Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · 2017-03-06
Schneider-Ammann Johann N. · Bundesrat · Bern · 2017-03-06
Wortprotokoll
Der Tourismus ist in Bedrängnis, das ist auch meine Analyse. Der Tourismus ist bei uns ein Querschnittwirtschaftszweig in der Grössenordnung von, direkt und indirekt, gut 4 Prozent des BIP bzw. 6,5 Prozent der Gesamtbeschäftigung; er ist also von wesentlicher Bedeutung.
Ich habe letzte Woche, um etwas Aktuelles zu sagen, während eines halben Tages Leute versammelt gehabt, die Züllig, Platzer, de Buman, Laesser, Lathion, Bachofner, Fontana usw. heissen. Wir haben die gesamte Tourismusindustrie mit deren Chefs bei uns versammelt gehabt, um uns auf eine Piste zu begeben, die mit einem Bericht oder einer Strategie enden muss. Dieser Bericht und diese Strategie müssen spätestens im Frühjahr 2018 vorliegen; es wird also daran gearbeitet. Es wird auch eine Begleitgruppe einberufen.
Ein Schrittwechsel in der bestehenden Tourismuspolitik wird nicht unbedingt angestrebt, aber Projekte müssen um- und durchgesetzt werden; das ist nicht einfach. Wir haben an dieser Zusammenkunft der Spezialisten beispielsweise darüber gesprochen, wie es um die Hotellerie im Bündnerland bestellt ist. Allein über dieses Thema kann man sich ausgiebig unterhalten, um mit aller Vorsicht zu kommentieren. Wir haben uns also einer ganzen Anzahl von Subthemen angenommen, und wir machen es uns zur Aufgabe, diese in einer Strategie zusammenzufassen, die wir im Frühjahr 2018 vorlegen wollen.
Dann lege ich schon Wert darauf, dass Sie auch in Erinnerung haben, dass wir die vorhin erwähnten Projekte schon ausgelöst haben.
Ich will noch zwei Punkte erwähnen:
Wir haben zusammen mit dem Seco, mit dem Bundesamt für Verkehr und mit weiteren Bundesämtern 36 konkrete Massnahmen bestimmt, die in die Umsetzung geführt werden müssen. Dazu gehört die Einführung elektronischer Hilfsmittel und elektronischer Verfahren, dazu gehört die Vorprüfung von Baudossiers durch das BAV, dazu gehören Schulungen von Projektleitenden, dazu gehört die Klärung des Umgangs mit Normen. Das sind also ganz elementare Angelegenheiten, und das muss alles in diesem Kontext von Tourismus und Tourismusstrategie abgewickelt werden.
Dann haben wir auch im Zusammenhang mit dem Sport über den Tourismus gesprochen; wir haben von einer strukturierten Zusammenarbeit von Tourismus und Sport geredet, selbstverständlich über die Schneesport-Initiative, über Olympische Spiele, Olympische Winterspiele und Ähnliches und über all die Impulse, die damit ausgelöst werden könnten. Diese Diskussionen laufen. Wir sind also an der Arbeit, wir intensivieren diese Arbeit.
Ich höre Sie sehr wohl. Mich würde es stören, wenn Sie aufgrund dessen, was wir jetzt miteinander austauschen, das Gefühl hätten, wir würden uns der Thematik verweigern. Das ist nicht der Fall.