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Schenker Silvia · Nationalrat · 2017-06-15

Schenker Silvia · Nationalrat · Basel-Stadt · Sozialdemokratische Fraktion · 2017-06-15

Wortprotokoll

Gerne gebe ich Ihnen meine Interessenbindung zu dieser Thematik bekannt: Ich bin Grossmutter. Aufgrund meiner Situation als Milizparlamentarierin, die gleichzeitig noch erwerbstätig ist, bleibt mir nicht sehr viel Zeit für meinen Enkel. Dennoch hüte ich ihn regelmässig, und ich glaube, dass meine Tochter und deren Partner sehr froh um diese Unterstützung sind. Warum erwähne ich das? Weil genau diese Erfahrung und die vielen Gespräche in meinem Umfeld mir bewusst gemacht haben, wie viele Frauen, aber auch Männer als Grosseltern einen wichtigen und unverzichtbaren Teil der Betreuungsarbeit für ihre Enkel leisten.

Einige meiner jungen Arbeitskolleginnen und -kollegen sind in den letzten Jahren Eltern geworden. Sie haben sich nach dem Mutterschaftsurlaub unterschiedlich organisiert. Aber bei den meisten übernehmen die Grosseltern einen Teil der Betreuungsarbeit. Ich erlebe hautnah, wie froh diese jungen Väter und Mütter sind, so eine gute, zuverlässige und auch kostengünstige Lösung für die Betreuung ihrer kleinen Kinder gefunden zu haben.

Was mir ein Anliegen ist und warum ich diesen Vorstoss gemacht habe: Ich möchte, dass diese Arbeit, die da geleistet wird, auch zur Kenntnis genommen wird. Ich möchte dies genau jetzt, genau in dem Moment, in dem im Zusammenhang mit der Altersvorsorge immer wieder gesagt wird, ebendiese Altersvorsorge, so, wie sie in unserem Land organisiert und finanziert werde, beinhalte eine massive Benachteiligung der jungen Generationen. Deshalb ist mir Folgendes wichtig: Wenn man schon eine Bilanz aus Sicht der Generationen machen will, muss die unbezahlte Arbeit der älteren Generation mit einbezogen wird. Die ältere Generation verrichtet sehr viel unbezahlte Arbeit in ganz vielen Bereichen. Ich möchte mit meinem Postulat erreichen, dass versucht wird, den Umfang der Grosselternarbeit zu erfassen und aufzuzeigen. Es geht mir nicht darum - das halte ich hier gerne fest -, irgendwann in irgendeiner Form eine Entschädigung dafür zu verlangen. Ich will aber, dass diese unsichtbare Arbeit sichtbar gemacht wird. Ich will damit einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die ältere Generation nicht immer nur als Kostenfaktor wahrgenommen wird. Der sogenannte Generationenvertrag funktioniert sehr viel besser, als immer wieder kolportiert wird.[GZ]

Ich bitte Sie, mein Postulat anzunehmen.