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Eberle Roland · Ständerat · 2015-12-17

Eberle Roland · Ständerat · Thurgau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2015-12-17

Wortprotokoll

Ich bedaure, dass wir dieses Thema im Rahmen einer Interpellation debattieren, weil es dafür zu ernst ist. Ich denke, wenn wir Föderalismus ernst nehmen, dann müssen wir auch den Kantonen Vertrauen entgegenbringen, dass sie das Thema korrekt behandeln. Ich stelle fest, dass in unserem Kanton gemäss Sprachengesetz der ganz klare, auch parlamentarische Wille definiert ist, dass Französisch als zweite Landessprache bis zum Ende der Sekundarstufe abgehakt und erledigt ist, und zwar in einer guten Qualität. Wenn man jetzt den Kantonen hier vorschreiben will, man müsse das bereits auf der Primarstufe, also in den ersten sechs Jahren, tun, dann verletzt man nach meinem Dafürhalten die Kompetenz der Kantone, ihre Aufgabe bestmöglich zu erledigen. Wenn man Klassenzüge mit 50 Prozent Ausländern, beispielsweise aus dem Balkan, hat, dann ist die Idee, auf der Primarstufe Französisch zu lernen, einfach eine falsche Idee. Das funktioniert nicht. Das ist pädagogisch so. Das ändert aber nichts am guten Willen und an der Tatsache, dass auch der Thurgau überzeugter Eidgenosse ist und überzeugt ist, dass die zweite Landessprache im Umgang mit den verschiedenen Kulturen in unserem Land eine sehr wichtige Funktion hat.

Ce n'est pas par hasard que tout le monde parle sa propre langue dans cette salle. Qui parmi vous a saisi la possibilité de bénéficier de l'aide offerte aux parlementaires leur permettant de suivre des cours en vue d'améliorer leurs compétences dans une deuxième ou troisième langue? Je ne connais que Monsieur Cramer et Monsieur Recordon, qui, lui, ne siège malheureusement plus dans ce conseil, qui ont saisi cette possibilité.

C'est notre volonté, c'est notre exemple qui compte, et ce n'est pas une question de législation primaire. C'est une question relevant de la volonté de nous tous, de toujours essayer de construire des ponts entre les cultures, entre les langues, même si on fait des fautes; c'est normal et c'est cela qui nous rend sympas! Mais on n'a pas l'habitude de faire cela, même dans cette salle. Alors commençons par montrer l'exemple en essayant d'augmenter nos propres possibilités de parler une deuxième ou une troisième langue.

Mais je refuse le reproche fait aux cantons de Thurgovie, de Glaris ou de Lucerne de ne pas prendre au sérieux cette question très importante pour les différentes cultures de notre pays. Cela ne va pas, on ne peut pas pointer du doigt des cantons qui ont leurs raisons d'essayer de trouver la meilleure solution pour améliorer les compétences dans une deuxième langue.

Das Problem ist nicht mit einer Verordnung zu lösen. Kultur und Sprachfähigkeiten kann man nicht gesetzlich verordnen. Ich weiss auch nicht, wie der Bundesrat seine Quasi-Drohung umsetzen will, wenn er eingreifen sollte. Was wollen Sie denn tun? Wenn es uns nicht gelingt, unsere Behörden, die ihren Auftrag erfüllen, zu überzeugen, wie wollen wir das dann umsetzen? Ein letztes Beispiel: Ich wurde von einem Doktoranden der Universität Lausanne wegen eines Interviews im Rahmen von dessen "thèse" angefragt. Sein letzter Satz: "Ich spreche kein Deutsch, wir müssen Französisch oder Englisch sprechen."

Ce sont les faits, c'est la réalité. Et si nous voulons lutter contre cette réalité, nous devons donner l'exemple.

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