Leuthard Doris · Bundesrat · 2017-06-06
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2017-06-06
Wortprotokoll
Im Rahmen von generellen Wirksamkeitsüberprüfungen der verschärften Abgasvorschriften wird zurzeit mit Unterstützung des Bundesamtes für Umwelt in einer internationalen Studie das Potenzial von Abgasmessungen mittels Remote Sensing Detector (RSD) für die frühzeitige Erkennung von Modellen mit verdächtig hohen Emissionen abgeklärt. Allerdings eignen sich diese Geräte nach aktuellem Kenntnisstand bisher nicht zur zuverlässigen Erkennung von höher emittierenden Einzelfahrzeugen. Der Grund dafür liegt vor allem darin, dass die Stickoxidemissionen stark vom Betriebszustand des Fahrzeugs - Motorlast und Motortemperatur - abhängig sind und diese Parameter bei RSD-Messverfahren weder definiert sind noch erfasst werden können.
Wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme zur Interpellation 16.4107 betreffend Abgasmanipulationen bei Dieselwagen ausgeführt hat, wird der Bund mit den betroffenen und interessierten Stellen die Frage der Verwendung von RSD-Systemen in der Schweiz klären. Um manipulierte Fahrzeuge besser erkennen zu können, sind parallel dazu auch andere Methoden in Prüfung. Zudem engagiert sich der Bund auf internationaler Ebene, um weitere Erkenntnisse bezüglich der Bekämpfung solcher Manipulationen zu gewinnen.