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AB 205265

Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2016-09-27

Wortprotokoll

Frau Ständerätin Savary, Sie fragen: Wie steht es um die Zukunft von Agroscope? Auf die Kürzestformel gebracht, lautet meine Antwort: Es steht um die Zukunft von Agroscope gut, vorausgesetzt, dass wir Agroscope auf Leistungen und auf Ergebnisse fokussieren können. Um das tun zu können, haben wir eine Analyse, eine Strategieüberprüfung gemacht, haben wir die strategischen Zielsetzungen für die Zukunft formuliert und entsprechend auch die strukturellen Voraussetzungen angepasst.

Das hat dazu geführt, dass es bei gewissen Kaderstufen zu Kündigungen gekommen ist. Damit ist Unsicherheit entstanden. Aber nehmen Sie mir ab, dass wir diesen Prozess äusserst sorgfältig durchgeführt haben bzw. immer noch durchführen. Ich habe diesen Prozess selber begleitet. Wir haben nur das gemacht, was nötig ist, um die Organisation zu vereinfachen, um die Forschungstätigkeit zu befördern, um die Effizienz zu steigern. Von den 24 Personen, denen eine Kündigung ausgesprochen wurde, wurden 14 unmittelbar danach in neuer Funktion wiederum im Agroscope-Bereich eingestellt, und für die übrigen 10 Personen sind entweder Lösungen im Kontext gefunden worden, oder sie werden unterstützt, damit sie einen neuen Job bekommen.

Agroscope kann mit der Neuaufstellung erstens schneller und flexibler auf die Entwicklungen und damit auf die Praxis reagieren. Zweitens wird die Zusammenarbeit zwischen den Forschungsbereichen gefördert, und der Dienstweg wird verkürzt. Drittens spielt Agroscope mit dem Verzicht auf eine Führungsebene finanzielle Mittel frei, welche sie die Sparvorgaben ohne Leistungsabbau umsetzen lassen. Im nationalen und im internationalen Vergleich ist die Infrastruktur von Agroscope nach wie vor teuer, und die Kosten für das Management von Agroscope waren bisher zu hoch. Wenn ich das jetzt noch ausdeutsche, heisst das: Wir wollen die Mittel an der Front, in den Forschungsprojekten, einsetzen, und nicht in erster Linie in den Strukturen. Deshalb mussten wir eine Korrektur vornehmen. Wir haben sie vorgenommen. Ich bin überzeugt, dass das sorgfältigst und auf dem richtigen strategischen Kurs gemacht wurde.

Letztlich muss Agroscope mithelfen, dafür zu sorgen - das haben Sie gesagt, und das wiederhole ich und bestätige ich Ihnen -, dass wir die leistungsfähigste Landwirtschaft kennen, dass wir die qualitativ beste Landwirtschaft kennen und dass wir im internationalen Kontext bestehen können. Damit meine ich auch die Vermarktung von Produkten in internationalen Märkten gegen internationale Konkurrenz; das ist kein Sonntagsspaziergang, das wissen wir nur zu gut.

Agroscope ist neu aufgestellt und richtet sich auf die neuen Aufgaben ein. Die Landesteile sind berücksichtigt worden, so gut man das tun kann. Das ist bereits eine Auflage, die nicht ganz optimal wirkt. Ich habe es vorhin gesagt: Wir wollen die höchste Effizienz, und wir wollen die stringenteste Fokussierung auf die eigentliche Forschung. Wir haben ein paar Konzessionen machen müssen, machen wollen, sodass alle Landesteile an der Forschung der Zukunft beteiligt sind.

Ich stehe vollständig und vorbehaltlos hinter dem, was die Agroscope-Leitung in den letzten Monaten geleistet hat, freue mich über die Korrektur, die wir rasch vornehmen konnten, und freue mich vor allem darüber, dass die Forscher und auch die Kader, die die Organisation tragen, hinter der gewählten Strategie stehen und diese zum Erfolg bringen wollen.

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