Gross Andreas · Nationalrat · 2002-04-17
Gross Andreas · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2002-04-17
Wortprotokoll
Nein, Sie wissen ganz genau, dass die wenigsten in Europa in Bezug auf den Euro gefragt worden sind. Sie wissen aber ebenso genau, Herr Schlüer, dass der Euro ein Riesenerfolg ist, dass die Akzeptanz heute sehr gross ist, auch bei jenen, die vor fünf, zehn Jahren noch skeptisch waren.
Die 90 Prozent kommen daher, dass ich davon ausgehe, dass etwa zwischen 90 und 95 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger in Europa, sagen wir jetzt mal in den 15 EU-Mitgliedsländern, ihre Steuern so bezahlen, wie es das Recht ihres Staates von ihnen verlangt. Das Bankgeheimnis - das Bankkundengeheimnis, wie Sie es nennen - erlaubt jenen 5 bis 10 Prozent, die das nicht tun, sich zu schützen. Das ist eine Bevorteilung derjenigen, die das Recht nicht beachten. Das kann von denen nicht akzeptiert werden, die, wie Sie es auch von uns allen hier verlangen, das Recht beachten. Deshalb können Sie sicher sein, dass die Zahl von 90 Prozent vielleicht nicht ganz stimmt, dass es auch 91 oder 94 Prozent sein können, aber dass die grosse Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Europa, die dem Recht genauso folgen, wie Sie das in der Schweiz tun, mit der Schweiz nie einverstanden sein werden, wenn Sie jene 5 bis 10 Prozent privilegieren, die ihren Staat übers Ohr hauen.