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Wobmann Walter · Nationalrat · 2013-09-16

Wobmann Walter · Nationalrat · Solothurn · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-09-16

Wortprotokoll

Bei der Standesinitiative Bern geht es um die Aufnahme der beiden Autobahnzubringer Emmental und Oberaargau ins Nationalstrassennetz. Die ganze Region Emmental/Oberaargau ist extrem mit Verkehr belastet. Die Verkehrsfrequenz ist sehr hoch. Auf der Strecke Oberburg-Burgdorf-Kirchberg verkehren täglich rund 18 000 Fahrzeuge; das sind etwa 5000 Fahrzeuge mehr als am Gotthard. 13 Prozent davon sind Schwerverkehr. Beim Zubringer Oberaargau ist es ähnlich. Dort verkehren etwa 14 000 Fahrzeuge pro Tag, und sogar 17 Prozent davon sind Schwerverkehr. Der Verkehr fliesst durch Dörfer. Ich denke da an die Sicherheit, an die Umweltbelastung. Der Verkehr fliesst an Schulen, an Kindergärten, ja sogar an einem Spital vorbei. Der Zustand in dieser Region ist effektiv unhaltbar.

Dazu kommt natürlich noch die wirtschaftliche Situation dieser Region. Der Autobahnzubringer Emmental wird im kantonalen Richtplan als wirtschaftliche Hauptachse definiert. Das ist auch mit ein Grund dafür, dass es überhaupt eine Standesinitiative des Kantons Bern gibt, in der dieser Zubringer gefordert wird. Es geht um die ganze Region Emmental/Oberaargau, aber auch um die angrenzenden Gebiete im Kanton Solothurn und das Entlebuch. Es geht auch um die wirtschaftliche Entwicklung. Die Mitarbeiter vieler internationaler Unternehmen arbeiten und leben in diesem Raum; es sind über 10 000 Arbeitsplätze. Der Anschluss dieser Region an die anderen Wirtschaftsräume wie Basel, Bern und Zürich ist von grösster Bedeutung nicht nur für die zukünftige Entwicklung der ganzen Region, sondern auch für das Überleben von sehr vielen Firmen.

Ich bitte Sie daher, der Standesinitiative Bern Folge zu geben.

Ebenfalls bitte ich Sie, der Initiative des Kantons Genf Folge zu geben. In dieser wird den Bau einer Seeüberquerung bei Genf verlangt. Der Genfer Seebogen ist eine der dynamischsten Regionen der ganzen Schweiz. Genf hat täglich über 100 000 Grenzgänger, keine andere Grenzregion hat so viele Grenzgänger. Die Seeüberquerung würde optimal ins Projekt einer Ringumfahrung passen, und die ganze Region könnte davon profitieren.

Ich bitte Sie, auch der Standesinitiative Genf Folge zu geben. [PAGE 1398]

[VS]