es geht dabei um etwa 30 Tonnen Püree pro Jahr, was einer Tomatenmenge von etwa 120 Tonnen entspricht. Im Vergleich zur Gesamtmenge der schweizerischen Frischtomatenproduktion, die sich auf etwa 31 000 Tonnen pro Jahr beläuft, fällt diese Menge nicht ins Gewicht.
Der Verzicht auf inländische Tomaten für die Püreeproduktion beruht einerseits auf finanziellen Gründen: Das Püree aus Inlandproduktion ist mehr als drei Mal so teuer wie ausländisches Püree. Andererseits beruht dieser Verzicht aber auch auf Qualitätsgründen: Das früher beschaffte, rein aus inländischen Tomaten hergestellte Püree war qualitativ ungenügend; es konnte erst verbessert werden, als der Anteil inländischer Früchte um fast 50 Prozent reduziert wurde und das Püree mit ausländischem Extrakt angereichert wurde.
Der Einkauf von Frischwaren schliesslich ist Sache der Truppe und erfolgt freihändig nach den Regeln der Einkaufsverordnung im Rahmen des täglichen Verpflegungskredites.