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Portmann Hans-Peter · Nationalrat · 2017-05-03

Portmann Hans-Peter · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion · 2017-05-03

Wortprotokoll

Ich finde das eine sehr, sehr gute Frage. Ich erinnere mich, als ich für die eingetragene Partnerschaft gekämpft habe - zuerst im Kanton Zürich, dann in diesem Land -, kam diese Frage auch immer wieder. Für mich ist es selbstverständlich, dass man, wenn man in einem Institut lebt, das der Staat im Speziellen schützt, nicht nur nehmen kann, sondern auch geben muss. Ich habe vorhin in meinen Ausführungen gesagt: Es ist für mich selbstverständlich, dass dann, wenn jemand aus einer solchen Gemeinschaft zum Beispiel zu einem Sozialfall wird, in soziale Bedrängnis gerät, diese Gemeinschaft gleich wie eine eheliche Gemeinschaft die Verantwortung für diese Person trägt und für sie einspringen muss, bevor der Staat zum Zug kommt. Das ist für mich selbstverständlich. Das ist für mich das Geben und Nehmen zwischen den kleinsten Gemeinschaften in unserem Lande, den Familien - wie immer sie zusammengesetzt sind -, und dem Staat. Alle anderen sind für mich die individuell, frei Lebenden. Dort sieht es anders aus, das ist mir klar. Aber ich würde Ihnen diesbezüglich Recht geben: Selbstverständlich müssen all diese Beteiligten dann auch Verantwortung übernehmen. Ich gehe davon aus, dass die Fachleute, die eine solche Vernehmlassung aufsetzen, selbstverständlich auch die richtigen Fragen stellen würden.