Leuthard Doris · Bundesrat · 2013-09-23
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2013-09-23
Wortprotokoll
Der Bundesrat führt die Schweizerische Post AG über die Vorgabe von strategischen Zielen für die Jahre 2013 bis 2016. Auf das Tagesgeschäft der Post nimmt der Bundesrat grundsätzlich keinen Einfluss. Bei den strategischen Zielen erwartet er, dass die Post in ihrem Kerngeschäft qualitativ hochstehende und innovative Dienstleistungen anbietet, dabei rentables Wachstum generiert und die Ertragskraft des Unternehmens durch Effizienzsteigerungen stärkt. Im Geschäftsfeld Personenverkehr erwartet der Bundesrat, dass die Post ihre Stellung als Marktführerin im öffentlichen Busverkehr in der Schweiz festigt.
Die Zusammenarbeit zwischen der Postauto AG bzw. der Eidgenössischen Post und privaten Postverkehrsunternehmern hat seit dem Aufbau des Pferdepostnetzes im Jahr 1849 Tradition. Von den heute etwas mehr als 3000 Personaleinheiten der Postauto AG entfällt rund die Hälfte auf Postautounternehmer. Tendenziell nimmt die Anzahl der Postautounternehmer leicht ab, dafür führen sie immer grössere Einheiten - bezogen auf Fahrzeuge, Personal und gefahrene Kilometer -, weshalb der Postautounternehmer-Anteil an der Gesamtleistung der Postauto AG stabil bleibt. Die Postauto AG sucht zusammen mit den Bestellerkantonen sowie allfälligen Subunternehmen von Fall zu Fall nach der optimalen Betriebsform. Dabei richtet sich die Wahl der Betriebsform - Eigenregie oder Postautounternehmer - nach den jeweiligen Produktions- und Marktbedingungen. Die Postauto AG verfolgt also keine neue Strategie zugunsten einer besonderen Produktionsform, vielmehr hält sie weiterhin an der Postautounternehmer-Strategie fest.
In letzter Zeit hat die Postauto AG aufgrund von Pensionierungen, neuen Angebotskonzepten sowie Betriebsoptimierungen in einigen Fällen die Zusammenarbeit mit Postautounternehmern aufgelöst. Nach Angaben der Post wurden die Unternehmer jedoch rechtzeitig informiert, und die Modalitäten der Vertragsauflösung wurden abgesprochen.