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AB 161600

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2014-03-17

Wortprotokoll

Zu Ihrer ersten Frage, Frau Nationalrätin Kessler: Die Zahl der Eintritte in eine Pflegeausbildung auf der Sekundarstufe II und auf der Tertiärstufe nimmt von Jahr zu Jahr zu. Seit 2006 kann gemäss Hochrechnungen ein Zuwachs um das Zweieinhalbfache verzeichnet werden. Auf der Sekundarstufe II wurden 2013 rund 4000 Ausbildungsverhältnisse "Fachfrau bzw. Fachmann Gesundheit" mit Fähigkeitszeugnis und 750 "Assistentinnen bzw. Assistenten Gesundheit und Soziales" mit Berufsattest neu aufgenommen. Auf der Tertiärstufe konnten 2012 die höheren Fachschulen 1800 Neueintritte und die Fachhochschulen 1100 Neueintritte verzeichnen.

Zur zweiten Frage: Gemäss dem Nationalen Versorgungsbericht für die Gesundheitsberufe 2009 liegt der jährliche Nachwuchsbedarf in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie in der Spitex für die Pflege und Betreuung bei 4400 auf der Sekundarstufe II sowie bei rund 4700 auf der Tertiärstufe.

Zur dritten Frage: Mit dem Masterplan Bildung Pflegeberufe haben sich Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt zum Ziel gesetzt, die Zahl der inländischen Ausbildungsabschlüsse zu erhöhen. Auf der Sekundarstufe II entspricht die Zahl der Abschlüsse schon fast dem Bedarf. Auf der Tertiärstufe werden die Anstrengungen fortgesetzt. Neben den Bestrebungen im Bildungsbereich müssen die ausgebildeten Fachkräfte auch länger im Beruf gehalten und muss der Wiedereinstieg nach einem Erwerbsunterbruch erleichtert werden. Hier sind die Kantone und Institutionen des Gesundheitswesens gefordert, in attraktive Arbeitsbedingungen für die Pflegeberufe zu investieren. Diese Bestrebungen sind auch Bestandteil des Massnahmenplans der Fachkräfteinitiative, die von Bund, Kantonen und Sozialpartnern gemeinsam getragen wird.

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