Quadranti Rosmarie · Nationalrat · 2014-03-10
Quadranti Rosmarie · Nationalrat · Zürich · Fraktion BD · 2014-03-10
Wortprotokoll
Die Schweizerschulen im Ausland haben und hatten schon immer einen mehrfachen Auftrag. Für die Schweizerschulen ging es also nicht nur darum, Schweizer Kinder im Ausland zu unterrichten, sondern eben auch darum, ein Aushängeschild für die Schweiz zu sein. Ich habe es bereits beim Eintreten angeführt: Die Schweizerschulen sind auch bei Schülerinnen und Schülern des jeweiligen Gastlandes beliebt, und das ist gut so. Sie tragen dazu bei, dass unsere Kultur im Gastland bekannter wird, und die Qualität der Schulen stärkt die Marke Schweiz. Immer schon waren die Auslandschulen auch wichtig für die Gemeinschaften der Auslandschweizer.
Die BDP-Fraktion lehnt den Minderheitsantrag Keller Peter ab. Warum tut sie das? In den Artikeln 3 bis 5 sind die Kriterien für die Schweizerschulen ausreichend beschrieben, und in Artikel 10 wird festgehalten, dass sich die Höhe der Finanzhilfen auch nach dem Bestand der Schülerinnen und Schüler oder Lernenden mit Schweizer Pass ausrichten soll. Ebenso wird dort erwähnt, dass ein Kriterium eben die Anzahl Lehrerinnen und Lehrer mit Schweizer Patent ist. Swissness hier anzubringen ist zwar nett, bringt aber meiner Meinung nach wenig. Ich bin überzeugt, dass eine Schweizerschule sich nicht zum Ziel setzt, keine Schweizer Schülerinnen und Schüler zu haben. Wenn es aber mindestens 10 Prozent sein müssen, könnte dies gerade in der Aufbauphase ein Killerkriterium sein.
Deshalb lehnen wir den Minderheitsantrag ab und werden in einem ersten Schritt den Einzelantrag Schneider-Schneiter unterstützen, der uns sinnvoller zu sein scheint. Schlussendlich aber bleiben wir beim Antrag der Mehrheit; diesen Antrag haben wir schon in der Kommission unterstützt.