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Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2013-03-21

Wortprotokoll

Der Fachkräftemangel im Pflegebereich wird vom Bundesrat nicht bestritten. Bund, Kantone, Berufsverbände und Berufsorganisationen sind engagiert an der Arbeit, und das ist der Grund, weshalb der Bundesrat der Ansicht ist, es brauche diese Motion nicht. Der Masterplan 2010 ist erwähnt worden. Ich komme aus Zeitgründen nicht darauf zurück. Ich will in aller Kürze eine Anzahl Aktivitäten erwähnen, die in Bearbeitung sind, zusätzlich zu dem, was im Masterplan Bildung Pflegeberufe vorgesehen ist. Geht es um den Wiedereinstieg, gibt es Angebote vom Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner. Die Kantone und Institutionen sind an der Finanzierung beteiligt. Der Wiedereinstieg wird also gefördert.

Zur Umschulungsfrage: Auf der Sekundarstufe II und auf der Tertiärstufe bestehen Angebote, die den Erwachsenen eine Zweitausbildung ermöglichen. Es gibt eine berufliche Grundbildung Fachfrau und Fachmann Gesundheit mit Fähigkeitszeugnis, die ab 23 Jahren angestrebt werden kann und um ein Jahr verkürzt wird; auch das ist ein Angebot. Es gibt die Möglichkeit, Bildungsleistungen zu validieren; es gibt den erleichterten Zugang im niederschwelligen Bereich, der gewährleistet ist. Im Herbst 2012 wurde schweizweit zusätzlich eine zweijährige Ausbildung Assistentin/Assistent Gesundheit und Soziales eingeführt. Dann gibt es die Attestausbildung für Jugendliche und Erwachsene, denen der Zugang zu Berufsausbildungen im Gesundheitsbereich erleichtert wird. Last, but not least bietet das Schweizerische Rote Kreuz in allen Kantonen Lehrgänge für Pflegehelferinnen an und stellt jährlich 3600 Kursbestätigungen aus.

Es wird also viel getan. Das Problem ist aber latent. Es ist anerkannt, es braucht die Motion nicht. Bund, Kantone und Organisationen sind daran, Verbesserungen herbeizuführen.

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