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Villiger Kaspar · Bundesrat · 2001-12-04

Villiger Kaspar · Bundesrat · Luzern · 2001-12-04

Wortprotokoll

Zur ersten Frage: Nach meiner Erinnerung haben wir nur einmal eine Arbeitszeitverkürzung realisiert, seit ich dabei bin. Da hat man in der Tat, wir haben das auch offen gelegt, einen Teil an die Teuerung angerechnet, und einen Teil hat das Personal selber getragen. Damals hat man das halbiert. Dieses Jahr ist nichts Derartiges darin.

Ich gebe Herrn Hess insofern Recht, als ich den Verbänden immer gesagt habe: An sich habt ihr keinen Rechtsanspruch, die entgangene Teuerung rückwirkend irgendwie kompensiert zu erhalten. Wir hätten also ebenso gut sagen können: Wir gleichen die geschätzte Teuerung mit 0,4 Prozent aus, und die 0,6 Prozent sind eine Art Reallohnerhöhung. Ich kann durchaus in Ihrem Sinne, Herr Hess, sagen: Ich lasse das Argument der Gewerkschaften nicht gelten, die sagen, wir hätten noch einen Rückstand, den man aufholen müsse. Dies, obschon sie immer wieder kommen - ich würde als Gewerkschafter natürlich auch damit kommen.

Im Prinzip reden wir eigentlich von einer Teuerung von 0,4 Prozent, aber wir geben ein Prozent, weil sie rasch wieder ansteigt. Man könnte auch von einer Reallohnerhöhung sprechen. Die Statistik trägt das Ganze nach, und wir werden immer wieder den gleichen Disput führen. Es ist, Herr Hess, immerhin transparent.