Hutter Markus · Nationalrat · 2011-09-21
Hutter Markus · Nationalrat · Zürich · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-09-21
Wortprotokoll
Herr Kollege Pardini, das kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung sehr genau sagen: Es dauert unendlich lange bei allen, die ihre Verantwortung als Unternehmer wahrnehmen. Ich kann Ihnen sagen: Unser Betrieb in Schaffhausen ist auch betroffen, wir sind auch geschädigt aufgrund der rasanten Währungsentwicklung, und wir verkaufen das teuerste Konsumgut. Sie wissen auch, Sie haben es gelesen, dass der Trend, im Ausland einzukaufen, stärker geworden ist. Wir haben aber nie den Gedanken gehabt, jetzt plötzlich nur noch Leute zu [PAGE 1549] tiefen Löhnen anzustellen; ich kenne keinen Unternehmenskollegen, der solche Gedanken gewälzt hätte. Im Gegenteil, wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen. Die Überlegung, die Sie uns jetzt praktisch unterstellen, ist uns völlig fremd.
Sehen Sie sich um, und Sie stellen fest - Sie machen diese Erfahrung als Gewerkschafter auch -: Es wird sehr verantwortungsvoll umgegangen mit den Massnahmen. Auch die Arbeitgeberseite weiss sehr wohl, dass das Prinzip, dass die Löhne in der Schweiz in Schweizerfranken auszubezahlen sind, gelten muss. Ich habe keine Bedenken. Wenn es Ausnahmefälle gibt, ist es klar, dass es Sache der Sozialpartner ist, dies zu regeln. Wir können jetzt nicht mittels eines zeitlich befristeten Massnahmenpaketes plötzlich auch noch das OR abändern. Belassen wir es, wie es ist. Gehen wir aber, wenn solche Fälle auftreten, der Sache nach.
Folgen Sie auch hier der Mehrheit der Kommission und dem Bundesrat.