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preparatory:AB 164558

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2012-06-07

Wortprotokoll

Ich habe schon beim Postulat Malama 10.3570 auf das vom Ständerat angenommene Postulat Berberat 12.3116 verwiesen, und ich mache das auch hier wieder. Wir haben diesen Auftrag; ich habe ausgeführt, dass wir intensiv daran sind, das zu koordinieren, und dass wir in verschiedenen Gesprächen stehen; das gilt auch für die vorliegende Motion.

Diese Motion hat noch so einen kleinen Grundton, der mich etwas stört. Dies ist ein zusätzlicher Grund, der mich dazu bringt, sie abzulehnen. Die Motionärin geht nämlich von einer Einbahnstrasse aus: Da sind Studierende, da ist der Alltag, und die Armee hat sich gefälligst zu arrangieren - ich übertreibe jetzt etwas. Dieses Sich-gefälligst-zu-arrangieren-Haben passt mir nicht ganz, denn wir bieten den jungen Leuten eine Ausbildung an, wir bieten Events an, wir bieten einen Teil Lebensschule an, wir bieten etwas an, was [PAGE 1000] einmalig ist. Armee und Zivilleben/Beruf - das funktioniert nicht über eine Einbahnstrasse, sondern über den Dialog.

Es gilt zwar, 18 Wochen RS zu absolvieren. Diese können in der heutigen Zeit querliegen; aber auf 45 Jahre Erwerbsleben, das bevorsteht, sollte dies möglich sein. Die jungen Leute, die zu uns kommen, können eine einmalige Erfahrung machen, sei es in der Rekrutenschule, sei es in einer Kaderschule.

Wir suchen nach Lösungen, meinen aber, dass auch die zivile Seite bereit sein muss, Lösungen zu finden. Wir sind nicht jemand, der nur nimmt, sondern wir geben auch sehr viel: in der Ausbildung und wo auch immer im Zivilleben. Wir bieten mit der Armee Sicherheit und ein gutes Umfeld. Wir müssen mit der zivilen Seite zu einem Dialog und zu Lösungen finden, es kann keine Einbahnstrasse sein. Das ist - Klammerbemerkung - das Kleine, das mich am Text der Motion etwas stört.

Ich bitte Sie daher, beim vom Ständerat angenommenen Postulat Berberat zu bleiben. Das Anliegen ist klar, wir werden Lösungen finden, aber es muss im Dialog passieren. Ich bitte Sie also, die Motion abzulehnen, weil das Anliegen bereits deponiert ist.