Markwalder Christa · Nationalrat · 2016-09-28
Markwalder Christa · Nationalrat · Bern · FDP-Liberale Fraktion · 2016-09-28
Wortprotokoll
Ziff. 8 Art. 13
Antrag der Mehrheit
Abs. 1
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates [PAGE 1664]
Abs. 2
Die Vorsorgeeinrichtung kann ein von diesem Referenzalter abweichendes reglementarisches Referenzalter vorsehen; dieses darf nicht unter 62 Jahren und nicht mehr als fünf Jahre über dem Referenzalter liegen.
Abs. 3
Das Mindestalter für den Bezug der Altersleistung ist 62 Jahre. Die Vorsorgeeinrichtung kann ein tieferes reglementarisches Mindestalter als 62 Jahre vorsehen:
a. ...
b. bei betrieblichen Restrukturierungen;
c. bei Arbeitsverhältnissen, in denen frühere Altersrücktritte aus Gründen der öffentlichen Sicherheit vorgesehen sind.
[VS]
Antrag der Minderheit
(Heim, Carobbio Guscetti, Feri Yvonne, Gysi, Häsler, Schenker Silvia, Steiert, Weibel)
Abs. 2, 3
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
[VS]
Antrag Graf-Litscher
Abs. 2
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Abs. 3
Das Mindestalter für den Bezug der Altersleistung ist 62 Jahre. Die Vorsorgeeinrichtung kann ein tieferes reglementarisches Mindestalter festlegen; dieses muss mindestens 60 Jahre betragen und darf den Vorbezug für höchstens fünf Jahre ermöglichen. Sie kann einen Vorbezug von mehr als fünf Jahren vorsehen:
a. bei kollektiv finanzierten Rücktrittsmodellen im Sinne von Artikel 1 Absatz 4 FZG;
b. bei betrieblichen Restrukturierungen sowie bei Arbeitsverhältnissen, in denen frühere Altersrücktritte aus Gründen der öffentlichen Sicherheit notwendig sind; in diesen Fällen kann die Vorsorgeeinrichtung den Bezug der Altersleistung vor Alter 60 vorsehen.
Schriftliche Begründung
Der Antrag verlangt, dass die Vorsorgeeinrichtungen reglementarisch ein tieferes Mindestalter als 62 für den Bezug der Altersleistungen vorsehen dürfen. Für die Versicherten der beruflichen Vorsorge sollen Altersrücktritte weiterhin mit 60 Jahren oder 61 Jahren möglich bleiben. Heute dürfen Vorsorgeeinrichtungen einen Altersrücktritt bereits ab dem 58. Altersjahr vorsehen. Eine Heraufsetzung des Mindestalters auf 62 ist daher zu einschneidend und sollte stattdessen auf 60 beschränkt sein. Sowohl die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände als auch der Pensionskassenverband vertreten die Haltung, dass eine Erhöhung des Mindestrücktrittsalters in der beruflichen Vorsorge auf 62 Jahre die Gestaltungsfreiheit der Vorsorgeeinrichtung zu stark einschränkt und die Interessen der Versicherten unnötig missachtet. Die Streichung einer freiwilligen Frühpensionierungsmöglichkeit ab 60 schafft keine Akzeptanz für die Reform. Dies auch, weil sich Frühpensionierungen - trotz schlechterer Rentenumwandlung - immer noch grosser Beliebtheit erfreuen. Der angespannte Arbeitsmarkt für ältere Arbeitnehmer und die gestiegenen psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz sind heute wichtige Gründe für einen vorzeitigen Altersrücktritt. Hierfür sind die Arbeitnehmer und auch vielerorts die Firmen bereit, zusätzliche Mittel, etwa für die Finanzierung einer Überbrückungsrente (AHV-Ersatzrente), aufzuwerfen. Solche Frühpensionierungen sind selbst finanziert und kostenneutral für die Vorsorgeeinrichtungen.
[VS]
Ch. 8 art. 13
Proposition de la majorité
Al. 1
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 2
L'institution de prévoyance peut déroger à cet âge de référence en prévoyant un âge de référence réglementaire différent qui ne doit toutefois pas être inférieur à 62 ans ni être supérieur de plus de cinq ans à l'âge de référence.
Al. 3
L'âge minimal pour la perception de la prestation de vieillesse est de 62 ans. L'institution de prévoyance peut prévoir un âge minimal réglementaire inférieur à 62 ans:
a. ...
b. pour les restructurations d'entreprises;
c. pour les rapports de travail où un âge de retraite inférieur est prévu pour des motifs de sécurité publique.
[VS]
Proposition de la minorité
(Heim, Carobbio Guscetti, Feri Yvonne, Gysi, Häsler, Schenker Silvia, Steiert, Weibel)
Al. 2, 3
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
[VS]
Proposition Graf-Litscher
Al. 2
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Al. 3
L'âge minimal pour la perception de la prestation de vieillesse est de 62 ans. L'institution de prévoyance peut déroger à cet âge minimal en fixant un âge minimal réglementaire inférieur à celui-ci; l'âge minimal réglementaire ne peut être inférieur à 60 ans et ne peut permettre une anticipation de la perception de la prestation de vieillesse que pour cinq ans au plus. L'institution de prévoyance peut cependant prévoir une anticipation de plus de cinq ans:
a. pour les modèles de retraite financés collectivement au sens de l'article 1 alinéa 4 LFLP;
b. pour les restructurations d'entreprises et pour les rapports de travail où un âge de retraite inférieur est nécessaire pour des motifs de sécurité publique; dans ces cas, l'institution de prévoyance peut prévoir la perception de la prestation de vieillesse avant 60 ans.
[VS]
Ziff. 8 Übergangsbestimmungen Bst. d
Antrag der Mehrheit
Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
[VS]
Antrag Graf-Litscher
d. ... Vorsorgeeinrichtungen können reglementarische Bestimmungen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom ... ein tieferes Mindestalter für den Bezug der Altersleistung als 60 Jahre vorsehen, während fünf Jahren ab Inkrafttreten dieser Änderung für die Versicherten beibehalten, die am Ende des Kalenderjahres vor Inkrafttreten der Änderung bei ihnen versichert waren.
[VS]
Ch. 8 dispositions transitoires let. d
Proposition de la commission
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
[VS]
Proposition Graf-Litscher
d. ... Les institutions de prévoyance peuvent maintenir les dispositions réglementaires prévoyant un âge minimal inférieur à 60 ans pour la perception de la prestation de vieillesse pendant les cinq ans qui suivent l'entrée en vigueur de la modification du ... pour les assurés qui faisaient partie de leur effectif à la fin de l'année civile précédant l'entrée en vigueur de cette modification.
[VS]
Präsidentin (Markwalder Christa, Präsidentin): Der Antrag der Minderheit Heim zu Artikel 13 wurde zugunsten des Einzelantrages Graf-Litscher zurückgezogen.