preparatory:AB 188542
Walter Hansjörg · Nationalrat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2015-09-15
Wortprotokoll
Vielen Dank, liebe Kollegin, für diese Frage. Sie haben gut zugehört, und ich bin froh, dass ich das noch etwas besser erklären kann. Was die Bauernfamilien anbelangt, meine ich, dass die Produktion nicht in den Händen der Familienbetriebe liegt, sondern es gibt diese Agrarkonzerne in der Produktion. Bei der Selbstversorgung sind es natürlich weltweit die Bauernfamilien, die um ihre Existenz kämpfen. Aber die haben sehr geringe Flächen und sind Selbstversorger. Ich meine, bei dem, was in den globalen Handel kommt, geht es heute in der Regel um sehr, sehr grosse Betriebe. Aber es ist wichtig, wenn man die Ernährungssouveränität in den Entwicklungsländern, auch in den Schwellenländern wie Brasilien fördern will, dass man die Bauernfamilien unterstützt, damit der Selbstversorgungsgrad in diesen Regionen vergrössert wird. Dafür brauchen sie gute Preise. Der Abbau von Exportsubventionen wirkt sich auf diese Preise aus, indem sie sich erhöhen. Letztlich ist alles auch eine Geldfrage - je besser der Preis ist, umso mehr erhöht sich die Ernährungssouveränität. Danke, dass ich das noch erklären konnte.