Lohr Christian · Nationalrat · 2015-09-22
Lohr Christian · Nationalrat · Thurgau · Fraktion CVP-EVP · 2015-09-22
Wortprotokoll
Es handelt sich hier um eine austarierte Vorlage, die alle Beteiligten stark in die Pflicht nimmt. Das ist für die CVP/EVP-Fraktion Anlass, der Vorlage, wie sie hier vorliegt, einstimmig zuzustimmen. Es ist wichtig und auch ein dringender Bedarf, dass man diese Änderung mit Gerechtigkeitssinn ändert und die überobligatorische berufliche Vorsorge so geregelt wird, dass es keine einseitige Verteilung gibt.
Die Förderung des Risikobewusstseins ist gerade in der heutigen Zeit zu begrüssen. Wir werden heute mit Zahlen, Statistiken, Formeln und was auch immer eingedeckt. Den Überblick zu behalten ist da manchmal schwierig. Der Wunsch nach noch mehr Geld, nach noch mehr Anlagereserven ist verständlich, es ist aber wichtig, dass wir uns eben auch des Risikos bei der Anlage bewusst sind. Das ist nun also mit dieser Vorlage erreicht. Wer mehr Risiko eingehen will, der soll und darf das tun, es ist aber das klare Ziel, dass er dann auch das Risiko zu tragen hat. Es ist eine Logik dahinter. Der vernünftige Ansatz ist unserer Ansicht nach aus gesamt- und sozialpolitischer Sicht dann auch, dass die Vorsorgeeinrichtungen auch weiterhin gefordert sind, gezwungen sind, mindestens ein Anlagepaket anzubieten, das risikoarm ist, bei dem dann auch sichergestellt ist, dass man am Schluss zumindest den Nominalwert zurückerhält.
Die CVP/EVP-Fraktion ist sich bewusst, dass es sich bei diesem Geschäft ja nur um Personen mit einem Jahreslohn von über 126 900 Franken handelt. Es ist also ein Geschäft, das nicht die ganze Bevölkerung betrifft.
Wir meinen, es ist gut aufgegleist, und wir werden dem unbestrittenen Geschäft so zustimmen. Wir werden den Antrag der Minderheit Schenker Silvia ablehnen.