Leuthard Doris · Bundesrat · 2017-06-15
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2017-06-15
Wortprotokoll
Es hat sich jetzt ergeben, dass gerade gestern die Vertreter der Ostschweizer Regionen bei mir waren. Insgesamt läuft das gut, denke ich. Die Arbeitsgruppen sind zufrieden. Aber eben, der Glarner Regierungsrat kam, um den St. Galler zu kontrollieren, und die Appenzeller kamen, um Gossau zu positionieren, das viel wichtiger sei als Wil, Uzwil und Flawil. Das ist schon ein Alltagsgeschäft, bei dem natürlich trotz Planungsregionen verständlicherweise jeder um seine Spezifitäten kämpft.
Nochmals: Wil, glaube ich, muss wirklich keine Angst haben, wie gesagt wurde. Wir haben weiterhin diese halbstündliche direkte Fernverkehrsverbindung nach Zürich. Es wurde zu Recht gesagt, dass man auf der Strecke Richtung München jetzt die Gewinne im Fernverkehr realisieren muss. Hier wurde jetzt leider im Kanton St. Gallen eine juristische Beschwerde eingereicht. Allenfalls sind wir dann noch langsamer als die Deutschen. Das wäre nicht gerade optimal, aber das ist halt auch in einem Rechtsstaat möglich.
Wie Frau Ständerätin Keller-Sutter gesagt hat, ist die Verbindung Wil-Bern, sogar ohne Umsteigen in Zürich, ab 2021 sichergestellt. Deshalb meinen wir, dass im Moment diese Arbeiten gut laufen. Für den Fernverkehr wiederhole ich, was ich vorhin schon gesagt habe: Wie viele Halte wollen Sie dann in dieser Region und wo? Oder ist die Geschwindigkeit - drei, fünf Minuten schneller - dann viel wichtiger? Das werden die Fragen sein, die Sie beim Ausbauschritt noch zu besprechen haben werden.