Wobmann Walter · Nationalrat · 2009-03-05
Wobmann Walter · Nationalrat · Solothurn · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-03-05
Wortprotokoll
Als Präsident des Schweizer Motorrad-Verbandes (FMS) und als ehemaliger Motorradrennfahrer bitte ich Sie, der Aufhebung des Rundstrecken-Rennverbotes zuzustimmen. Es geht hier auch um die Motorräder, nicht nur um die Autos. Es muss mit der Diskriminierung einer Sportart, die auch in der Schweiz mehrere Tausend Aktive und mehrere Hunderttausend Fans hat, endlich Schluss sein. Diese Leute müssen ins Ausland fahren, um ihren Sport auszuüben. Selbst die Schweizermeisterschaften müssen im Ausland durchgeführt werden. Der Aufwand ist enorm, das Geld fliesst ins Ausland, und die Reisen sind sehr weit.
Zur Sicherheit: Die Rennstrecken, die Fahrzeuge, die Ausrüstung, das alles ist in den letzten Jahren um Welten - um Welten - besser geworden. Ich behaupte, dass der Motorsport heute überhaupt nicht gefährlicher ist als andere Geschwindigkeitssportarten - ich denke da an Skirennen. Gerade auch für junge Leute, die gerne einmal schnell fahren, wäre eine Rennstrecke ideal. Sie wäre auch ein Beitrag zur Verkehrssicherheit. Es wäre aber auch ein Beitrag an Innovationen und technische Weiterentwicklungen. Ich kann das aus der Praxis sagen: Zurzeit ist unser Verband in Verhandlungen bezüglich der Planung von Rennen mit Motorrädern mit Alternativantrieben, zum Beispiel Elektroantrieb. Da müssten doch die Grünen sofort zustimmen. Wir müssen diese Fahrzeuge im Grenzbereich bewegen können, um sie entsprechend auch entwickeln zu können. Es geht hier also auch um Arbeitsplätze in der Schweiz. Es sind übrigens Schweizer Produkte, von denen ich hier spreche.
Wer für mehr Sicherheit, für mehr Umweltschutz, für wirtschaftliche Entwicklung ist, der stimme der Aufhebung des Rundstrecken-Rennverbotes zu.