Leuthard Doris · Bundesrat · 2015-09-16
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2015-09-16
Wortprotokoll
Es wurde richtig gesagt, der Wald trägt tatsächlich viel zum Klimaschutz bei. Da ist einmal die Einlagerung von CO2 in Bäumen und am Boden, dann aber auch die Nutzung und Verarbeitung von Holz zu Möbeln, Häusern usw., wo dann CO2 gespeichert wird, und natürlich ersetzt Holz andere Materialien und fossile Energieträger. Das ist eine Leistung, die man anerkennen muss. Deshalb haben wir aus dem Parlament auch Ideen zur Frage, ob es einen Waldklimafonds braucht oder wie man diese Leistungen, welche die Waldeigentümer erbringen, irgendwo abgelten kann. Heute tun sie das eigentlich unentgeltlich. Es wurde aber auch richtig gesagt, dass es nicht reicht, nur Besitzer zu sein. Es braucht dann auch eine Bewirtschaftung von Holz. Den optimalen Effekt erreichen wir natürlich dann, wenn einerseits Holz zuwächst und die CO2-Einlagerung steigt oder mindestens hoch gehalten wird und wenn andererseits Holz genutzt und verarbeitet wird, damit diese Speicherwirkung beim CO2 eben anhält. Einige von Ihnen kennen diese Arbeiten en détail.
Wir haben wirklich versucht, hier diese Anerkennung zu schaffen, und am Schluss ist es eigentlich immer an den finanziellen Möglichkeiten gescheitert. Es wurde gesagt, dass die Lösung über das Landwirtschaftsgesetz nicht der richtige Ort sei, nicht ganz fair wäre. Beim Waldklimafonds haben wir keine Lösung gefunden. Auch beim Ansatz der Minderheit Vogler finden wir natürlich keine Finanzlösung. Immerhin hat die Minderheit aber in Absatz 3 auch das Merkmal der Bewirtschaftung eingebaut, alleine der Besitz würde auch nach dieser Version nicht reichen.
Ich muss Ihnen deshalb auch empfehlen, der Mehrheit zu folgen, weil das im Moment der einzig gangbare Weg ist, ohne dass ich die Leistungen der Waldeigentümer, die ihren Wald gut bewirtschaften, schmälern möchte.