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Jenny This · Ständerat · 2013-06-20

Jenny This · Ständerat · Glarus · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2013-06-20

Wortprotokoll

Bei aller Wertschätzung für Kollege Schmid und für die Kommission kann ich das trotzdem nicht ganz nachvollziehen. Er hat als Hauptargument genau das gebracht, was für die Initiative sprechen würde, nämlich, dass viele Kantone dieses Verfahren ja schon kennen.

Es ist ja nicht so, dass das den Staat etwas kosten würde. Sie können nicht etwas dieses Jahr abschreiben und nächstes Jahr noch einmal. Sie haben es abgeschrieben, Punkt, fertig. Sie entscheiden als Unternehmer, wann es die finanzielle Situation zulässt, wann es die Ertragslage zulässt, etwas sofort und endgültig abzuschreiben.

Es würde auch Investitionen fördern. Viele Unternehmer tätigen Investitionen, weil sie wissen, dass die Ertragslage gut ist; ich kann heute beispielsweise linear 31 Prozent abschreiben, nachher könnte man mit Teilgütern allenfalls alles abschreiben. Das ist ja nur für die Unternehmung, das Geld bleibt in der Unternehmung und stärkt die finanzielle [PAGE 638] Situation in Krisenzeiten, weil man die Güter bereits abgeschrieben hat.

Wenn man die Immobilien anspricht, muss man sagen, dass ja nur die betriebswirtschaftlich notwendigen Immobilien betroffen sind. Ich kann also nicht eine Überbauung realisieren, die ich kommerziell betreiben werde, und nachher alles zu 100 Prozent abschreiben. Das ist nicht die Meinung - dort sind 2 Prozent angesagt.

Die Initiative will eigentlich gar nichts anderes als auf das Handelsrecht abstützen. Es wäre eine einheitliche Regelung. Ich würde das jetzt nicht so eng sehen, wie das die Mehrheit der Kommission sieht.

Ich möchte Sie bitten, allerdings mit Aussicht auf sehr kleinen Erfolg, dieser Initiative Folge zu geben.