preparatory:AB 184734
Bruderer Wyss Pascale · Ständerat · Aargau · Sozialdemokratische Fraktion · 2015-06-09
Wortprotokoll
Angesichts der Tatsache, dass der Bundesrat bereit ist, das Postulat entgegenzunehmen, und angesichts der Tatsache, dass für die verbleibende Viertelstunde noch wichtige Themen wie die Interpellation von Herrn Stöckli zum gesundheitlichen Fasten auf der Tagesordnung stehen, möchte ich mich kurzhalten.
Spass beiseite: Das Potenzial von Menschen mit Behinderung für eine bessere berufliche Integration ist besser zu nutzen. Ich bin überzeugt davon - auch als Präsidentin von Integration Handicap, aber auch aus anderen Gründen -, dass wir gerade auch im Rahmen der Fachkräfteinitiative gut daran tun, auch auf dieses Potenzial ein Augenmerk zu richten, das brachliegt und das es speziell zu fördern gilt.
Ich erhoffe mir von dieser nationalen Konferenz, dass weiter gehende Massnahmen nicht nur geprüft werden, sondern in der Folge dann auch wirklich umgesetzt werden können. Wichtig scheint mir, dass an einer solchen nationalen Konferenz auch die Direktbetroffenen, also Menschen mit Behinderung, teilnehmen werden, nebst Sozialpartnern natürlich und nebst den Kantonen. Die Kantone sind deshalb sehr wichtig, weil die Weichen für die berufliche Integration oder Inklusion natürlich früh gestellt werden. Sie werden über die Bildung gestellt. Daher gilt es, langfristig das Augenmerk auch auf die Bildung zu richten.
In Übereinstimmung mit dem Gleichstellungsrecht für Behinderte, das wir in der Schweiz kennen, ergänzt seit letztem Jahr mit dem Übereinkommen der Uno über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, wollen wir alle möglichen Massnahmen prüfen, um hier Verbesserungen zu erreichen. Ich bin froh, wenn dies im Rahmen eines runden Tisches geschehen kann.
Ich danke dem Bundesrat für die positive Aufnahme des Postulates.