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AB 154179

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2013-09-16

Wortprotokoll

In der Schweiz können derzeit rund 7000 Lehrstellen nicht besetzt werden. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Fachkräften drohen der Schweizer Wirtschaft Einbussen an Wertschöpfung und Produktivität. Vor diesem Hintergrund wird an einer Projektidee mit zwei Hauptzielen gearbeitet:

Zum einen geht es darum, dem Fachkräftemangel unserer Wirtschaft mit Schweizer Nachwuchs entgegenzuwirken. Damit genügend Lernende ausgebildet werden können, soll das Potenzial der Jugendlichen in der Schweiz optimal ausgeschöpft werden. Konkret sollen Branchen mit Schwierigkeiten bei der Lehrstellenbesetzung verstärkt vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation und von den Organisationen der Arbeitswelt bei der Rekrutierung von Schweizer Jugendlichen unterstützt werden. In Berufen, wo darüber hinaus Lehrlingsmangel besteht, könnten junge Erwachsene aus von der Jugendarbeitslosigkeit stark betroffenen EU-Ländern ausgebildet werden.

Zum andern geht es darum, einen Beitrag zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in der EU zu leisten. Einerseits sollen Schweizer Unternehmen jungen Erwachsenen aus dem EU-Raum eine berufliche Perspektive in der Schweiz bieten, und zwar genau so weit, wie in diesen Unternehmen offene Lehrstellen vorhanden sind. Andererseits unterstützt der Bund bereits heute Schweizer Unternehmen in Europa bei der Entwicklung der dualen Berufsbildung vor Ort.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation konkretisiert derzeit die beiden Ziele und erarbeitet bis Ende 2013 einen entsprechenden Umsetzungsplan.