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Stamm Luzi · Nationalrat · 2009-09-21

Stamm Luzi · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2009-09-21

Wortprotokoll

Herzlichen Dank für die Flexibilität. Ich gehe nur auf die Frage ein: "Wo ist das Gold?", respektive ich begründe den Antrag, dass das Gold in der Schweiz aufzubewahren sei.

Sie können über das Gold abendelang diskutieren, über die Frage, welchen Wert es hat oder ob es sinnvoll sei, Goldbestände zu halten. Hier gibt es verschiedene Philosophien. Wir hören nachher Kollege Kaufmann; wir hören heute zwei, drei Meinungen. Aber ich frage Sie: Weshalb wollen Sie das Gold, wenn Sie Gold haben, nicht im eigenen Land haben? Wenn Sie schon sagen, Gold habe einen Zweck; wenn Sie schon sagen, irgendwann könnte einmal eine Krise kommen, in der es wieder Gold brauche; wenn Sie schon sagen, die Währungen seien nicht so sicher, sogar der Dollar könne zusammenbrechen, man wisse nie, was Währungen wert seien, was Papiergeld wert sei, vielleicht komme wieder einmal eine Krise - weshalb sagen Sie dann, es sei gleichgültig, ob dieses Gold in der Schweiz sei?

Ich will nicht zu weit zurückblenden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das schweizerische Gold in den Vereinigten Staaten blockiert. Es wurde damals in den Vereinigten Staaten mehr Gold blockiert als all dieses Nazigold, welches später angeblich ein Problem gewesen sein soll. Massive Mengen des schweizerischen Goldes wurden im Ausland zurückgehalten. Weshalb soll Gold, das wir haben, nicht in der Schweiz sein? Weshalb soll die Schweizer Bevölkerung nicht wissen, wo das Gold ist? Ich bin seit achtzehn Jahren in diesem Rat. Ich habe die ganzen Diskussionen miterlebt. Ich habe Herrn Bundesrat Villiger hier sagen hören: "Ich weiss nicht, wo das Gold ist, und ich will es auch nicht wissen." Das halte ich für nicht normal. Wenn die Schweiz Gold hat, gehört es hierher. Alle anderen Argumente verstehe ich nicht.

Ich bitte Sie deshalb, der Initiative 08.469 Folge zu geben.