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Maurer Ueli · Bundesrat · 2015-12-16

Maurer Ueli · Bundesrat · Zürich · 2015-12-16

Wortprotokoll

Wie der Kommissionssprecher ausgeführt hat, handelte es sich bei diesem Armee-Einsatz um einen Assistenzdienst. Da er länger als drei Wochen dauerte, haben wir darüber Bericht zu erstatten. Sie haben diesen Bericht erhalten. Es wurden 1216 Manntage geleistet, mit zwei bis vier Transporthelikoptern 318 Flugstunden geflogen und 2220 Kubikmeter Wasser zu den verschiedenen Wasserbecken geführt. Der Einsatz war kostenlos, wie gesagt wurde. Es war für die Armee ein interessanter Einsatz. Statt die Löschbecken auf dem Kasernenplatz aufzustellen, musste man das einmal im Gelände tun, was sehr motivierend war. Auch die Helikopterpiloten haben diesen Einsatz als Teil ihrer Ausbildung geleistet.

Zum Wasserdiebstahl in Frankreich: Das war wohl ein Missverständnis, und es war innerhalb von Minuten geklärt. Im Sommerloch wurde daraus eine grössere Mediengeschichte. Die Sache hat sich inzwischen glänzend mit einigen Flaschen Wein erledigen lassen, und die Beziehungen haben sich nicht etwa verschlechtert, sondern sogar verbessert.

Es war ein guter Einsatz für die Luftwaffe und für die Armee. Wir konnten die Zivilbevölkerung unterstützen, das hat gutgetan. Wir hatten ja gleichzeitig auch Armee-Einsätze, die nicht so lange dauerten und daher in diesem Bericht nicht enthalten sind. Wir leisteten Einsätze in den Kantonen Graubünden, Thurgau und Wallis. Nach den Murgängen im Engadin haben wir im S-charl-Tal eine Notbrücke gebaut. Diese bleibt bis im nächsten Jahr stehen, bis die Gemeinde die Brücke wieder aufgebaut hat.

Insgesamt hat man also einmal mehr gesehen, dass in Notlagen, die kurzfristig eintreten, die Armee eigentlich das einzige Mittel ist, das die Spitze brechen kann. Die Arbeit der Armee wird entsprechend geschätzt. Mehr gibt es meiner Meinung nach dazu nicht zu sagen.

Ich bitte Sie, von diesem Bericht Kenntnis zu nehmen.