Lexipedia

Pantani Roberta · Nationalrat · 2012-06-13

Pantani Roberta · Nationalrat · Tessin · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2012-06-13

Wortprotokoll

Die Sozialhilfe ist ein sehr umstrittenes Thema, über das wir auch in der Kommission sehr lange diskutiert haben. Die Sozialhilfe darf keine Giesskannenhilfe sein, wie sie es heute ist. Diejenigen, die heute in die Schweiz kommen und vorläufig aufgenommen werden, profitieren oft von Sozialleistungen, während sie anderen Aktivitäten nachgehen. Der Fall des Pakistaners im Aargau ist ein Beispiel für viele. Oft erhalten Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene bessere Leistungen vom Staat als Schweizer Bürger. Dies ist unverständlich und muss zwingend geändert werden. Es geht nicht um die humanitäre Tradition der Schweiz, sondern darum, dass Schweizer Bürgerinnen und Bürger, die immer zum Wohl unseres Landes beigetragen haben, nicht weniger Unterstützung erhalten als diejenigen, die erst vor kurzer Zeit angekommen sind und nur vom Staat profitieren. Aus den Statistiken des Bundesamtes für Migration ist ersichtlich, dass 92 Prozent der Flüchtlinge und 78 Prozent der vorläufig Aufgenommenen Sozialleistungen erhalten. Die meisten Sozialhilfeempfänger sind in der Altersgruppe zwischen 18 und 35 Jahren, 60 Prozent sind Männer, 55,3 Prozent sind ledig. Diese Daten zeigen einmal mehr, wie die Sozialhilfe für Leute verschwendet wird, die in der Lage wären zu arbeiten, meist gesund, jung und stark sind und keine soziale Verantwortung wie Familie und Kinder haben. Sie könnten auch einfach auf die Sozialhilfe verzichten und als Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene einer Arbeit nachgehen.

Die Mehrheit der Kommission war darüber hinaus klar der Meinung, dass Personen, die ihre Identität nicht preisgeben, keine Sozialhilfe erhalten sollen. Im Namen der SVP-Fraktion beantrage ich Ihnen, dass Sie die Mehrheit unterstützen. Nur wer kooperiert, soll Sozialleistungen erhalten.

La proposta del nostro gruppo di procedere al versamento delle prestazioni sociali solo attraverso il pagamento di beni in natura e non attraverso contanti per richiedenti l'asilo e ammessi provvisoriamente è la conseguenza diretta di quanto possiamo constatare tutti giorni nelle nostre città.

Così come ha già precedentemente detto il collega Müller Philipp, a queste persone di fatto viene già concesso un tetto sopra la testa, un letto su cui dormire, dei vestiti con i quali coprirsi e tre pasti al giorno. Non dimentichiamo inoltre che si tratta spesso di persone che si presentano ai nostri confini con una dotazione finanziaria discreta - questo viene spesso dimenticato - e che permette loro di soddisfare alcuni loro vizi. Non è quindi la Confederazione o i cantoni che devono mettere loro a disposizione il surplus. A Chiasso, ad esempio, stufi di avere a che fare con gli ospiti del centro di registrazione che disponevano di quantità di denaro discrete e che andavano, come sempre succede, a spendere nei discount della zona per acquistare birra, con un progetto pilota promosso dal municipio e dalla direzione del centro di registrazione, è stato introdotto l'utilizzo di buoni da spendere nello shop interno del centro di registrazione, sostituendo così i contanti che venivano pagati settimanalmente. Il provvedimento, è vero, non ha risolto il problema del bere per strada ma lo ha per lo meno arginato.

Gli ospiti del centro sanno che per le loro necessità possono rivolgersi allo shop interno al centro di registrazione. Di fatto, hanno rinunciato al pagamento in contanti della diaria settimanale, che verrà loro pagata al momento in cui lasceranno il centro. Forse, come diciamo in italiano, siamo riusciti a fare di necessità virtù. Ma è un segnale nei confronti dei richiedenti l'asilo stessi e della popolazione della nostra città, che non capisce perché mai queste persone dispongano sempre di contanti a loro disposizione.

Wichtig ist, dass im Gesetz eingefügt wird, dass diese Sozialleistungen entzogen werden können, wenn diese Leute sich schlecht verhalten und die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden. Das gilt für Fälle, in denen eine Person strafrechtlich verfolgt oder verurteilt worden ist oder ihre Mitwirkungspflicht schuldhaft grob verletzt oder den Anordnungen von Mitarbeitenden des Verfahrens oder der Unterbringungseinrichtungen nicht Folge leistet und dadurch Ordnung und Sicherheit gefährdet.

Es ist wichtig, wie die SPK bereits beschlossen hat, Artikel 83 mit neuen Sachverhalten zu ergänzen. Mit dem Minderheitsantrag Brand sollen diese Bestimmungen zwingend zum Entzug der Sozialhilfe führen. Ich beantrage Ihnen im Namen der SVP-Fraktion, diese Minderheit zu unterstützen. Ein Ersatz der Sozialhilfe durch Nothilfe während des Asylverfahrens steht weder zur Bundesverfassung noch zur Flüchtlingskonvention in Widerspruch. Dies hat auch ein Gutachten des EJPD bestätigt. Für Personen, die sich im Asylverfahren nicht kooperativ verhalten, muss die Sozialhilfe durch Nothilfe ersetzt werden. Diese Massnahme ist verfassungskonform und für die Schweizer Bevölkerung völlig selbstverständlich. Auch Schweizer müssen sich an die Regeln halten, wenn sie vom Staat Unterstützung möchten.

Aus all diesen Gründen unterstützt unsere Fraktion die meisten der vorgeschlagenen Anträge der Kommission und bittet Sie, auch die Minderheit III (Blocher) und die Minderheit Brand zu unterstützen.