Rytz Regula · Nationalrat · 2014-09-17
Rytz Regula · Nationalrat · Bern · Grüne Fraktion · 2014-09-17
Wortprotokoll
Das Thema, das wir hier diskutieren, ist ausserordentlich wichtig. Wir haben ja vor Kurzem hier im Rat beschlossen, dass wir dieses ILO-Abkommen für die Arbeitnehmenden in der Hauswirtschaft unterstützen wollen. Es ist aber auch wichtig, dass wir die Arbeitsbedingungen in den Haushalten besser überwachen und kontrollieren, weil das Arbeitsbedingungen sind, die ausserhalb des öffentlichen Blickfeldes sind, und weil die Arbeitszeiten, Pausen und Löhne nur durch die staatlichen Behörden kontrolliert werden können. Diese zum Teil sehr vereinzelten Personen, die sehr wichtige Unterstützungsarbeiten in den Haushalten leisten, können dadurch besser unterstützt werden. Es ist deshalb zentral, dass hier vermehrt auch Kontrollen durchgeführt werden und dass die Arbeitsmarktbehörden und die Arbeitsaufsichtsbehörden auch Besuche in den Privathaushalten durchführen. Das ist zwar sehr aufwendig, wird aber dazu beitragen, dass die Arbeitsbedingungen, die auch in Normalarbeitsverträgen geregelt sind, dann auch konsequent zur Anwendung kommen. Es handelt sich um einen sehr empfindlichen Bereich, weil jene Personen, welche diese Arbeiten machen, keine Unterstützung von einem Team oder von Kolleginnen und Kollegen haben, sodass sie umso mehr vom Staat geschützt werden müssen.
Deshalb bitte ich Sie, diesen Vorstoss zu unterstützen. Wir können damit die Behörden dazu ermuntern, sich noch stärker für diese zum Teil sehr schwachen Arbeitnehmenden einzusetzen; "schwach" in dem Sinne, dass sie wenig Marktmacht haben, um ihre Arbeitsrechte dann auch wirklich durchzusetzen.