Leutenegger Oberholzer Susanne · Nationalrat · 2014-12-10
Leutenegger Oberholzer Susanne · Nationalrat · Basel-Landschaft · Sozialdemokratische Fraktion · 2014-12-10
Wortprotokoll
Wissen Sie, was ich bei dieser Lösung befürchte, Herr Flach? Es ist mir aufgefallen, dass nach der Kommissionssitzung umgehend Vertreter von Banken gekommen sind und für diese Lösung geweibelt haben. Wissen Sie, was ich befürchte? Dass die Banken sich aus der Verantwortung schleichen wollen und dann dem Händler, z. B. dem Bijoutier, sagen, er solle Bargeld verlangen, man wolle die Sorgfaltspflichten nicht auf sich nehmen, man wolle das nicht abklären, der Händler solle das selber tun. So schleichen sich die Banken aus der Verantwortung, die Abklärungen vorzunehmen, die gemäss Gafi nötig wären. Dann bleibt das Ganze an einem Händler hängen, der das Geschäft unbedingt tätigen möchte.
Noch etwas, Herr Flach: Ich finde die Vorstellung, dass man mit 100 000 und mehr Franken Zahlungen vornehmen will, pervers. Bereits 100 000 Franken sind ein grosser Betrag. Wer geht schon zum Bijoutier - das Beispiel von Herrn Bischof im Ständerat - und kauft für über 100 000 Franken irgendwelche Weihnachtsgeschenke für seine Frau? Das ist doch absurd! Bitte bleiben Sie auf dem Boden der Realität.